FSV Mainz meldet Rekordzahlen

Mit fast 105 Millionen Euro hat Fußball-Bundesligist FSV Mainz im Geschäftsjahr 2015/2016 einen Rekordumsatz verbucht. Im Vorjahr hatte der Umsatz noch 75 Millionen Euro betragen. Nach Steuern weist die Bilanz einen Gewinn von 5,77 Millionen Euro aus. Die Eigenkapital stieg auf 47 Prozent (24 Millionen). Unterdessen will sich Harald Strutz auch nach der geplanten Umstrukturierung der Vereinsführung für das Amt des Präsidenten oder Vorstandsvorsitzenden beim FSV bewerben. "Ich will Teil der neuen Entwicklung sein. Die Führungsspitze braucht eine Repräsentationsfigur. Ins operative Geschäft will ich mich nicht einmischen. Der Verein ist mein Lebenswerk", sagte der seit 1988 amtierende Präsident in einem emotionalen Rechenschaftsbericht bei der Mitgliederversammlung. Der noch bis 2017 gewählte 65 Jahre alte Jurist war in die Schlagzeilen geraten, weil er für seine ehrenamtliche Tätigkeit 9000 Euro Aufwandsentschädigung und 14.000 Euro für juristische Beratung pro Monat kassiert. Strutz räumte ein, die finanziellen Zuwendungen nicht transparent dargestellt zu haben. Seiner Auffassung nach sind die Zahlungen durch die gestiegenen Anforderungen ans Amt gerechtfertigt. Der Umsatz seiner Kanzlei sei deutlich zurückgegangen.
Kieler Generalprobe für Barca klappt
Die Handballer des THW Kiel haben den fünften Saisonsieg in der laufenden Bundesliga-Saison gefeiert. Gegen den HBW Balingen-Weilstetten gab es einen ungefährdeten 26:23 (15:12)-Sieg. Erfolgreichster Werfer der Gastgeber war Nikola Bilyk mit sechs Toren. Für das Tabellenschlusslicht aus Balingen, das als einziges Team der Liga noch sieglos ist, warf Yves Kunkel fünf Tore.
Auf die "Zebras" wartet bereits am Wochenende die nächste Herausforderung in der Hammergruppe A der Champions League. Am Samstag (19.30 Uhr) muss der THW beim spanischen Spitzenclub FC Barcelona antreten.
BVB hinten ohne Bartra und vorne mit Traumsturm

Ohne Abwehrchef Marc Bartra, aber mit der kompletten Gala-Offensive gegen Borussia Dortmund in den Champions-League-Kracher gegen Real Madrid. BVB-Coach Thomas Tuchel setzt in der Startelf auf Raphael Guerreiro, Ousmane Dembele, Mario Götze und Gonzalo Castro hinter Sturmspitze Pierre-Emerick Aubameyang. Einziger Sechser ist erneut Julian Weigl, die Vierer-Abwehrkette hinter ihm bilden Marcel Schmelzer, Lukasz Piszczek, Sokratis und Matthias Ginter. Innenverteidiger Bartra, der eigentlich wieder fit sein sollte, steht nicht einmal im Kader. Wieder auf der Ersatzbank sitzt hingegen Weltmeister André Schürrle, der damit als Joker ins Spiel kommen könnte.
Toursieger Froome weist Dopingverdacht zurück
Der dreifache Tour-de-France-Sieger Christopher Froome hat die Praxis der medizinischen Ausnahmegenehmigungen für verbotene Medikamente kritisiert, obwohl er selbst davon profitierte. Das bestehende Anti-Doping-System lade zu "Missbrauch" ein, erklärte der britische Radprofi. Das konnte als Seitenhieb auf seinen einstigen Teamkapitän Bradley Wiggins verstanden werden, der vor drei wichtigen Rennen in seiner Karriere jeweils per Ausnahmegenehmigung das auf der Dopingliste stehende Mittel Triamcinolon eingenommen hatte - unter anderem vor seinem Tour-Sieg 2012. Wiggins' Daten hatten Hacker öffentlich gemacht, ebenso wie die von Froome. Demnach habe auch Froome in seiner Karriere zweimal offiziell erteilte Genehmigungen erhalten. "Das waren therapeutische Maßnahmen", rechtfertigte sich der jetzige Sky-Kapitän laut Nachrichten-Agentur AP. "Ich weiß, dass ich die Regeln nicht nur ertragen muss, sondern ich muss weitergehen", um der Vorbild-Funktion auch "moralisch und ethisch" gerecht zu werden", teilte er via Twitter mit. Ihm sei es nie um den "Sieg um jeden Preis" gegangen.
"El País" spekuliert über Tuchel als Real-Coach

Borussia Dortmund gehört im Moment zu den aufregendsten Fußball-Mannschaften in Europa. Die jüngste Mini-Siegesserie mit vier Erfolgen bei 20:2-Toren ist auch in Spanien registriert worden, schließlich trifft der BVB ab 20.45 Uhr in der Champions League auf Real Madrid. Dort kann sich Real live davon überzeugen, was für ein gutes Team die Dortmunder sind - und was für ein guter Trainer Thomas Tuchel ist. Der Zeitung "El País" zufolge ist insbesondere Punktzwei von großem Interesse für die Real-Verantwortlichen. Angeblich ist der BVB-Coach der Top-Nachfolgekandidat, sollte Zinedine Zidane irgendwann nicht mehr Real trainieren. Dass dieses nichtmal halbgare Gerücht ausgerechnet vor dem Duell BVB - Real hochkocht, erinnert doch stark an rekordmeisterliche Psychospiele, wie man sie auch aus München kennt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Fifa blamiert sich mit Totti-Glückwunsch

Italiens Fußball-Legende Francesco Totti feiert seinen 40. Geburtstag - und die Fußball-Welt gratuliert. So auch der Weltverband Fifa, der über seinen französischen Twitter-Account allerdings die besten Wünsche an einen gewissen "Fernando Totti" schickte - mit einem Bild von Francesco Totti samt WM-Pokal 2006 in Berlin. Als das Missgeschick kurz darauf auffiel, entschuldigte sich die Fifa ebenfalls via Twitter: "Irren ist menschlich. Falls "Fernando Totti" existiert, grüßen wir ihn. Unsere Entschuldigung und vor allem Herzlichen Glückwunsch an Francesco Totti!"
Skisprungrentner Ahonen fliegt seinem Sohn davon

Janne Ahonen, fünfmaliger Gewinner der Vierschanzentour der Skispringer, ist auch im hohen Alter eine Klasse für sich. Er wurde in Lahti finnischer Meister von der Großschanze. Sein 14 Jahre alter Sohn Mico konnte sich indes als 31. nicht für das Finale qualifizieren.
Medien: Chelsea will Mega-Angebot für Keane vorlegen

Nach dem schwachen Saisonstart will der FC Chelsea seine Abwehrprobleme offenbar mit viel Geld lösen. Clubbesitzer Roman Abramowitsch soll bereits sein OK gegeben haben, Trainer Conte mit einem großzügigen Budget auszustatten. Auch ein passender Kandidat soll schon gefunden sein.
Laut "The Mirror" wollen die Blues Burnley-Verteidiger Michael Keane eine Offerte über 29 Millionen vorlegen.
Am 23-jährigen Keane war bereits Meister Leicester City interessiert, doch Burnley lehnte ein entsprechendes Angebot ab.
In Nachwuchsspieler Keane hätte der Londoner Verein direkt noch einen Nachfolger für Abwehrchef John Terry gefunden: Der wird seine Karriere wohl nach der Saison mit 35 Jahren beenden.
Kerbers Höhenflug hält weiter an
Angelique Kerber hat ihr erstes Spiel als Nummer eins der Tennis-Welt gewonnen. Beim top besetzten WTA-Turnier im Wuhan setzte sich die Australian-Open- und US-Open-Siegerin in ihrem Auftaktmatch gegen die Französin Kristina Mladenovic mit 6:7 (4:7), 6:1, 6:4 durch.
Zweieinhalb Wochen nach ihrem Triumph in New York benötigte Kerber in China eine Weile, um in ihren Rhythmus zu finden. Zwar nahm sie Mladenovic sofort den Aufschlag ab, nach 57 Minuten musste sie den ersten Satz im Tiebreak aber abgeben.
Kerber wirkte noch etwas müde, haderte in der Pause vor dem zweiten Durchgang mit sich und den Umständen.
Doch dann riss sich die 28-Jährige zusammen: Den zweiten Abschnitt sicherte sie sich im Schnelldurchlauf mit 6:1, auch im Entscheidungssatz gelang ihr ein schnelles Break.
Mit dem ersten Matchball machte sie dann das Weiterkommen perfekt.
Beurlaubung lässt Labbadias Kasse klingeln

Der neue Trainer ist schon da, der alte steht noch auf der Gehaltsliste: Den Hamburger SV könnte der Rauswurf von Bruno Labbadia wohl teuer zu stehen kommen.
Laut "Bild"-Informationen läuft der Vertrag des geschassten Trainers bis zum Sommer 2017. Pikant: Eine Ausstiegsklausel soll nicht enthalten sein.
Bis zum Ende der Saison sollen Labbadia deswegen noch insgesamt 1,3 Millionen Euro zustehen.
Bei seinem letzten Rauswurf im April 2010 kassierte der 50-Jährige noch eine Abfindung in Höhe von 1,2 Millionen Euro.
Eine solche Regelung würde Labbadia wohl nur dann akzeptieren, wenn ihm ein anderes Angebot vorliegen sollte – dafür gibt es derzeit allerdings keine Hinweise.
Bombe zerfetzt Auto von zyprischem Schiedsrichter
Der zyprische Schiedsrichter Giorgos Nikolaou ist in der Nacht Ziel einer Attacke geworden. An seinem Auto, das vor dem Haus des 41-Jährigen im Ort Zygi westlich der Hafenstadt Larnaka geparkt war, sei gegen drei Uhr eine selbstgebaute Bombe explodiert, berichtete das Online-Portal "In Cyprus".
Verletzt wurde niemand, allerdings gebe es große Schäden am Fahrzeug.
Im vergangenen Jahr hatten die zyprischen Schiedsrichter eine Woche lang gestreikt, nachdem vor dem Haus der Mutter eines Schiedsrichters eine Bombe explodiert war.
Zuvor war 2014 die Zentrale des Schiedsrichterverbandes durch eine Bombenattacke beschädigt worden. Auch wurden Autos anderer Schiedsrichter angezündet. Laut "In Cyprus" " vermutet die Polizei unzufriedene Fans hinter den Attacken.
Es könnte aber auch sein, dass kriminelle Kreise könnten damit zu tun haben, weil sie Spiele zu ihren Gunsten beeinflussen wollten.
Schuberts Arbeit bei der Borussia wird belohnt

Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach setzt auch in den nächsten Jahren auf André Schubert. Wie der Klub am Dienstag mitteilte, wurde der zum Saisonende auslaufende Vertrag mit dem Coach bis zum 30. Juni 2019 verlängert. "André macht sehr gute Arbeit. Er hat die Mannschaft in die Champions League geführt, in den 34 Bundesligaspielen unter seiner Regie haben wir 65 Punkte geholt, das ist eine herausragende Bilanz", sagte Sportdirektor Max Eberl. Schubert übernahm die Nachfolge von Lucien Favre und ist seit 21. September 2015 Cheftrainer.
Boykott bei AFC-Kongress sorgt für Eklat

Nach nur 27 Minuten ist der Kongress der Asiatischen Fußball-Konföderation (AFC) im indischen Goa abgebrochen worden.
Auf der Versammlung sollten eigentlich drei AFC-Abgesandte aus Japan, Kuwait und Malaysia für das Council des Weltverbandes Fifa gewählt werden.
Doch dieser Tagesordnungspunkt wurde aus Protest gegen den Wahl-Ausschluss des katarischen Funktionärs Saoud Al-Mohannadi mit 42:1 Stimmen der Mitglieder abgelehnt.
Der Verband hatte Al-Mohannadi am Sonntag die Teilnahme an der Wahl untersagt, weil gegen ihn ein Verfahren der Fifa-Ethikkommission läuft. Ein neues Datum und ein neuer Ort für die ausgefallene Wahl müssen nun mit dem Weltverband abgestimmt werden.
Großkreutz verhöhnt Schalke auf Facebook

Kevin Großkreutz kann es nicht lassen: Erneut macht der Stuttgarter mit fragwürdigen Facebook-Posts auf sich aufmerksam. Diesmal trifft es den FC Schalke 04.
In seinem privaten Profil änderte Großkreutz das Titelbild – dort erscheint nun eine geschwärzte Ligatabelle. Lediglich der letzte Tabellenplatz – besetzt durch Schalke – ist zu sehen.
Der ehemalige Dortmunder hat zudem bei der Veranstaltung "Abstiegsfeier des FC Schalke 04" zugesagt.
Wie es sich anfühlt, im Tabellenkeller zu stehen, sollte Kevin Großkreutz aber selbst ganz gut wissen: Immerhin stand er mit dem BVB in der Saison 2014/2015 zur Winterpause auf Rang 17.
Leverkusens Wendell spielt erstmals für die Selecao

Fußball-Profi Wendell von Bayer Leverkusen wird eine große Ehre zuteil: Der Abwehrspieler ist erstmals für die brasilianische Nationalmannschaft nominiert worden.
Er ersetzt den verletzten Marcelo von Real Madrid.
Die Brasilianer spielen in der WM-Qualifikation am 6. Oktober gegen Bolivien und am 11. Oktober gegen Venezuela.
Betrugsvorwürfe gegen England-Coach Allardyce

Eigentlich sollte Sam Allardyce als neuer Nationaltrainer der "Three Lions" die Wende bringen – doch nach Enthüllungen des "Telegraph" gerät Englands Coach unter Beschuss. Ihm droht nun sogar der Jobverlust nach nur einem Spiel.
Die FA untersucht offenbar Vorwürfe, wonach Allardyce Ratschläge erteilt haben soll, wie man Regeln bei Spieler-Transfers umgehen könne.
Laut "Telegraph" gibt es Beweismaterial in Form eines Gesprächs aus dem August: Allardyce soll darin erklären, wie die Third Party Ownership-Regel missachtet werden könne.
Allardyce soll wortwörtlich gesagt haben: "Du kannst sie immer noch umgehen. Ich meine, klar liegt hier das große Geld." Er kenne zudem Agenten, die dies "die ganze Zeit tun würden".
Die Third Party Ownership-Regel ist durch die FA bereits seit 2008 verboten: In der Regel handelt es sich dabei um eine illegale Absprache zwischen Vereinen und einer Sportagentur oder einem Privatinvestor.
Höwedes: Fehlstart auf Schalke ist "Mentalitätsfrage"
Schalke-Kapitän Benedikt Höwedes hat die Krise beim Fußball-Bundesligisten auf die Denkweise der Spieler zurückgeführt. Hauptsächlich sei es "eine Mentalitätsfrage", sagte der Weltmeister im Interview mit Sport1.de.
Klar sei, je mehr Spiele man am Stück verliere, desto schwieriger werde es. Deswegen seien die Beine schwerer: "Es ist irgendwie schwieriger, einen Pass zu spielen. Aber jetzt ist die Zeit gekommen, wo wir alle unseren Mann stehen müssen. Dann kommen einfachste Dinge auch wieder zum Tragen und das Glück kommt wieder zurück", sagte Höwedes.
Schon im Europa-League-Heimspiel am Donnerstag gegen RB Salzburg soll es besser werden. Zum Auftakt der Gruppenphase gab es einen Sieg in Nizza. Da sei all das besser gewesen, was momentan kritisiert werde, sagte Höwedes. "Wir hatten eine hohe Mentalität, eine große Laufbereitschaft und einen guten Zug zum Tor."
"Das sind Grundtugenden, die wir einfach auf den Platz bringen müssen. Das hat zuletzt ein wenig gefehlt."
Schalke hat in der Bundesliga in fünf Spielen noch keinen einzigen Punkt geholt. Die Gelsenkirchener sind mit ihrem neuen Trainer Markus Weinzierl so schlecht wie noch nie in eine Saison gestartet.
Real Madrid jagt offenbar "neuen Ibrahimovic"

Der 17-jährige Alexander Isak wird in Schweden bereits als "neuer Ibrahimovic" gefeiert – kein Wunder, dass das auch international Begehrlichkeiten weckt.
Das Nachwuchstalent von AIK Solna soll auf dem Wunschzettel mehrerer Topclubs stehen.
Wie die spanische "AS" berichtet, sollen bereits Scouts von Real Madrid nach Schweden gereist sein, um den Youngster zu beobachten.
Vielleicht kommt es demnächst zum Wettbieten: Auch RB Leipzig und Bayern München sollen an Isak dran sein.
Nowitzki lobt Hymnen-Protest in den USA

Die Debatte um den Hymnen-Protest in den USA zieht derzeit weite Kreise. Vor dem Start der NBA-Saison äußert sich auch Basketballer Dirk Nowitzki.
Der deutsche Ausnahmekönner lobt die Debatte nach den Hymnen-Protesten im US-Sport und will mit seinen Teamkollegen über eine mögliche Reaktion entscheiden.
"In diesem Land hat jeder die Freiheit, seine Meinung zu äußern. Deshalb lieben wir dieses Land", sagte der Basketball-Superstar zum Auftakt der Vorbereitung seiner Dallas Mavericks auf die neue NBA-Saison.
"Wir werden uns als Team treffen und schauen, was wir machen wollen oder wie wir dazu beitragen können, um diese Welt zu einem besseren Platz zu machen. Wenn wir dann etwas tun wollen, muss das ganze Team dabei sein."
Vor allem im American Football, aber auch im Frauen-Basketball oder -Fußball protestierten Sportler in Amerika zuletzt immer wieder gegen Rassismus und Polizeigewalt.