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Es gibt kaum etwas, was den Ghe-O Rescue aufhalten kann.
Es gibt kaum etwas, was den Ghe-O Rescue aufhalten kann.
Mittwoch, 23. Oktober 2013

Der rumänische Rettungs-Bär: Ghe-O Rescue macht Hummer klein

Der Hummer hat lange das Bild der Extrem-Offroader bestimmt. Jetzt wird er in allen Belangen abgelöst. Aber nicht von einem US-Amerikaner, sondern von einem Rumänen, der seine Spielwiese in den Karpaten hat.

Mit Ketten fräst sich der Rescue auch durch Tiefschnee.
Mit Ketten fräst sich der Rescue auch durch Tiefschnee.

Einst war der Hummer das Maß aller Dinge. Für die US-Armee entwickelt, fräst er sich ab 1985 Wege durch jedes Gelände. Später rollt er als VIP-Shuttle durch die Großstädte dieser Welt oder wird von betuchten Zeitgenossen benutzt, um sich im urbanen Dschungel ins rechte Licht zu setzen. Vielleicht wollen die auch nur einen mächtigen Schatten auf den Asphalt werfen. Denn mit einem Durchschnittsverbrauch von 23 Litern auf 100 Kilometer darf angenommen werden, dass man mit diesem Monster lieber steht als fährt.

Doch jetzt hat der Offroader seinen Meister gefunden. Anders als der Hummer ist der von der rumänischen Firma Ghe-O stammende Rescue nicht für die Boulevards dieser Welt geeignet, sondern wie der Name schon sagt, handelt es sich hierbei um ein waschechtes Rettungsfahrzeug. Der Rescue ist doppelt so groß wie ein Hummer H1 und kommt auf gewaltigen 44-Zoll-Super-Swamper-Gummis angerollt.

Bis zu 500 PS bewegen 3,2 Tonnen

Das soll gewährleisten, dass der 3,2 Tonnen schwere Rettungswagen auch unter extremen Bedingungen nicht den nötigen Grip verliert. Scheinbar mühelos klettert das Monster über Berge und fräst sich mit Panzerketten an den Hinterrädern bewehrt durch Schneemassen und Geröll. Hilfreich sind dabei auch Seilwinden an Front und Heck. Mit an den Rädern montierten Luftkissen bekommt der Retter so viel Auftrieb, dass er auch tiefe Wasserfurten problemlos durchqueren kann. Befeuern lässt sich der Rescue wahlweise mit zwei Benzinern, die 340 bis 500 PS leisten und mit Dieselaggregaten, die 220 bis 304 PS zur Verfügung stellen.

Insgesamt finden elf Personen im Rescue Platz. Allerdings kann der Wagen auch zum Löschfahrzeug umgebaut werden und fasst dann 650 Liter Wasser. Auch als Notarztfahrzeug und Krankentransporter taugt der rumänische Bär. Was man für den 5,20 Meter langen, 2,70 Meter breiten und 2,39 Meter hohen Riesen bezahlen muss, hat Gehe-O noch nicht verraten. Billig wird der Rettungswagen fürs Grobe aber nicht. Mit knapp 100.000 Euro sollte man schon rechnen.

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Quelle: n-tv.de