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Hohe Nachlässe ab Juli Rabatte beim Autokauf steigen weiter

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Eine Erhebung des Center Automotive Research soll belegen, dass die Rabatte beim Autokauf im kommenden Monat noch einmal anziehen.

(Foto: dpa)

Da die staatlichen Prämien beim Autokauf im Zuge der Corona-Hilfsmaßnahmen für die Wirtschaft ausgeblieben sind, müssen die Hersteller jetzt selbst handeln. Um den Absatz anzukurbeln, werden die Rabatte im Juli noch einmal deutlich steigen.

Nach Ansicht des Center Automotive Research (CAR) nehmen die Rabattaktionen auf dem deutschen Automarkt langsam Fahrt auf. Im Juni warben die Pkw-Hersteller im Durchschnitt mit 415 unterschiedlichen Sonderaktionen um Kunden. Über alle Rabattaktionen war so ein Nachlass beim Kauf eines Neuwagens von 13,2 Prozent möglich. Für den Juli erwarten die Experten um Institutsleiter Ferdinand Dudenhöffer einen weiteren Schub beim Rabattniveau.

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Der Durchschnittsrabatt beim Neuwagenkauf soll im Juli bei 19,5 Prozent liegen.

(Foto: dpa)

Aufhänger für die Nachlass-Aktion war im Juni bereits die Senkung der Mehrwertsteuer um drei Prozentpunkte auf 16 Prozent. Nissan, Renault, Seat und VW haben daraufhin bereits für Verbrenner werblich die Mehrwertsteuer für die Käufer in Form eines entsprechend hohen Rabattes ganz gestrichen. Die volle Wirkung werden die Aktionen aber erst im kommenden Monat entfalten.

Dazu kommen steigende Nachlässe bei den Internetvermittlern, die die Studie als ein weiteres Indiz für das Rabattverhalten auf dem Gesamtmarkt behandelt. Dort hat vor allem der neue VW Golf 8 im Juni mit seinem stotternden Marktstart für steigende Nachlässe gesorgt. Die durch Softwareprobleme und Lieferengpässe entstandene Verzögerung bei der Auslieferung hat im Juni zu Abschlägen von knapp 22 Prozent gegenüber dem Listenpreis geführt. Den Durchschnittsrabatt für alle Pkw-Modelle berechnet die Studie mit 19,7 Prozent.

Keinen Einfluss auf den Gesamtmarkt erkennt das CAR bei der Elektroauto-Prämie. Zwar gebe es steigende Neuzulassungen von Autos mit elektrischen Batterie- oder Hybridantrieben, dieser Trend gehe aber im Wesentlichen am Privatkundenmarkt vorbei. "Der aktuelle Aufschwung des chinesischen Automarkts hilft den Arbeitern in den deutschen Autowerken weit mehr als das Konjunkturpaket der deutschen Bundesregierung", so Dudenhöffer in seinem Fazit.

Quelle: ntv.de, hpr/sp-x