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Ladestation war gestern Solar-Camper macht unabhängig

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Der Camper Stella Vita fährt nicht nur mit selbst produziertem Strom, er versorgt sich auch für alle anderen Belange damit.

(Foto: Bart van Overbeeke)

Ein elementares Thema der E-Mobilität ist das des Ausbaus der Ladeinfrastruktur. Die schleppt sich mehr schlecht als recht durch die Zeit, dabei bräuchte es die vielleicht gar nicht. Ein findiges Team der Universität Eindhoven stellt den Solar-Camper Stella Vita vor, der allein mit Sonnenenergie 700 Kilometer fahren soll.

Das Solar-Team der Technischen Universität Eindhoven hat sich in den vergangenen Jahren vor allem mit ihrem Engagement bei der World Solar Challenge einen Namen gemacht. Die Spezialität der Niederländer waren bisher viersitzige Fahrzeuge, die mehrfach einen Meistertitel gewinnen konnten. Jetzt haben die angehenden Ingenieure ihr Effizienz-Knowhow in ein deutlich größeres Projekt einfließen lassen: in das Wohnmobil "Stella Vita".

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Mit dem Aufstelldach wird der Stella Vita zum geräumigen Wohnmobil für zwei Personen.

(Foto: Bart van Overbeeke)

Es handelt sich um ein Van-artiges Gefährt, dessen aerodynamische Grundform keinerlei Ähnlichkeiten mit gängigen Wohnmobilformaten aufweist. Zum geräumigen Camper mutiert der 7,2 Meter lange und 1,7 Tonnen schwere Stella Vita erst, wenn sein Dachzelt nach oben ausgefahren wird und man dann im Wohnbereich stehen sowie das große Doppelbett im Heck nutzen kann. Eine Besonderheit ist der Eingangsbereich, der dank zweier gegenläufig angeschlagener Türen sehr breit ausfällt.

Solarzellen speisen auch Elektronik und Warmwasser

Der Clou aber sind die Solarzellen mit einer Fläche von 8,8 Quadratmetern, die auf dem Dach angebracht sind und auch während der Fahrt Strom für den Antrieb generieren. Ist man auf einem Zeltplatz, lassen sich seitlich unter dem Dach zusätzliche PV-Paneele ausfahren, die eine noch größere Stromausbeute garantieren und zugleich als Vordach dienen.

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Im Heck des Stella Vita gibt es ein üppig dimensioniertes Doppelbett.

(Foto: Bart van Overbeeke)

Mit einer Gesamtfläche von 17,5 Quadratmetern soll die PV-Anlage genügend Energie sowohl für das Fahren als auch für die Nutzung von Küchengeräten, Warmwasser und Unterhaltungselektronik bereitstellen. Als Speicher dient eine 60 kWh große Lithium-Ionen-Batterie. Im Prinzip lässt sich der E-Camper autark ohne Ladeinfrastruktur nutzen. An sonnigen Tagen soll das Wohnmobil über 700 Kilometer mit seinem selbst produzierten Strom fahren können. Um das zu garantieren, wird die Höchstgeschwindigkeit auf 120 km/h begrenzt.

Beim Wohnmobil Stella Vita handelt es sich um einen Technologieträger, der neue Möglichkeiten einer nachhaltigeren Mobilität aufzeigen will. Zu Demonstrationszwecken will ein Team der TU Eindhoven im Herbst sogar von den Niederlanden nach Südspanien allein mit Sonnenenergie reisen. Insofern ist der Camper auch kein Vorbote für ein zu erwartendes Serienmodell. Was nicht ist, kann allerdings noch werden. Von einstigen Mitgliedern des Solar-Teams wurde zum Beispiel der PV-Stromer Lightyear One entwickelt, der nächstes Jahr tatsächlich auf den Markt kommen wird.

Quelle: ntv.de, hpr/sp-x

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