Der Tag
10. November 2025
imageHeute mit Johanna Ohlau und Alexander Schultze
Zum Archiv
22:17 Uhr

Das war Montag, der 10. November 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

der heutige Montag beschert uns zwar den ersten richtigen grauen Herbsttag - und vielen damit vielleicht schlechte Laune. Gerade in der Wirtschaft, besonders an den Börsen, kann hingegen jubiliert werden. Denn in den USA zeichnet sich eine Lösung im verfahrenen Haushaltsstreit ab - und damit ein Ende des Shutdowns. Die Demokraten machen vermutlich einen Rückzieher, wie Professor Thomas Jäger im Interview bescheinigt.

Frohe Kunde brachte der Montag auch für den ehemaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy. Der darf das Gefängnis verlassen, urteilte ein Gericht. Und das bereits nach drei Wochen. Verurteilt wurde er eigentlich zu fünf Jahren Haft, unter anderem wegen falscher Wahlkampffinanzierung. Allerdings wird es kleinere Wermutstropfen geben.

Hierzulande machte heute das Bündnis Sahra Wagenknecht von sich reden. Der Parteiname soll demnächst geändert werden - die Parteiführung wurde es bereits heute. Denn die namensgebende Frontfrau, Sahra Wagenknecht, gibt den Vorsitz an Fabio di Masi ab. Wer glaubt, dass sie damit ins zweite Glied rücke, der irrt. Das Gegenteil ist der Fall. Wagenknecht hat große Pläne - künftig im Bundestag.

Nachrichtlich war heute zudem Magdeburg von Interesse - und zwar gleich doppelt. Zum einen gestand Taleb A. vor Gericht, vor knapp einem Jahr mit einem Wagen über den Weihnachtsmarkt der Landeshauptstadt gerast zu sein. 6 Menschen starben, mehr als 300 wurden teils schwer verletzt. Reue zeigte der Angeklagte zum Prozessauftakt keine. Stattdessen beklagte er seine Situation - was beim Richter nicht gut ankam. Zum anderen könnte der Weihnachtsmarkt in Magdeburg in diesem Jahr scheitern. Es gibt Zweifel am Sicherheitskonzept. Das war ein Aspekt, der bei der Amokfahrt von Taleb A. im Vorjahr ebenfalls kritisiert wurde.

Was ansonsten noch wichtig war:

Ich hoffe, dass der "Tag" Sie gut informiert hat, und wünsche Ihnen eine gute Nacht.

Das war Montag, der 10. November 2025
22:07 Uhr

Auto in Neu-Delhi rollt verdächtig langsam und explodiert - mindestens acht Tote

In der indischen Hauptstadt Neu-Delhi sind bei der Explosion eines Autos mindestens acht Menschen gestorben. Die Ursache der Detonation werde untersucht, teilte Polizeisprecher Sanjay Tyagi mit. Der Sender NDTV berichtete, der Besitzer des Wagens sei festgenommen worden. In der Finanzmetropole Mumbai und der angrenzenden Provinz Uttar Pradesh seien Sicherheitskräfte in Alarmbereitschaft versetzt worden, meldeten örtliche Medien. Mehrere Sender berichteten, mindestens 20 Menschen seien verletzt worden. Die Detonation ereignete sich kurz vor 19 Uhr Ortszeit in einem belebten Altstadtviertel in der Nähe einer U-Bahn-Station. Ein langsam fahrendes Fahrzeug sei an einer roten Ampel zum Stehen gekommen und explodiert, sagte der Polizeipräsident von Delhi, Satish Golcha. Mindestens sechs Autos und drei Autorikschas hätten Feuer gefangen, sagte der stellvertretende Feuerwehrchef von Delhi.

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Sicherheitsbeamte inspizieren beschädigte Fahrzeuge nach einer Autoexplosion in Neu-Delhi. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

In den 1980er und 1990er Jahren war Delhi wiederholt Ziel von Anschlägen, für die islamistische Extremisten oder Separatisten aus dem nördlichen Bundesstaat Punjab verantwortlich gemacht wurden. Der letzte derartige größere Vorfall in der Stadt ereignete sich 2011. Damals wurden bei der Explosion einer Aktentasche vor dem Obersten Gerichtshof von Delhi etwa zwölf Menschen getötet.

Auto in Neu-Delhi rollt verdächtig langsam und explodiert - mindestens acht Tote
21:29 Uhr

Nach 30 Jahren: Kanada ist offiziell nicht mehr masernfrei

Kanada ist erstmals seit fast 30 Jahren nicht mehr masernfrei. Nach einem großen landesweiten Ausbruch mit mehr als 5000 dokumentierten Fällen seit dem vergangenen Herbst entzog die Weltgesundheitsbehörde WHO dem nordamerikanischen Land den entsprechenden Status, wie die WHO und die kanadische Gesundheitsbehörde mitteilten. 1998 hatte die WHO Kanada offiziell als masernfrei erklärt. 2016 hatte die Behörde sogar mitgeteilt, dass die hochansteckende Virusinfektion in ganz Nord- und Südamerika ausgerottet sei - als weltweit erste Region. Dafür darf es unter anderem zwölf Monate lang keine anhaltenden lokalen Übertragungen geben.

Masern gehören zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten und können in Extremfällen lebensbedrohlich sein. Auch die USA kämpfen derzeit gegen eine Masern-Epidemie. Fast 1700 Fälle wurden bislang dokumentiert, drei Menschen starben. Eine kürzlich veröffentlichte Studie (siehe unten) hatte nahegelegt, dass aufgrund geringer Impfquoten, Krankheiten wie Masern, Röteln oder Diphterie verstärkt zurückkehren könnten.

Nach 30 Jahren: Kanada ist offiziell nicht mehr masernfrei
20:55 Uhr

Nach Siedlerangriffen: Internationale Presse fühlt sich im Westjordanland bedroht

Der Auslandspresseverband in Israel (FPA) hat sich entsetzt über gewaltsame Angriffe radikaler israelischer Siedler auf Journalisten im besetzten Westjordanland geäußert. Der Verband rief die israelischen Behörden in einer Stellungnahme dazu auf, "diese Gewalt sofort zu stoppen". Örtliche und ausländische Journalisten seien "eindeutig ins Visier geraten, während sie ein beispielloses Ausmaß unkontrollierter Gewalt gegen Palästinenser während der diesjährigen Olivenernte dokumentieren". Der Verband nennt zwei Beispiele:

  • Am 8. November seien zwei Mitarbeiter der Nachrichtenagentur Reuters (deutlich mit Westen und Helmen gekennzeichnet) in der Nähe des palästinensischen Dorfes Beita von maskierten israelischen Zivilisten mit Knüppeln und Steinen angegriffen worden. Etwa ein Dutzend Siedler hätten auf eine Reporterin eingeschlagen, als sie bereits am Boden lag, und ihr schwere Verletzungen zugefügt.

  • Ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP sei am 10. Oktober von israelischen Siedlern mit Stöcken brutal zusammengeschlagen worden. "Sie bewarfen sein Auto mit Steinen und setzten es anschließend in Brand", so FPA. Der Fotograf berichtete zudem, dass israelische Sicherheitskräfte vor Ort sich weigerten, einzugreifen, und stattdessen mit Gummigeschossen und Tränengas auf Olivenerntehelfer und begleitende Aktivisten schossen.

Statt Journalisten zu schützen, schikanierten und bedrohten israelische Truppen regelmäßig Pressevertreter, hielten sie in einigen Fällen fest und drohten ihnen gar mit Abschiebung, so der Verband weiter.

Nach Siedlerangriffen: Internationale Presse fühlt sich im Westjordanland bedroht
20:20 Uhr

22-Jähriger kracht nach Autorennen in Menschenmenge

In Tampa im US-Bundesstaat Florida verlieren vier Menschen ihr Leben, als ein Mann nach einem Straßenrennen wohl die Kontrolle über sein Auto verliert und in eine Bar kracht. Weitere Personen sind verletzt. Die Polizei kann den flüchtigen Fahrer festnehmen.

22-Jähriger kracht nach Autorennen in Menschenmenge
19:46 Uhr

Sollen sofort wieder an die Arbeit gehen - Trump wettert gegen "unpatriotische" Fluglotsen

Donald Trump ist mit seiner Show "The Apprentice" und dem darin häufig gefallenen Satz "You're fired" (Du bist gefeuert) zu einer medialen Legende geworden. Nun versucht er sich im genauen Gegenteil - und ruft Menschen wieder zur Arbeit. Konkret geht es um Fluglotsen. Von denen sind aufgrund des mehr als fünf Wochen andauernden Shutdowns in den USA zahlreiche nicht zur Arbeit erschienen. An einigen Tagen hätten laut US-Flugaufsicht FAA zwischen 20 und 40 Prozent der Mitarbeiter gefehlt. Der Grund zunächst: Sie wurden schlicht nicht durch die US-Regierung bezahlt. Zudem hätten einige Flutlotsen Zweitjobs angenommen, um sich über Wasser zu halten. Zudem seien einige aufgrund der hohen Arbeitsbelastung ausgefallen. Zahlreiche Flüge konnten nicht abgefertigt werden und blieben am Boden.

Das erzürnt den US-Präsidenten. Dabei kommt der Shutdown seiner Regierung grundsätzlich sehr zu Pass. Denn, die Schrumpfung der Behörden und der Rückbau staatlicher Institutionen ist dezidierter Plan von Trump, Vance und Co. Aktuell zeigt sich dieser eben von seiner Schattenseite. Trump wettert nun gegen Fluglotsen, die nicht arbeiteten und lobt jene, die dennoch weiter schufteten. Ihnen - Trump bezeichnet sie als Patrioten - will er angeblich einen Bonus von 10.000 US-Dollar zahlen lassen. Woher das Geld kommen soll, ist unklar. Klar ist dagegen, was mit den anderen Fluglotsen passiert - die bekämen einen negativen Vermerk in ihrer "Akte", wie Trump auf Truth Social schreibt. Und, wenn sie doch demnächst aus dem Dienst ausscheiden würden, sollen sie keinerlei Abfindung erhalten.

Sollen sofort wieder an die Arbeit gehen - Trump wettert gegen "unpatriotische" Fluglotsen
19:19 Uhr

Klappbrücke schnappt zu - Segeljacht bleibt hängen

Ein Segelboot mit besonders hohem Mast gerät beim Passieren einer Zugbrücke in Miami in eine brenzlige Lage: Der Mast bleibt hängen, bricht komplett ab und bleibt kurz in der Brücke stecken. Ein Video zeigt das Missgeschick in Echtzeit.

Klappbrücke schnappt zu - Segeljacht bleibt hängen
18:45 Uhr

Zum 70. Geburtstag gibt es miese Werte für Kanzler Merz - auch von Unions-Anhängern

Da will Friedrich Merz seit vielen Jahren vor allem eines: endlich Kanzler werden - und muss bereits kurz nach der Erfüllung feststellen, dass sich sein Wunsch nicht mit dem eines großen Teils der Wählerschaft deckt. Das belegen Zahlen einer aktuellen Forsa-Umfrage für ntv. Demnach würden nur 16 Prozent der Befragten, CDU und CSU raten, erneut Friedrich Merz als Kanzlerkandidaten aufzustellen. 74 Prozent sind dagegen der Ansicht, die Unionsparteien sollten einen anderen Kandidaten oder eine Kandidatin ins Rennen schicken. Besonderer Tiefschlag dürfte es für das morgige Geburtstagskind - Merz wird am 11. November 70 Jahre alt - sein, dass sogar 43 Prozent der Unionsanhänger lieber einen anderen Kandidaten sähen. 44 Prozent würden es erneut mit ihm versuchen wollen. Rückhalt im eigenen politischen Lager sieht anders aus.

Apropos 70. Geburtstag. Auch dieser Umstand wird dem Bundeskanzler als Makel ausgelegt. Denn, wie Forsa für ntv herausgefunden hat, sind 52 Prozent der befragten Bundesbürger der Ansicht, ein jüngerer Kanzlerkandidat wäre insgesamt geeigneter als der künftig 70-jährige Merz. 45 Prozent hingegen sehen keinerlei Einfluss des runden Jubiläums auf die Regierungsführung.

Zum 70. Geburtstag gibt es miese Werte für Kanzler Merz - auch von Unions-Anhängern
18:18 Uhr

Unvorsichtiger Raucher löst Tankstellenbrand aus

Ein achtlos weggeworfenes Streichholz löst an einer Tankstelle im brasilianischen Maranhao beinahe ein Inferno aus. Nur wenige Meter entfernt hatte ein Tanklaster Benzin entladen – entweichende Gase fangen sofort Feuer. Nur durch Glück bleibt die Raucherpause ohne schwerwiegendere Folgen.

Unvorsichtiger Raucher löst Tankstellenbrand aus
17:52 Uhr

Eine Milliarde Dollar, bitte - Trump verklagt BBC nach Dokumentarfilm

Vor dem Hintergrund der umstrittenen Dokumentation der britischen BBC über Donald Trump droht der US-Präsident dem Sender Anwaltskreisen zufolge mit einer Klage über eine Milliarde Dollar (890 Millionen Euro). Trump habe der BBC in einem Brief bis Freitag Zeit gegeben, sich zu entschuldigen und die Dokumentation zurückzuziehen, soll eine Person, die dem Anwaltsteam des Präsidenten nahesteht, erklärt haben. In der umstrittenen BBC-Sendung waren Ausschnitte aus einer Rede Trumps zusammengeschnitten worden - dadurch wurde der Eindruck erweckt, Trump habe seine Anhänger 2021 direkt zum Sturm auf den Sitz des US-Kongresses aufgerufen. Ein Sprecher des Anwaltsteams des Präsidenten hatte zuvor bestätigt, dass ein Brief an die BBC geschickt worden sei. "Die BBC hat Präsident Trump diffamiert, indem sie ihre Dokumentation absichtlich und hinterlistig bearbeitet hat, um sich in die Präsidentschaftswahl einzumischen", sagte der Sprecher.

Allerdings wurde bereits Jahre vor der Ausstrahlung des Dokumentarfilms vielfach der Vorwurf gegen Trump erhoben, er habe die Menge mit seiner Rede aufgestachelt und somit zur Gewalteskalation beigetragen. Die Vorwürfe wurden teils von Aussagen ehemaliger Trump-Mitarbeiter gestützt. Trump behauptet noch heute, ihm sei der Wahlsieg 2020 gestohlen worden. Belege dafür gibt es nicht. Einzelne Behauptungen von Manipulationen haben Gerichte für falsch erklärt.

Eine Milliarde Dollar, bitte - Trump verklagt BBC nach Dokumentarfilm
17:29 Uhr

"Sechs Männer tot" - USA zerstören mutmaßliche Drogenboote

"Und täglich grüßt der Kriegsminister", könnte man zynisch bezeichnen, was sich seit Wochen in den USA in Sachen mutmaßlichem Anti-Drogen-Krieg abspielt:

Bei zwei neuen Militärschlägen der USA gegen mutmaßliche Drogenschmuggler sind nach Angaben des Pentagons insgesamt sechs Männer ums Leben gekommen. Die US-Streitkräfte hätten in internationalen Gewässern im Ost-Pazifik zwei mit Rauschgift beladene Boote angegriffen, teilte Behördenchef Pete Hegseth mit, der sich seit Kurzem als Kriegsminister bezeichnet. Auf X veröffentlichte er ein Video, auf dem zu sehen ist, wie zwei Boote beschossen werden und in Flammen aufgehen. Die Boote gehörten nach Angaben von Hegseth zu einer Gruppe, die von den USA als terroristische Organisation eingestuft wird, und bewegten sich entlang einer bekannten Drogenroute.

In den vergangenen Wochen hat das US-Militär immer wieder angeblich mit Drogen beladene Boote in der Karibik und dem Pazifik angegriffen. Dutzende Menschen sollen dabei getötet worden sein. Das Vorgehen stieß international auf Kritik, auch weil die US-Regierung keine rechtliche Grundlage für ihr Handeln nannte. Zudem bleibt in einigen Fällen unklar, ob die zerstörten Boote tatsächlich Drogen geschmuggelt haben und auf dem Weg in die USA waren. Die Vereinten Nationen riefen die Regierung von US-Präsident Donald Trump zur Zurückhaltung auf.

"Sechs Männer tot" - USA zerstören mutmaßliche Drogenboote
17:03 Uhr

Im Delirium: 32-Jähriger soll Mitpatienten auf Intensivstation getötet haben

In einer Kölner Klinik soll ein 32-Jähriger einen 75 Jahre alten Mitpatienten auf der Intensivstation getötet haben. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, soll der mutmaßliche Täter auf die Beatmungsgeräte des Opfers eingewirkt haben. Die Polizei hat eine Mordkommission eingerichtet. Die Tat geschah demnach schon in der Nacht auf Samstag. "Trotz medizinischer Sofortmaßnahmen verstarb der 75-Jährige im weiteren Verlauf", so die Ermittler. Der 32-Jährige sei vom Krankenhauspersonal noch auf der Station festgehalten und später unter polizeilicher Bewachung in eine andere Klinik verlegt worden.

Das Amtsgericht ordnete am Sonntag auf Antrag der Staatsanwaltschaft die vorläufige Unterbringung des Beschuldigten in einer Entziehungsanstalt an. "Es bestehen konkrete Anhaltspunkte dafür, dass er die ihm vorgeworfene Tat vor dem Hintergrund eines Alkoholdeliriums im Zustand der Schuldunfähigkeit begangen haben könnte und weitere Fremdgefährdungen nicht auszuschließen sind", hieß es von Polizei und Staatsanwaltschaft.

Im Delirium: 32-Jähriger soll Mitpatienten auf Intensivstation getötet haben
16:26 Uhr

Explodierte Mine könnte Trumps Frieden in Fernost zerstören

Muss US-Präsident Donald Trump einen beendeten Krieg von seiner Liste streichen? Es könnte sein. Denn Thailand hat die Umsetzung eines Friedensabkommens mit dem Nachbarland Kambodscha ausgesetzt, nachdem laut Armee zwei thailändische Soldaten durch die Explosion einer Landmine nahe der Grenze verletzt worden waren. Ein Sprecher der Regierung in Bangkok erklärte, Thailand werde die Umsetzung der "gemeinsamen Erklärung" der beiden Nachbarländer stoppen. Die Explosion der Landmine hatte sich nach Abgaben der thailändischen Armee in der Provinz Sisaket ereignet. Die Behörden in Kambodscha äußerten sich zunächst nicht zu dem Vorfall.

In der Vergangenheit hatten sie die Vorwürfe Thailands zurückgewiesen, es seien Landminen entlang der Grenze verlegt worden. Ende Oktober hatten die beiden südostasiatischen Nachbarländer unter Vermittlung der USA ein Friedensabkommen unterzeichnet, das einen langfristigen Frieden sichern soll. Im Juli waren bei fünftägigen Gefechten mindestens 43 Menschen getötet und 300.000 weitere vertrieben worden. Trump bekundet bei nationalen und internationalen Auftritten immer wieder, dass er acht Kriege in acht Monaten beendet habe.

Explodierte Mine könnte Trumps Frieden in Fernost zerstören
15:53 Uhr

Reinhard Mey dankt Rapper Haftbefehl für Chart-Höhenflug

Sänger Reinhard Mey hat sich bei Rapper Haftbefehl für seinen späten Charterfolg bedankt. "Danke, Aykut, für Deine Zuneigung und all das, was gerade daraus in unserem Garten erblüht", wandte sich der 82-Jährige in Anspielung an sein Lied "In meinem Garten" auf seiner Internetseite an Haftbefehl, der bürgerlich Aykut Anhan heißt.

Die Doku "Babo - Die Haftbefehl-Story" hat dem Song des Liedermachers zu einem überraschenden Comeback verholfen. "In meinem Garten" aus dem Jahr 1970 landete auf Platz 15 der deutschen Charts. "Es ist nach "Annabelle, ach Annabelle" (1972, Platz 29) und "Mann aus Alemannia" (1974, Platz 18) Meys dritter - und bislang höchstplatzierter - Charthit", teilte GfK Entertainment mit. In einer Szene der Netflix-Doku spielt Haftbefehl "In meinem Garten" ab und singt mit. Der Film ist derzeit ein großes Gesprächsthema.

Reinhard Mey dankt Rapper Haftbefehl für Chart-Höhenflug
15:28 Uhr

Die Linke will mit Sheriffs Mietwucher bekämpfen

Es gibt kaum etwas, das amerikanischer ist als ein Sheriff. Die Linkspartei ist nicht dafür bekannt, sich politisch und gesellschaftlich sonderlich stark an den USA orientieren zu wollen. In einem Fall ist das anders. Da sind Sheriffs der Partei offenbar sehr willkommen.

So verlangt die Linke ein konsequenteres Vorgehen gegen überhöhte Mieten und fordert dazu "Mietwuchersheriffs". Jede Kommune in Deutschland müsse solche Teams zusammenstellen, die Beschwerden von Mietern nachgehen, bei Gesetzesverstößen Bußgelder gegen Vermieter verhängen und auch vollstrecken, sagte die Linke-Spitzenkandidatin für die Berlin-Wahl 2026, Elif Eralp. "Dreisten Vermietern muss endlich das Handwerk gelegt werden", fügte sie hinzu. Es gehe um die Einhaltung von Recht und Gesetz.

Von einer womöglich rechtswidrigen Wuchermiete ist gemeinhin die Rede, wenn die ortsübliche Vergleichsmiete einer Wohnung um mehr als 20 Prozent überschritten wird. Dabei kann es sich um eine Ordnungswidrigkeit handeln, dem Vermieter droht ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro. Wird die ortsübliche Vergleichsmiete um mehr als 50 Prozent überschritten, kann sogar eine Straftat vorliegen.

Im Oktober hatte der Fall einer Berliner Wohnungseigentümerin Schlagzeilen gemacht, die vom Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg zu einem Bußgeld von mehr als 26.000 Euro verdonnert wurde. Zu der Strafe kommen noch rund 22.000 Euro hinzu, die die Vermieterin an zu viel gezahlter Miete erstatten muss.

Die Linke will mit Sheriffs Mietwucher bekämpfen
14:55 Uhr

Russischer Millionär stirbt bei Lamborghini-Crash

Der russische Kryptomillionär Alexej Dolgich kommt in Moskau ums Leben. Eine Dashcam filmt, wie der 36-Jährige in seinem Lamborghini nachts auf der Autobahn am Verkehr vorbeirast. Wenige Minuten später liegt der Wagen in Trümmern. Auf der Straße liegen Geldscheine verstreut.

Russischer Millionär stirbt bei Lamborghini-Crash
14:19 Uhr

Tour mit Tiktok geplant: Bergwacht rettet Wanderer in den Alpen

Die Bergwacht musste in den Allgäuer Alpen zwei junge Wanderer aus einer Notlage befreien. Die beiden seien schlecht ausgestattet und unerfahren zu einer anspruchsvollen Strecke aufgebrochen. Wie sie auf die Idee gekommen sind? Die Tour hätten die beiden mit Tiktok geplant, teilt die Bergwacht mit. In dem schneebedeckten Gelände auf etwa 2000 Metern in der Nähe zu Österreich hätten sie sich dann am Samstagabend weder vor noch zurück getraut und den Notruf gewählt. Mit einem Rettungshubschrauber wurden die beiden Wanderer wieder ins Tal geflogen. Sie wollten den Angaben zufolge eine äußerst anspruchsvolle Tour über den Jubiläumsweg zum Schreckensee wandern.

Ob mit Tiktok oder mit anderen Websites oder Apps: Die Bergwacht warnt vor winterlichen Bedingungen ab 1600 Metern. Touren durch dieses anspruchsvolle Terrain sollten zu dieser Jahreszeit nur von erfahrenen Alpinisten unternommen werden. Zudem weisen die Bergretter darauf hin, dass die Kosten für die teuren Rettungseinsätze von den Wanderern selbst übernommen werden müssten, wenn sie keine entsprechende Versicherung hätten.

Tour mit Tiktok geplant: Bergwacht rettet Wanderer in den Alpen
14:01 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

meine Kollegin Johanna verabschiedet sich in ihren wohlverdienten Feierabend. Ab sofort übernehme ich den "Tag" und begleite Sie bis in den Abend. Mein Name ist Alexander Schultze. Wenn Sie Fragen, Anregungen oder Kritik haben, schreiben Sie mir unter dertag@ntv.de. Auf geht's.

Schichtwechsel
13:42 Uhr

Frankreichs Ex-Präsident Sarkozy wird aus Gefängnis entlassen

Nach rund drei Wochen Haft darf Frankreichs früherer Präsident Nicolas Sarkozy das Gefängnis unter Auflagen wieder verlassen. Das Pariser Berufungsgericht entschied, dass der 70-Jährige das Berufungsverfahren gegen seine Verurteilung in der Libyen-Affäre unter Justizaufsicht in Freiheit abwarten kann.

Frankreichs Ex-Präsident Sarkozy wird aus Gefängnis entlassen
13:41 Uhr

Wehrdienst: Pistorius beharrt auf flächendeckender Musterung

In der Debatte in der Koalition um die geplante Wiedereinführung eines Wehrdienstes soll es in dieser Woche eine Einigung geben. Wenn es nach Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius geht, sollen junge Männer flächendeckend gemustert werden. Zudem solle es "Pflichtelemente" geben, falls sich nicht genügend Freiwillige für die Bundeswehr finden, erklärte der SPD-Politiker beim Besuch des Heimatschutzregiments in Münster. Zum Thema der verpflichtenden Musterung eines ganzen Jahrgangs erklärte Pistorius, es gehe darum, "im Verteidigungsfall wirklich handlungsfähig sein zu können und wirklich zu wissen, wer ist denn überhaupt in der Lage, eingezogen zu werden".

Wehrdienst: Pistorius beharrt auf flächendeckender Musterung
13:02 Uhr

Am Steuer seines Autos: Mann acht Jahre tot in Garage

Dieser Fall ist ungewöhnlich und wirft auch Fragen auf: Acht Jahre blieb ein Familienvater aus Essen vermisst. Nun wurde er gefunden - tot in einer Garage am Steuer seines Wagens. Die Hausverwalterin fand die Leiche des Mannes. Laut Obduktion war der damals 41-Jährige direkt nach seinem Verschwinden verstorben. Ein Fremdverschulden schließt die Polizei aus. Nur warum wurde er erst acht Jahre später gefunden? Der Fall hatte 2017 für viel Aufsehen gesorgt, da es nach dem plötzlichen Verschwinden keinen Hinweis auf den Mann gab. "Im Rahmen der damaligen Ermittlungen waren die Beamten bereits der Frage nachgegangen, ob der Vermisste möglicherweise eine Garage angemietet hatte", teilt die Polizei jetzt mit: "Auf ein mögliches Mietverhältnis ergaben sich jedoch keine Hinweise."

Am Steuer seines Autos: Mann acht Jahre tot in Garage
12:29 Uhr

Schauspielerin Jutta Speidel geht vorerst zu Fuß - Führerschein weg

Schauspielerin Jutta Speidel geht erst einmal ungewollt zu Fuß. Das sagte die 71-Jährige der "Bild"-Zeitung. Warum die Schauspielerin das verrät? Aus folgendem Grund: Sie brauche das Auto für ihre Wohltätigkeitsarbeit für den Verein Horizont, der obdachlosen Müttern und ihren Kindern ein Zuhause bietet. "Das bringt mich richtig in die Bredouille", sagte sie. "Ich bitte die Leute einfach, jetzt zu spenden - weil ich nicht mehr so viele Reisen machen kann."

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Jutta Speidel ist für drei Monate Fußgängerin - oder Beifahrerin. (Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)

Wie es zum Verlust des Führerscheins kam? Sie sei viel zu schnell unterwegs gewesen und geblitzt worden: "Ich habe die Schilder einfach nicht gesehen", sagte sie. "Ich bin aus der Schweiz gekommen, bin durch den Pfändertunnel gefahren. Nach zweieinhalb Stunden Stau war ich völlig genervt." Dann habe sie wieder freie Fahrt gehabt - "und ich habe Gas gegeben. Nach 30 Kilometern musste ich abbiegen, wusste aber nicht, dass dort eine Polizeikontrolle ist". Die Folge: "Das war teuer - aber viel schlimmer ist: Ich habe drei Monate keinen Führerschein."

Schauspielerin Jutta Speidel geht vorerst zu Fuß - Führerschein weg
11:46 Uhr

14-Jähriger liegt tot in Zimmer - verstopftes Heizungsrohr der Grund?

Ein 14-Jähriger wird tot in der oberen Etage eines Wohnhauses in Selm bei Dortmund entdeckt. Sein Tod war wohl eine Verkettung unglücklicher Umstände. Das teilt die Polizei Unna mit. Vermutlich sei der Teenager an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung gestorben. Schuld könnte ein verstopftes Abluftrohr der Heizungsanlage gewesen sein. Die Polizei hat ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet.

Deshalb wird Kohlenmonoxid (CO) "leiser Tod" genannt: Das Gas ist gefährlich, weil es geruchlos ist. Wer hohe Kohlenmonoxid-Konzentrationen einatmet, kann innerhalb weniger Minuten sterben. Schon geringe Mengen führen dazu, dass das Blut deutlich weniger Sauerstoff transportiert - Menschen werden bewusstlos und ersticken schließlich, der Tod kommt weitgehend unbemerkt. CO entsteht unter anderem, wenn Materialien wie Holz, Kohle oder Gas ohne genügend Sauerstoff verbrennen, etwa in geschlossenen Räumen oder wie wohl in diesem Fall bei defekten Heizanlagen.

14-Jähriger liegt tot in Zimmer - verstopftes Heizungsrohr der Grund?
11:04 Uhr

Mysteriös: Unbekannter steckt Kneipengast viel Geld zu

Eine Kneipe verlässt man meistens mit weniger Geld in der Tasche, aber gewiss nicht mit mehr Geld als vorher, außer man ist ein Dieb - oder ein Glückspilz wie ein Mann in Hessen: Als der 24-Jährige in Gelnhausen in einer Kneipe auf der Tanzfläche ist, steckt ihm ein Unbekannter plötzlich etwas in sein Hemd. Wie die Polizei mitteilt, stellt sich das "etwas" als mehrere Hundert Euro heraus. Die ganz große Überraschung macht der Kneipengast jedoch erst zuhause. In der Kneipe fischt er lediglich 20 Euro aus seinem Hemd. Damit holt der 24-Jährige an der Theke zwei Bier, doch als er es dem Unbekannten geben will, sei dieser verschwunden gewesen. Der junge Mann scheint eine sehr ehrliche Haut zu sein: Da es sich um ein Versehen gehandelt haben könnte, informierte er die Polizei über den Vorfall.

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Das war mal ein Kneipenabend mit überraschendem Ausgang. (Symbolbild) (Foto: picture alliance / imageBROKER)
Mysteriös: Unbekannter steckt Kneipengast viel Geld zu
10:21 Uhr

Auswandern? Deutlich weniger Deutsche zieht es in die USA - seit Trump regiert

Auswandern und in den USA leben? Der Traum ist zwar noch nicht ausgeträumt, aber die Fassade bröckelt unter US-Präsident Donald Trump: Deutlich weniger Menschen sind seit Anfang dieses Jahres aus Deutschland in die USA gezogen. Von Januar bis September wurden 17.100 Fortzüge gemeldet, rund 18 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum (20.800). Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden auf Basis vorläufiger Daten mitteilt, liegen die Zahlen damit auf dem niedrigsten Stand seit dem Corona-Jahr 2021. Mit der Amtseinführung am 20. Januar 2025 begann die zweite Amtszeit von US-Präsident Donald Trump.

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Donald Trump sitzt seit Januar 2025 wieder im Weißen Haus. (Foto: Evan Vucci/AP/dpa)

In die andere Richtung, also nach Deutschland, gibt es ein Plus: Im selben Zeitraum stieg die Zahl der Zuzüge aus den USA leicht an auf gut 19.300 - das ist ein Zuwachs von 3,4 Prozent. "Damit sind erstmals seit 2021 in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 mehr Menschen aus den USA nach Deutschland gezogen als umgekehrt", erklärten die Statistiker.

Auswandern? Deutlich weniger Deutsche zieht es in die USA - seit Trump regiert
09:32 Uhr

Putzkraft geht zur falschen Adresse - und wird erschossen

Wenn man die Headline liest, kann man sich schon denken, wo der tödliche Vorfall passiert ist: in den USA. In einem Vorort von Indianapolis geht eine 32 Jahre alte Putzkraft zu ihrem vermeintlichen Arbeitsort - die falsche Adresse. Was in Deutschland wahrscheinlich mit einem "Ach so, ich bin hier falsch, Entschuldigung!" geendet wäre, nimmt in Whitestown einen tödlichen Ausgang: Der Hausbesitzer schoss auf die Frau. "Plötzlich flog eine Kugel durch die Haustür", sagte der Ehemann der Getöteten, der in dem Moment bei ihr war., in einem Interview mit ABC-News: "Sie hätten zuerst die Polizei rufen sollen, bevor sie einfach so das Feuer eröffneten." Passiert ist das bereits in der vergangenen Woche, wie die Polizei mitteilt. Demnach hatte das Paar das Haus nicht betreten.

Besonders absurd aus deutscher Sicht: Es ist noch unklar, ob gegen den Todesschützen Anklage erhoben wird. Die US-Behörden erklärten mehreren Medienberichten zufolge, der Fall sei aufgrund der Selbstverteidigungsgesetze Indianas äußerst komplex. Nach dem dort geltenden "Stand Your Ground"-Gesetz haben Einzelpersonen das Recht, Gewalt, einschließlich tödlicher Waffen, anzuwenden, wenn sie sich in ihrem Zuhause bedroht fühlen. Ähnliche Gesetze gelten auch in etlichen weiteren US-Bundesstaaten.

Putzkraft geht zur falschen Adresse - und wird erschossen
08:50 Uhr

Bombenentschärfung zieht sich: Sprengmeister gibt Störern die Schuld

Für mehr als 14.000 Menschen in Osnabrück war das Wochenende ganz und gar nicht gemütlich: Sie mussten ihre Wohnungen verlassen, weil vier Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg unschädlich gemacht werden mussten. Zumindest der Sonntagabend hätte nicht ganz so unschön sein müssen - wenn die Störer nicht gewesen wären. Mehrfach hatten Menschen die Evakuierungszone missachtet und das bedeutet für die Sprengstoffexperten dann immer: Abbruch und warten.. So habe sich die Arbeit um mehr als drei Stunden verzögert, teilt die Stadt mit. Ein Sprengmeister sagte laut Mitteilung: "Wir hätten deutlich früher fertig sein können, wenn unsere Arbeit nicht so oft unterbrochen worden wäre." Dies sei extrem ärgerlich gewesen - und habe die Arbeit an den Blindgängern deutlich gefährlicher gemacht. Vielleicht ist manchen Menschen nicht so klar: Da wurde gestern kein Tischfeuerwerk entschärft, sondern unter anderem eine 1000-Pfund-Bombe mit massiver Sprengkraft.

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Zwei der vier Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg konnten entschärft werden. (Foto: picture alliance/dpa/Stadt Osnabrück)

Ein Mann war derart uneinsichtig, dass die Polizei ihn aus dem Sperrgebiet bringen musste. Der Störer hatte zuvor in den sozialen Medien kundgetan, dass er die behördliche Anordnung missachtet. Ein anderer Mann hatte nach eigenen Angaben verschlafen. Ob nun Störenfried oder Schlafmütze - das kann teuer werden: Oberbürgermeisterin Katharina Pötter von der CDU will die Störer mit ihrem Verhalten nicht davonkommen lassen. "Wir werden die Möglichkeiten, Bußgelder zu verhängen, konsequent ausschöpfen", so Pötter.

Bombenentschärfung zieht sich: Sprengmeister gibt Störern die Schuld
08:12 Uhr

Ministerin will Social Media erst ab 14 Jahren erlauben

Horrorfilme schauen, im Casino Geld verspielen oder sich eine brutale Schlägerei ansehen - das würden Eltern ihren Kindern eher nicht erlauben. Doch genau das gibt es alles im Internet. Niedersachsens Kultusministerin Julia Willie Hamburg will mehr Kinder- und Jugendschutz und dringt auf ein Mindestalter für Tiktok, Instagram und Co.. Die Grünen-Politikerin fordert eine Altersgrenze von 14 Jahren für Soziale Medien und eine wirksame Altersverifikation. "Denn es gibt kaum ein Kind, das in der fünften oder sechsten Klasse noch nicht mit massiven Gewaltvideos, Pornografie und menschenverachtenden, extremistischen Aussagen in Berührung gekommen ist", sagte Hamburg. "Das melden uns die Schulen. Wir müssen uns daher fragen, wie wir unsere Kinder schützen."

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Julia Willie Hamburg will ein Mindestalter für Social Media. (Foto: picture alliance/dpa)

Der Vorstoß der Niedersächsin hängt wohl mit einer Petition zusammen: Diese hatten mehr als 30.000 Menschen am Jahresanfang unterzeichnet. Deshalb berät der Petitionsausschuss des Bundestags öffentlich darüber. Allerdings sieht die Petition sogar ein Mindestalter von 16 Jahren vor.

Ministerin will Social Media erst ab 14 Jahren erlauben
07:36 Uhr

Nebelig starten wir in die neue Woche

Obacht auf den Straßen: Zwischenhoch "Wencke" bringt ganz viel Nebel. Neben schlechter Sicht wird es auch in einigen Teilen Deutschlands nass: Vom Erzgebirge bis in die Lausitz fällt etwas Regen. Ansonsten gibt es zwar trübe Wolkensuppe am Himmel, aber es bleibt meist trocken. Ganz im Süden zeigt sich später etwas die Sonne. Die Höchstwerte liegen zwischen 8 und 12 Grad.

Nebelig starten wir in die neue Woche
07:20 Uhr

Das wird heute wichtig

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Im brasilianischen Belém findet die UN-Weltklimakonferenz statt. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

viel zu selten beschäftigen wir uns mit einem sehr wichtigen Thema: der Klimakrise. Überschattet von Kriegen, wirtschaftlichen Schwierigkeiten und den besorgniserregenden Entwicklungen unter Trump in den USA bleibt kaum noch Zeit, sich um Erderwärmung und Treibhauseffekt Gedanken zu machen. Spätestens ab heute dürfte das Thema zumindest medial wieder etwas präsenter sein - doch welche Effekte wird die COP30 in Brasilien tatsächlich haben?

  • COP30 in Brasilien: In der Millionenstadt Belém im Amazonasgebiet beginnt die 30. Weltklimakonferenz der Vereinten Nationen. Die Gastgeber erwarten rund 50.000 Teilnehmer.

  • Kommt Sarkozy aus dem Gefängnis frei? Ein Berufungsgericht in Paris entscheidet, ob der in der Libyen-Affäre inhaftierte frühere französische Präsident Nicolas Sarkozy das Gefängnis wieder verlassen darf. Ahmed Al-Scharaa im Weißen Haus: Syriens Übergangspräsident trifft sich mit US-Präsident Donald Trump in Washington. Seit rund 80 Jahren ist kein syrischer Staatschef mehr im Weißen Haus empfangen worden.

  • Prozess um Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt: Der inzwischen 51-jährige Angeklagte raste am 20. Dezember 2024 in die Menschenmenge. Fünf Frauen und ein Kind kamen ums Leben, mehr als 300 Menschen wurden verletzt.

  • Experten-Anhörung zum Wehrdienst: Im Zuge der Bundestagsberatungen über die künftige Ausgestaltung des Wehrdienstes werden im Verteidigungsausschuss Experten angehört. Eingeladen sind unter anderem der Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer, der Chef des Bundeswehrverbands, André Wüstner, der Historiker Sönke Neitzel und der Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz, Quentin Gärtner. Die Sitzung ist öffentlich und wird per Livestream auf der Bundestagsseite übertragen.

  • Wie geht es für BSW-Chefin Sahra Wagenknecht weiter? Die Politikerin will am Nachmittag erklären, welche Rolle sie künftig in der Partei spielen möchte. Zu Spekulationen über ihren möglichen Rückzug vom Bundesvorsitz ihrer Partei hat die 56-jährige Gründerin bisher nur gesagt, sie werde sich weiter in "führender Position im BSW engagieren".

  • Prozess um Tod einer Zwölfjährigen in Klinik: Das Amtsgericht Detmold will voraussichtlich ein Urteil in dem Verfahren um den tödlichen Vorfall in einem Krankenhaus im Kreis Lippe verkünden. Zuvor sollen am zweiten Prozesstag drei Gutachter aussagen.

  • DFB-Team trainiert öffentlich: Mit einem Training vor 4.000 Fans startet Julian Nagelsmann in die Vorbereitung für die letzten Gruppenspiele in der WM-Qualifikation. Ganz so aufregend wird es wohl nicht: Es handelt sich um eine sogenannte Regenerationseinheit.

Bei Fragen, Hinweisen oder Kritik können Sie mir eine Mail schreiben an: johanna.ohlau(at)ntv.de.

Das wird heute wichtig
06:53 Uhr

31 Tote nach Gewaltausbruch in Gefängnis in Ecuador

Die Gefängnisse in Ecuador sind überfüllt und vollkommen heruntergekommen - und immer wieder Schauplatz tödlicher Gewaltausbrüche. Bei verschiedenen Zwischenfällen sind jetzt 31 Insassen ums Leben gekommen. Darunter waren 27 Häftlinge, die erhängt worden waren, wie die Gefängnisaufsichtsbehörde Snai mitteilt. Die genauen Umstände der Todesfälle sind noch unklar. "Die zuständigen Behörden arbeiten an der vollständigen Aufklärung der Ereignisse", teilt Snai mit. Zuvor hatte die Behörde bereits gemeldet, dass in der Haftanstalt in der Küstenstadt Machala bei Unruhen vier Häftlinge getötet worden seien. Zudem wurden 34 Menschen verletzt, darunter ein Polizist, wie der Fernsehsender Ecuavisa berichtet.

Ein-Hubschrauber-fliegt-ueber-dem-Zaun-des-Gefaengnisses-Inca-im-Norden-der-Hauptstadt-In-Ecuador-wird-nach-einem-Gangsterboss-gesucht-der-vermutlich-aus-einem-Gefaengnis-entkommen-ist-In-weiteren-Gefaengnissen-des-Landes-kam-es-zu-Aufstaenden
In den Gefängnissen in Ecuador gibt es rivalisierende Banden. (Foto: picture alliance/dpa)
31 Tote nach Gewaltausbruch in Gefängnis in Ecuador
06:08 Uhr

Explosion in Wohnhaus: Feuerwehr entdeckt Männerleiche

In einer Doppelhaushälfte in Oberbayern gibt es gestern Abend eine Explosion, ein Feuer bricht aus. Bei den Löscharbeiten finden die Einsatzkräfte eine Männerleiche. Der Bewohner des Hauses? Das ist noch unklar, aber der 59 Jahre alte Bewohner wird laut Polizei vermisst. Noch ist unklar, wie es zu der Explosion in dem Haus in Geisenfeld kam. Zeugen des Vorfalls in Geisenfeld waren dadurch aufmerksam geworden und hatten danach die Flammen gesehen. Die Bewohner der umliegenden Gebäude mussten ihre Wohnungen vorerst verlassen.

Explosion in Wohnhaus: Feuerwehr entdeckt Männerleiche