Leben

Smachnoho! Anastasia kocht heute sparsam

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Kennt jeder - nächtliche Hungerattacken.

(Foto: imago images/Shotshop)

Dass Anastasia sparsam kocht, ist nichts Neues, schließlich kann man als geflüchteter Mensch nicht aus dem Vollen schöpfen. Aber heute meint sie sparsam im doppelt und dreifachen Sinne: Sie behält etwas für die nächsten Tage zurück und spart damit auch noch Zeit.

Heute bereite ich eine Soße zu, die man, wenn man will, auch als Suppe essen kann - einfach, weil sie jeder, den ich kenne, sofort weglöffelt - vor allem aber nimmt man sie als Dip für Brot. Oder eben als "richtige Soße", die man zu Fleisch serviert. Mein Mann könnte sich da reinlegen, versichert er mir immer wieder.

Ich war in den letzten Wochen öfter mal schlaflos und dann denke ich immer an Essen, über Essen nach oder möchte auf der Stelle etwas essen. Auch dafür ist dieser Dip gut, weil er gesund ist, ohne Zucker und weil er satt und glücklich macht, ohne dass man zwangsläufig zunimmt. Ach ja, ich war schlaflos, weil ich immerzu auf Post warte, noch nie in meinem Leben habe ich so oft Post bekommen. Von Ämtern natürlich. Ich versuche wirklich, das alles korrekt zu erledigen, und wenn ich nicht weiter weiß, dann rufe ich meine deutsche Freundin an. Sie kann einfach alles, wenn ich sie nicht hätte! Ich wünsche jedem eine solche Freundin - auch wenn man kein Flüchtling ist.

Zurück zur Soße: Sie ist denkbar einfach. Alle Zutaten, also Tomaten, Karotten oder andere Gemüse - wir nehmen auch gern Zucchini, Paprika, Rote Bete oder was eben noch im Kühlschrank ist - klein hacken oder in einen Häcksler geben. Die Zwiebeln sollten sehr fein geschnitten werden.

Die Zwiebeln und das Gemüse in etwas Öl anbraten. Alles in einer Schüssel mit dem Tomatenmark vermengen und den Zitronensaft darübergießen. Je nachdem, wie intensiv der Zitronengeschmack sein soll, etwas mehr oder weniger als ein Glas Wasser dazugeben. Wer es sämiger mag, etwas Mehl oder Soßenbinder hinzufügen, aber wirklich ganz wenig. In unserer Familie lieben wir die Soße, wenn man die Stückchen der einzelnen Gemüse noch merkt. Sie können das Ganze aber auch in einen Smoothie-Mixer tun, dann wird alles cremiger. Die Soße einfach nur noch mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Wie gesagt, sollte etwas übrig sein, dann ab damit in den Kühlschrank, für nächtliche, kleine Fressanfälle oder regulär am nächsten Tag. Das war's für heute, ich muss los, zum Briefkasten. Smachnoho - guten Appetit.

Quelle: ntv.de

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