Audio

Wieder was gelernt Afrika pflanzt ein Weltwunder im Sahel

imago0090142083h.jpg

Der Sahel ist ein gewaltiges Trockengebiet, das sich zwischen Sahara und Äquator einmal quer durch Afrika erstreckt.

(Foto: imago images / Design Pics)

Die Sahelzone ist eigentlich erstaunlich fruchtbar. Aber das Bevölkerungswachstum in Afrika führt dazu, dass auch sie langsam austrocknet. Um Hunger und Armut zu stoppen, wollen die Anrainerstaaten deshalb eine "Große Grüne Mauer" quer durch Afrika pflanzen.

Früher war die Sahelzone in Afrika eine vergleichsweise fruchtbare Landschaft. Es gab viele Bäume und Sträucher. Die Menschen, die dort lebten, konnten den Boden beackern, ernten, weiterziehen - das war der Kreislauf. Bis das Bevölkerungswachstum im Sahel explodierte. Für die vielen Menschen gibt es seitdem nicht mehr genug fruchtbaren Boden.

Aber gerade arme Menschen brauchen die Landwirtschaft, um sich ernähren zu können, müssen Bäume und Sträucher für Feuerholz und zum Kochen abholzen. Dadurch haben sie unbeabsichtigt einen zerstörerischen Kreislauf gestartet: Der Sahel verlor sein Grün, der einst fruchtbare Boden trocknete aus, war überstrapaziert und übernutzt. "Das ist eine der größten vergessenen Krisen unserer Zeit", sagt Juliane Wiesenhütter von der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ). "Fast alles, was auf unsere Teller kommt, stammt von Boden ab, aber allein in Afrika sind zwei Drittel der Ackerböden bedroht und damit die Lebensgrundlage für Millionen von Menschen."

Aber aus dieser Katastrophe entstand eine Idee: Um Hunger und Armut zu stoppen, schlug der damalige nigerianische Präsident Olusegun Obasanjo im Jahr 2005 vor, eine "Große Grüne Mauer" quer durch Afrika zu pflanzen. Einen Wald vom Senegal im Westen bis Dschibuti im Osten. Am Welttag zur Bekämpfung der Wüstenbildung haben wir für den "Wieder was gelernt"-Podcast nachgefragt, was aus dem Projekt geworden ist.

Alle Folgen von "Wieder was gelernt" finden Sie in der ntv-App, bei Audio Now, Apple Podcasts und Spotify. Für alle anderen Podcast-Apps können Sie den RSS-Feed verwenden. Kopieren Sie die Feed-URL und fügen Sie "Wieder was gelernt" einfach zu Ihren Podcast-Abos hinzu.

"Wieder was gelernt" ist ein Podcast für Neugierige: Mit welcher Geheimwaffe wird in Wien gegen Corona gekämpft? Führt Corona zu mehr "Made in Germany"? Wer wird erster Billionär der Welt? Hören Sie rein und werden Sie dreimal die Woche ein bisschen schlauer.

Quelle: ntv.de