Mit 73 Jahren neu auf dem Platz

Das ist Deutschlands wohl älteste Fußballerin

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24.08.2025 | 12:36 UhrKarin Walk ist mit ihren 73 Jahren Deutschlands vermutlich älteste aktive Fußballerin. 2023 ist der Sport neu in ihr Leben getreten. Seitdem steht sie mit sportlichem Ehrgeiz und der nötigen Portion Gelassenheit auf dem Rasen.
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Sie ist 73 Jahre. Ja, man kann sagen jung. Denn Karin Valk steckt noch voll sportlicher Entdeckungslust. Es ist der Fußball, der ihr Leben jetzt neu beflügelt und sie so zur vermutlich ältesten aktiven Spielerin Deutschlands macht. Seit 2023 kickt die Berlinerin für den FC Arminia Tegel in der Bezirksliga. In ihrem Team wurde sie sofort herzlich aufgenommen. Man hätte ja auch sagen können In dem Alter wollen wir vielleicht nicht mehr so, aber ich bin hier sofort akzeptiert worden und gleich mit einbezogen und durfte gleich mitspielen. Ja, und das freut einen natürlich. Also der große Altersunterschied spielt für Sie und Ihre Teamkameraden im Eifer des Gefechts keine wirkliche Rolle. Dennoch muss sie natürlich Abstriche machen. Man kommt natürlich nicht mehr mit. Da sind wir mal ganz ehrlich. Also ich probiere, mein Bestes zu geben. Das macht hier jeder. Wirklich? Und wenn es mit dem Springen und dem Ball. Da bin ich natürlich etwas zurückhaltender. Und wenn wir dann Tempoläufe machen, bin ich natürlich hintenan, Da mache ich mir auch gar nichts vor. Aber ich gebe mein Bestes und versuche eben im Spiel zu stören, so gut wie es geht. Aber im Sprint habe ich natürlich keine Chance. Das weiß ich auch. Ja. Trotzdem steckt Ehrgeiz in mir. Und sie weiß genau, woran sie arbeiten muss. Das ist vielleicht noch öfter an den Ball komme, weil ich meine Technik verbessern muss. Weil ich ja wirklich erst vor kurzem angefangen habe. Und wenn ich nicht so schnell bin, muss ich wenigstens in der Technik besser werden. Im Team genießt sie deshalb großes Ansehen. Ja, ich bin überrascht, dass sie so krass mithilft und dass sie mittwochs und freitags 90 Minuten auf dem Platz steht und mittrainiert ist. Also sie hat meinen Respekt. Auf jeden Fall. Die Idee, Fußball zu spielen, hat sie von ihrer Tochter Stefanie. Aber die macht sich manchmal auch Sorgen. Wenn man, wenn man dann blöd fällt, ist halt anders, als wenn man weiß ich nicht. Mitte 20 ist und fällt. Da mache ich mir manchmal schon Sorgen. Aber es macht riesig Spaß und ich habe da kein schlechtes Gewissen. Aber es ist mir auf jeden Fall ein Vorbild. Also ich weiß, dass sie so fit ist, weil sie sich ihr Leben lang bewegt hat. Seit ihrer Jugend treibt Karin täglich Sport, Reiten, Ski, Leichtathletik. Sie probierte schon immer gern Neues aus, und im Ruhestand suchte sie sich für jeden Wochentag eine andere Sportart aus. Denn Stillstand ist so gar nicht Karins Ding. Ich kann nicht still sitzen. Also natürlich kann ich still sitzen, mich konzentrieren und auch mal eine Prüfung machen. Ja, natürlich kann ich das. Aber ich bin nicht die Frau, die abends vorm Fernseher sitzt. Das geht nicht. Also ich gucke dann zwischendurch mal, was gibt es Also Vorabends ist ja sowieso nicht an, dann guckt man zwischendurch mal, die Filme sind heute sowieso so, dass man jederzeit wieder einsteigen könnte. Ich mache immer irgendwas anderes nebenbei. Also ich sitze nicht so gerne still, es fällt mir schwer und. Nirgendwo kann sie so gut abschalten wie beim Fußball, sagt sie. Der Sport hilft ihr auch, den Tod ihres Mannes zu verarbeiten. Konzentration, Teamgeist und Bewegung geben ihr neue Kraft.
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