Premier League zieht davon
Transferphase des FC Bayern - ein "würdeloses Theater"

02.09.2025 | 20:53 UhrEnglische Mittelklasseklubs werfen mit Millionen um sich, und der FC Bayern wirkt im Vergleich ratlos. Wunschspieler gehen zur Premier League, der eigene Kader wackelt. Am Ende bleibt nur eine teure Leihe. "11Freunde"-Chefredakteur Philipp Köster analysiert die Transferpolitik der Münchner und findet klare Worte.
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Wahrscheinlich das teuerste Transferfenster jemals. Darüber sprechen wir jetzt mit Philipp Köster, Chefredakteur vom Fußballmagazin Elf Freunde. 150 Millionen ? wurden für Stürmer Alexander Isak ausgegeben. Damit stellt der FC Liverpool einen neuen Rekord auf. Was sagen denn diese Summen über den Fußball im Moment?
Das ist ein Transfermarkt, der völlig aus den Fugen ist. Angefeuert von Staatskonzernen wie beispielsweise bei Newcastle und Investoren und unendlich großen Fernsehgeldern, wird das Geld aus dem Fenster rausgeschmissen. Wir erinnern uns In der Krise hieß es immer noch Ja, wir wollen jetzt ein bisschen sparen und Maß halten. Davon kann gar keine Rede mehr sein.
Es sind, wie du sagst, zwei Welten entstanden. Auf der einen Seite haben wir die englische Premier League, auf der anderen Seite der Rest Europas. Selbst die Bayern können da nicht mehr mithalten. Was glaubst du, wie? Wie könnte es weitergehen?
Das wird sich noch mal verschärfen. Wir sehen einfach, dass die Premier League inzwischen jenseits jeder Kategorie ist, wenn man die anderen europäischen Topligen messen würde. Dort wird Geld selbst von Aussteigern herausgeballert, was teilweise auch deutsche Spitzenklubs nicht zur Verfügung haben. Wir sehen Burnley. Wir sehen Sunderland. Wir sehen ganz, ganz viele Clubs, die unendlich viel Geld ausgeben. Diese Kluft, die wird sich eher noch verbreitern als verschmälern. Insofern sollten wir nicht auf die Premier League gucken, sondern gucken, dass die Bundesliga an sich als Liga glaubwürdig bleibt.
Dann schauen wir auf die Bundesliga. Der FC Bayern hatte Spiele, viele Spieler verkauft und Wunschspieler wie Wirtz und Wollte Mane entschieden sich aber für die Premier League und nicht für die Bayern. Am Ende gab es dann noch eine ziemlich teure Leihe für die Münchner. Was sagt das aus über die Transferpolitik an der Säbener Straße?
Das ist überhaupt keine Struktur. Beim FC Bayern gibt es war teilweise ziemlich peinliches Theater, insbesondere dieses würdelose Zerren um Nick Wollemade. Nun hat man das Gefühl, dass man den ganzen Markt abgegrast hat. Um irgendwie einen einigermaßen satisfaktionsfähigen Stürmer zu finden. Hat man natürlich mit Jackson am Ende gefunden. Aber dass man so unendlich viel Geld für den zahlt, für eine Leihe noch nicht mal, dass einem der Spieler dann gehört, Das ist wirklich peinlich und stellt allen Verantwortlichen, auch Uli Hoeneß, auch Christoph Freund als auch natürlich Max Eberl kein gutes Zeugnis aus.




























