Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 02:23 Ramelow für komplette Öffnung im Herbst +++

Kurz vorm nächsten Bund-Länder-Gipfel hat sich Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow von der Linken für eine umfassende Öffnung des gesellschaftlichen Lebens im Herbst ausgesprochen. "Ich glaube, wir können das Risiko der kompletten Öffnung im Herbst eingehen", sagte Ramelow der "Rheinischen Post". Man habe dieses Jahr eine höhere Resilienz durch den Impfstoff, wisse aber auch, dass sich 20 bis 25 Prozent der Bevölkerung nicht impfen lassen werden. "Die müssen das Risiko dann selbst tragen und verantworten. Wir haben in Thüringen, Stand jetzt, wahrscheinlich zwei Impftote. Das bedauere ich sehr und wir unterstützen auch Angehörige. Aber bei zwei zu einer Million sind die Risiken abschätzbar und erklärbar." Normalität heiße, mit Risiken zu leben. Der Staat müsse entsprechend Vorsorge treffen, wenn die Infektionen wieder ansteigen.

+++ 01:16 Spahn will ab Juli 5,50 Euro weniger pro Schnelltest erstatten +++
Nach Betrugsfällen in Testzentren sollen die Kontrollen verschärft und die staatliche Kostenerstattung verringert werden. Private Betreiber von Teststellen sollen vom 1. Juli an nicht mehr 18 Euro, sondern nur noch bis zu 12,50 Euro pro Schnelltest abrechnen können, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe aus dem Entwurf einer neuen Corona-Testverordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn von der CDU berichten. In der künftigen Erstattungssumme seien acht Euro für die Dienstleistung und bis zu 4,50 Euro für Sachkosten enthalten. Zudem würden die Kassenärztlichen Vereinigungen verpflichtet, mehr Kontrollen durchzuführen. "Die Kassenärztliche Vereinigung hat stichprobenartig und, sofern dazu Veranlassung besteht, gezielte Prüfungen durchzuführen."

+++ 00:20 Kretschmer fordert Kostenanalyse der Pandemie +++
Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer von der CDU erwartet von der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag eine Bilanz der Corona-Bekämpfung und eine ehrliche Analyse der Finanzsituation. "Wir müssen offen über die Probleme, die Traumata, die Lage der Kinder und Jugendlichen sprechen. Auch über die Kosten dieser Pandemie von 400 Milliarden Euro", sagt Kretschmer dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Viele neue Leistungsgesetze in den vergangenen Jahren und die Anstrengungen in dieser Pandemie hätten Deutschland in eine Situation gebracht, "dass keine nennenswerten großen neuen Sozialausgaben mehr zu schultern sind in den nächsten Jahren". Die Schulden dürften nicht den nachfolgenden Generationen aufgebürdet werden. "Das muss unsere Generation zurückzahlen."

+++ 23:41 Scholz vermeidet klare Rücktrittsforderung an Spahn im Maskenstreit +++
Im Gegensatz zur SPD-Spitze hat SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz im Streit um die Verteilung von angeblich weniger geprüften Corona-Schutzmasken eine klare Rücktrittsforderung an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn von der CDU vermieden. "Ich sage, dass es jetzt Fragen zu beantworten gibt", sagte der Bundesfinanzminister in der ARD-Sendung "Maischberger. Die Woche". Zum Rücktritt forderte er Spahn aber trotz mehrfacher Nachfrage nicht auf. Von der SPD-Spitze hatte es zuvor scharfe Angriffe mit konkreten Rücktrittsforderungen an den Gesundheitsminister gegeben.

+++ 22:33 Frankreichs Premier muss in Quarantäne +++
Frankreichs Premierminister Jean Castex muss in Corona-Isolation. Seine Frau war zuvor positiv auf das Virus getestet worden, wie die französische Nachrichtenagentur AFP mit Verweis auf sein Amt berichtete. Castex wird sich demnach eine Woche lang isolieren. Ein erster Corona-Test bei ihm sei negativ gewesen. Der 55-Jährige ist bereits einmal gegen das Coronavirus geimpft.

+++ 21:59 Masken-Streit in der GroKo: Söder denkt laut über Heil-Rücktritt nach +++
Im schwarz-roten Streit um Corona-Schutzmasken von angeblich zweifelhafter Qualität erhöht CSU-Chef Markus Söder den Druck auf SPD-Arbeitsminister Hubertus Heil. "Sollten die Vorwürfe so nicht stimmen, (...) müsste diskutiert werden, ob Hubertus Heil noch im Amt bleiben kann", sagte der bayerische Ministerpräsident am Mittwochabend in der ARD-Sendung "Maischberger. Die Woche". Söder betonte, er könne nicht beurteilen, ob die Vorwürfe stimmten, gleichwohl vertraue er der Einschätzung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die sich eindeutig hinter Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) gestellt habe.

+++ 21:32 Deutschland macht so wenig PCR-Tests wie seit August 2020 nicht +++
In der vergangenen Woche wurden in Deutschland noch 871.457 PCR-Tests durchgeführt, wie aus den von Laboren beim Robert-Koch-Institut gemeldeten Angaben hervorgeht. Damit wurden in der zweiten Woche in Folge weniger als eine Million Menschen getestet - und so wenige wie zuletzt im August 2020. Der Anteil der positiven Tests an den insgesamt durchgeführten sank in der siebten Woche in Folge und liegt nun bei 3,12 Prozent. Das ist der niedrigste Wert seit Mitte Oktober 2020.

+++ 21:04 USA kaufen offenbar 500 Millionen Biontech-Dosen für den Rest der Welt +++
Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will die US-Regierung übereinstimmenden Medienberichten zufolge 500 Millionen Impfdosen erwerben und sie an andere Länder spenden. Das Weiße Haus habe sich entsprechend mit den Pharmakonzernen Pfizer und Biontech geeinigt, berichtete unter anderem die "Washington Post" unter Berufung auf mehrere mit den Plänen vertraute Personen. Laut "New York Times" sollen die Impfdosen im Laufe der kommenden zwei Jahre an etwa 100 Länder verteilt werden.

+++ 20:32 Aktuelle Datenlage: Länder melden 3333 neue Fälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.707.299 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 3333 neue Fälle hinzu. Das sind 1638 Fälle weniger als am Mittwoch vor einer Woche. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 107 auf 89.525. Am Mittwoch der Vorwoche waren 191 Menschen gestorben. Als aktuell infiziert gelten rund 60.000 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,72 angegeben (Vortag: 0,69). Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,74 (Vortag: 0,71). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 1598 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 1042 davon werden beatmet. Rund 4300 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

+++ 20:08 Milliarden-Deal: USA wollen experimentelles Corona-Medikament kaufen +++
Die US-Regierung hat einen milliardenschweren Vorvertrag mit dem US-Pharmakonzern Merck & Co. (MSD) zum Kauf eines experimentellen Corona-Medikaments abgeschlossen. Sollte die von MSD gegen Covid-19-Erkrankungen entwickelte Pille Molnupiravir eine notfallmäßige oder vollständige Zulassung durch die US-Behörden erhalten, würden die USA für rund 1,2 Milliarden Dollar 1,7 Millionen Behandlungseinheiten des Medikaments bestellen, verkündete das Gesundheitsministerium in Washington. Molnupiravir befindet sich derzeit in Phase 3 der klinischen Tests. Die Studienergebnisse werden für den Herbst erwartet. Die Behandlung mit Molnupiravir dauert fünf Tage. Vorläufige Ergebnisse hatten gezeigt, dass sich die Virenlast bei Corona-Patienten bis zum fünften Behandlungstag erheblich reduziert hatte. In der Kontrollgruppe war dies nur bei rund einem Viertel der Testpersonen der Fall gewesen. Molnupiravir wurde auch in klinischen Studien gegen Viruserkrankungen wie Influenza und Ebola getestet, ist jedoch gegen diese Krankheiten nicht zugelassen.

+++ 19:33 An Corona gestorben? Frachter von totem Kapitän irrt um die halbe Welt +++
Seine letzte Reise ist eine wahre Odyssee: Weil der Kapitän an Covid-19 gestorben sein könnte, ist der italienische Containerfrachter "Ital Liberia" in den vergangenen Wochen an mehreren asiatischen Häfen abgewiesen worden. Nachdem Crewmitglieder bei der Abfahrt im südafrikanischen Durban bereits Anfang April positiv auf das Coronavirus getestet worden waren, sollte die Mannschaft eigentlich in Jakarta in Quarantäne gehen. Dann habe die Hauptreederei Evergreen jedoch mitgeteilt, dass der Kapitän gestorben sei. Das bestätigte auch das italienische Außenministerium. Eine Todesursache wurde nicht genannt. Hapag-Lloyd teilte nun mit, dass das Schiff auf dem Weg in die italienische Heimat sei.

+++ 19:05 Heftiger Masken-Zoff im Bundestag: "Ihr Schreien bestätigt, dass ich recht habe" +++
Die einen reden von einer forcierten und konstruierten Debatte, die anderen von menschenunwürdigem Verhalten. In der aktuellen Stunde zur Masken-Affäre liefern sich Parteivertreter einen verbalen Schlagabtausch.

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+++ 18:44 EU und USA wollen Exporthürden für Impfstoff abbauen +++
Die EU und die USA wollen Exporthürden bei der Ausfuhr von Corona-Impfstoffen und Medikamenten gegen das Virus verringern. Das geht aus einem gemeinsamen Entwurf für das Gipfeltreffen am Dienstag hervor. Das Dokument kann allerdings noch abgeändert werden. Eine gemeinsame Task Force soll darüber wachen, dass Lieferketten offengehalten und "unnötige Export-Beschränkungen" vermieden werden. Tenor des Papiers ist es, dass freiwilliges Teilen von Technologie wichtig ist, um die Produktion hochzufahren. Der von US-Präsident Joe Biden vor einiger Zeit vorgebrachte Vorschlag, den Patentschutz für Corona-Impfstoffe zeitweise aufzuheben, findet sich in dem Entwurf allerdings nicht.

+++ 18:20 Bei Inzidenz von 75: Belgien öffnet Kinos, Innengastro und Co. +++
Kneipen, Kinos, Fitnessstudios: Belgien hat dank abnehmender Infektionszahlen am Mittwoch die Corona-Regeln deutlich gelockert. So sind in dem von der Pandemie zeitweise hart getroffenen Land ab sofort neben Terrassen auch die Innenräume von Restaurants geöffnet, aber nur an Vierertischen und mit Hygieneauflagen. Zuhause darf man ebenfalls vier Personen empfangen. Neben Sporteinrichtungen dürfen auch Kinos den Betrieb wieder aufnehmen, kulturelle Veranstaltungen mit bis zu 200 Menschen sind mit Sicherheitsregeln drinnen wieder möglich. In Brüssel entfällt die allgemeine Maskenpflicht draußen - sie gilt allerdings weiter an besonders belebten Orten sowie in Läden und öffentlichen Verkehrsmitteln. Arbeitnehmer dürfen nun wieder einen Tag die Woche ins Büro, für den Rest der Zeit ist immer noch Heimarbeit Pflicht.

+++ 17:54 Kretschmer: Hoffe, dass Spahn auch in nächster Regierung sitzt +++
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer von der CDU setzt darauf, dass Gesundheitsminister Jens Spahn trotz Kritik an seiner Amtsführung in der Corona-Krise auch der nächsten Bundesregierung angehören wird. Auf die Frage, ob eine Fehleranalyse fällig sei, sagte Kretschmer dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: "Jens Spahn ist ein sehr engagierter Politiker. Ich hoffe, dass er in der nächsten Bundesregierung wieder dabei ist." Kretschmer verteidigte seinen Parteifreund auch in der Debatte um eine mögliche Abgabe von Masken aus China an Heime für Obdachlose und Menschen mit Behinderung. Die SPD wirft Spahn vor, Masken zweiter Klasse angeboten zu haben, der Minister weist das zurück. Kretschmer, der auch CDU-Präsidiumsmitglied ist, sagte über Spahn: "Er hat Steherqualität - auch gegen die Boshaftigkeit der SPD." Die SPD verliere als Volkspartei immer mehr an Boden und verhalte sich deswegen wie ein schlechter Verlierer.

+++ 17:31 Auch Deutschlands zweitgrößtes Volksfest fällt erneut aus +++
Nach der Absage des Münchner Oktoberfests wegen des Coronavirus findet auch das Cannstatter Volksfest in Stuttgart erneut nicht statt. Das teilte Stadtsprecher Sven Matis über Twitter mit. Das zweitgrößte Volksfest in Deutschland war vom 24. September bis zum 10. Oktober 2021 geplant. Vor Corona haben jedes Jahr rund vier Millionen Menschen die Cannstatter Wasen besucht. Schausteller und Marktkaufleute mit Ständen und Fahrgeschäften sollen in der City präsentieren dürfen und der Weihnachtsmarkt wird verlängert, heißt es von der Stadt. Anders als in München, wo die Entscheidung über das Oktoberfest bereits Anfang Mai gefallen war, hatte die Stadt Stuttgart zuletzt immer wieder betont, sie werde zum "spätmöglichsten Zeitpunkt" entscheiden.

+++ 17:16 Hitlergruß und Spachtel: Mann attackiert Mitarbeiter von Testzentrum +++
Ein Mann hat in Berlin zwei Mitarbeiter einer Corona-Teststelle bedroht und verletzt. Zuvor sei dem 25-Jährigen ein Test verweigert worden, nachdem er sich nicht ausweisen wollte, teilte die Polizei mit. Der Mann habe daraufhin einen Spachtel gezogen und damit einen 51 Jahre alten Mitarbeiter bedrängt, als der ihn der Teststelle in einem Einkaufszentrum im Stadtteil Marzahn verweisen wollte. Beim Versuch, das Werkzeug abzuwehren, erlitten der Mitarbeiter und eine 36 Jahre alte Kollegin Verletzungen an der Hand. Als ein Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes den 25-Jährigen zum Ausgang brachte, soll der rechte Parolen gerufen und mehrfach den Hitlergruß gezeigt haben. Auch von den eintreffenden Polizisten ließ er sich nicht beruhigen, zückte ein Cutter-Messer und lief damit wieder in Richtung des 51-Jährigen. Die Beamten brachten den Mann daraufhin zu Boden und nahmen ihn fest. Das Landeskriminalamt hat die Ermittlungen zu dem Vorfall vom Dienstagmorgen übernommen.

+++ 16:56 Merkel: Arbeitgeber haben großen Anteil an Entspannung der Corona-Lage +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht immer deutlichere Zeichen der Entspannung in der Corona-Krise. Die CDU-Politikerin sagte, die Zahl der Arbeitslosen sinke, ebenso wie die Zahl der Kurzarbeiter. Die Konjunkturerwartungen seien besser geworden, im Einzelhandel zum Beispiel stiegen die Umsätze wieder. "Die derzeit deutlich sinkenden Infektionsraten machen Mut und zeigen, wie sehr unsere Maßnahmen und Verhaltensregeln wirken." Merkel äußerte sich in einer Grußbotschaft bei einem Festakt für den im März aus dem Amt geschiedenen langjährigen Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Eric Schweitzer . Merkel sagte, die Unternehmen hätten mit Homeoffice und regelmäßigem Testen zu dem Erfolg ganz wesentlich beitragen. Gerade flächendeckende Tests seien für eine vorzeitige Erkennung und Unterbrechung der Infektionsketten von entscheidender Bedeutung. Hinzu komme die Impfkampagne, bei der nun nach und nach die Betriebsärzte einbezogen seien.

+++ 16:28 Hygienemängel und falsche Abstriche: Bayern macht drei Teststationen dicht +++
Nach Kontrollen des Gesundheitsamts sind im bayerischen Landkreis Landsberg am Lech drei Corona-Teststationen geschlossen worden. Abstriche seien falsch durchgeführt worden und deshalb unbrauchbar gewesen, sagte ein Sprecher des örtlichen Landratsamts. Als weiteren Grund für die Schließung nannte das Landratsamt Hygienemängel. Demnach wurden Tests unsachgemäß gelagert und entsorgt. Verwendete Desinfektionsmittel stellten sich als nicht zugelassen und nicht wirksam heraus.

Auch im hessischen Gießen ordneten die Behörden wegen Mängeln die Schließung einer Teststation an. Bei einer unangekündigten Kontrolle war hier unter anderem aufgefallen, dass Mitarbeiter nötige Qualifikationen nicht nachweisen konnten.

+++ 15:55 Charité-Studien: Impfung bei Älteren weniger effizient +++
Forscher der Berliner Charité haben eine Erklärung dafür gefunden, warum es trotz zweifacher Impfungen immer noch Corona-Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen gibt. Das Immunsystem von alten Menschen reagiere weniger effizient auf die Impfung als das von jüngeren, teilte die Charité nach zwei im Fachblatt "Emerging Infectious Diseases" veröffentlichten Studien mit. Deshalb sei es besonders wichtig, dass Pflegepersonal und Besucher immunisiert seien. Darüber hinaus blieben Hygienemaßnahmen und Tests wichtig. Mittelfristig komme auch eine weitere Auffrischimpfung für ältere Menschen infrage, um deren Impfschutz zu verbessern. Für eine Untersuchung arbeiteten die Wissenschaftler einen Ausbruch in einer Berliner Pflegeeinrichtung vom Februar auf. Dabei hatten sich - neben 11 Pflegekräften ohne vollständigen Impfschutz - rund 20 Bewohner mit Sars-CoV-2 in der Variante Alpha (B.1.1.7) angesteckt. Bis auf vier von ihnen waren alle vollständig mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer geimpft. Die vier Ungeimpften erkrankten so schwer, dass sie in einem Krankenhaus behandelt werden mussten. Nur rund ein Drittel der Geimpften hatte Krankheitszeichen wie Husten oder Atemnot. Zwei geimpfte Bewohner starben laut Charité, aber vermutlich nicht ursächlich an Covid-19.

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+++ 15:26 Zu wenig Infizierte - Curevac hofft auf genug Daten bis Ende des Monats +++
Das Pharmaunternehmen Curevac hofft auf genügend Daten für eine Zulassung seines Corona-Impfstoffs bis Ende Juni. Das berichtete die "Augsburger Allgemeine" unter Berufung auf eine Firmensprecherin. Demnach verzögert sich der Zeitpunkt, weil sich im Rahmen der entscheidenden klinischen Zulassungsstudie bisher noch nicht genügend Teilnehmer mit dem Coronavirus infizierten. Nach Angaben der Sprecherin gegenüber der Zeitung wird für das finale Datenpaket eine Mindestzahl von 160 Infizierten unter den rund knapp 40.000 Teilnehmern benötigt. Aktuell sind es aber erst 111. Der Wirkstoff von Curevac befindet sich seit Februar in einem sogenannten rollierenden Zulassungsverfahren bei der europäischen Arzneimittelbehörde EMA. Ursprünglich kalkulierte das Unternehmen mit einer Zulassung im Mai oder Juni.

+++ 15:01 "Wir trauen uns " - Kieler Woche soll mit Hunderttausenden Besuchern stattfinden +++
Angesichts der sich entspannenden Corona-Lage soll die Kieler Woche in diesem Jahr (4. bis 12. September) wieder größer ausfallen. "Insgesamt kommen wir wieder deutlich näher ans Original", sagte Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer von der SPD. "Dieses Mal gibt es eigentlich Kieler Woche pur - aber mit ein paar Regeln." Denkbar seien Einlasskontrollen oder Kapazitätsbegrenzungen an bestimmten Plätzen. "Wir trauen uns im Moment, groß zu planen." Als grobe Richtlinie sei derzeit die Hälfte der herkömmlichen Größe des Festes angedacht. 2020 hatte Corona die Veranstalter veranlasst, auf ein Volksfest mit viel Musik und Trubel zu verzichten. Unter normalen Bedingungen hatte die Kieler Woche noch 2019 mehr als 3,5 Millionen Besucher aus gut 70 Ländern angelockt.

+++ 14:33 Regierung zahlt Firmen im Sommer Teil der Personalkosten +++
Die Bundesregierung will Unternehmen einen Anreiz bieten, Mitarbeiter einzustellen oder aus der Kurzarbeit zu holen. Damit solle die konjunkturelle Erholung von der Corona-Krise beschleunigt werden, sagte Wirtschaftsminister Peter Altmaier von der CDU. Firmen könnten für einige Monate mit einer Neustart-Prämie rechnen. Dies sei nicht als längere Subventionierung gedacht. Es solle am Anfang helfen, wenn es sich sonst noch nicht rechnen würde, Personal aufzustocken. Konkret können Unternehmen, die einen Corona-bedingten Umsatzeinbruch nachweisen können, einen Zuschuss auf die Personalkosten bekommen. Berücksichtigt wird dabei die Differenz der Personalaufwendungen im Juli im Vergleich zum Mai 2021. Im Juli sollen Betriebe darauf einen Zuschuss von 60 Prozent erhalten, im August von 40 Prozent und im September von 20 Prozent. Danach wird diese Hilfe nicht mehr gewährt.

+++ 14:01 Quote der Erstimpfung steigt auf 46,5 Prozent +++
Die Zahl der verabreichten Impfdosen erreicht wieder die Spitzenwerte aus der Vorwoche oder die bisherigen Rekordzahlen von Mitte Mai. Am Dienstag wurden den Daten aus dem offiziellen Impfquoten-Monitoring zufolge insgesamt 988.333 Impfdosen verabreicht. Die Impfquote der mindestens einmal Geimpften steigt damit auf 46,5 Prozent. 22,8 Prozent der Einwohner Deutschlands sind mittlerweile komplett geimpft. Die Gesamtzahl mindestens einmal Geimpfter umfasst alle Personen, die Erstimpfungen mit den Impfstoffen von Biontech, Moderna oder Astrazeneca oder eine Impfung mit dem Impfstoff Janssen erhalten haben. Als vollständig geimpft gelten alle Personen, die Zweitimpfungen mit Biontech, Moderna oder Astrazeneca oder eine Impfung mit Janssen erhalten haben. Die Impfungen mit Janssen sind daher sowohl in der Gruppe "mindestens einmal geimpft" als auch in der Gruppe "vollständig geimpft" enthalten. Sie werden für die Gesamtzahl der verabreichten Impfungen jedoch nur einmal gezählt.

+++ 13:37 Digitaler Impfpass ab Donnerstag im Einsatz +++
Der digitale Impfpass soll ab Donnerstag in Deutschland in den Einsatz kommen. Das sagt ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Mit dem digitalen Impfpass sollen Nutzer leichter nachweisen können, dass sie bereits ausreichend gegen Corona geimpft sind. Dies gilt etwa für die Reisebranche als wichtig.

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+++ 13:11 Niederlande heben PCR-Testpflicht für Einreisen aus Deutschland auf +++
Die Niederlande nehmen die Einstufung Deutschlands als Corona-Hochrisikogebiet zurück. Damit entfällt von Donnerstag (10. Juni) an für Einreisende aus Deutschland mit einem Aufenthalt von mehr als zwölf Stunden die Pflicht eines negativen PCR-Testes. Das teilt das NRW-Europaministerium mit. NRW-Minister Stephan Holthoff-Pförtner begrüßt die Entwicklung: "Die geforderten PCR-Tests waren für die Bürgerinnen und Bürger aufwendig und kostspielig. Das Grenzgebiet kehrt Schritt für Schritt zur Normalität zurück." Allerdings müssten Reisende und Pendler weiter vorsichtig sein, mahnt er. Deutschland gilt in den Niederlanden demnach nun als Risikogebiet.

+++ 12:46 Japan will bis spätestens November alle Willigen impfen +++
Japan will die Corona-Impfung aller Willigen bis Oktober oder November abschließen. Dies teilt Ministerpräsident Yoshihide Suga mit. Japan hinkt bei den Impfungen gegen das Coronavirus anderen Industrieländern hinterher. Weniger als 50 Tage vor dem geplanten Beginn der Olympischen Spiele in Tokio sind erst etwa elf Prozent der Bevölkerung mindestens ein Mal geimpft. In der Bevölkerung gibt es entsprechend Vorbehalte gegen die Austragung der Spiele.

+++ 12:21 Grüne fordern in Maskendebatte Akteneinsicht +++
Die Grünen im Bundestag fordern im Fall möglicherweise minderwertiger Schutzmasken aus China ein Recht für die Fraktionen des Bundestags, die entsprechenden Akten der Regierung einzusehen. Berichte aus den Ländern über fehlerhafte Masken aus Beständen des Bundes legten nahe, "dass mit diesen Masken etwas nicht stimmt", sagt die Grünen-Fraktionsvize Maria Klein-Schmeink. Zudem müsse es eine Nachprüfung der Masken geben, die in der Nationalen Reserve Gesundheitsschutz gelagert werden sollen. Klein-Schmeink sagt, sichergestellt werden müsse, dass die Reserve nicht zum Milliardengrab werde. "Darum fordern wir, dass diese Masken unverzüglich auf der Grundlage von etablierten Standards nachgeprüft, zertifiziert und somit verkehrsfähig gemacht werden."

+++ 11:57 Russland meldet die meisten Neuinfektionen seit drei Monaten +++
Russland meldet mit 10.407 Corona-Neuinfektionen die höchste Zahl seit Anfang März. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen laut Angaben der Task-Force der Regierung binnen 24 Stunden auf über 5,15 Millionen. Die Zahl der Toten erhöhte sich demnach um 399 auf 124.895. Die Statistikbehörde, die separate Zahlen ermittelt, spricht von rund 270.000 Toten zwischen April 2020 und April 2021.

+++ 11:33 Hausärzte plädieren für Impfung von Jugendlichen in Praxen +++
Die Hausärzte plädieren für eine Impfung von Jugendlichen ab zwölf Jahren vor allem in Arztpraxen: Sollte die Ständige Impfkommission die Impfung nur für Kinder und Jugendliche mit Vorerkrankungen empfehlen, könne in den Praxen am besten beurteilt werden, wer dazu zähle, sagt Verbandschef Ulrich Weigeldt der Nachrichtenagentur Reuters. In den Praxen sei die Krankheitsgeschichte von Patienten bekannt. Ärztinnen und Ärzte könnten deshalb zusammen mit Patienten gemeinsam Risiken und Nutzen einer Impfung abwägen. Die STIKO will am Donnerstag ihre Empfehlung für die Impfungen der Altersgruppe von 12 bis 17 abgeben.

+++ 11:05 SPD stellt Spahn Zeugnis aus: "Unterdurchschnittlich" +++
Die SPD im Bundestag legt bei ihrer Kritik an Gesundheitsminister Jens Spahn nach. Die SPD-Fraktion sei "empört" darüber, dass vulnerablen Gruppen bei den Masken zweite Klasse angeboten worden sei, sagt der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Carsten Schneider, in Berlin. Das Gesundheitsministerium hatte 2020 vorgeschlagen, bestimmte Masken aus China auch an Heime für Obdachlose und Menschen mit Behinderung zu geben. Spahn hatte Vorwürfe zurückgewiesen, nach denen diese Masken minderwertig seien. Die Masken sollen nun für eine nationale Notreserve verwendet werden. Schneider fordert, die Masken vorher zu testen. Einen Sonderermittler des Bundestags, wie ihn die FDP gefordert hatte, sieht Schneider nicht für nötig an. Die Ausschüsse des Bundestags könnten Aufklärung leisten, sagt er. Schneider sagte, "dass die Gesamtleistung des Gesundheitsministers, insbesondere was Test etc. betrifft, unterdurchschnittlich ist". Bei den Bürgertests habe die SPD bereits früh darauf hingewiesen, dass die entsprechende Verordnung Spahns eine Einladung zu Betrug sei. Anbieter von Bürgertests sollen teils betrogen haben.

+++ 10:57 Corona-Warn-App zeigt auch digitalen Impfnachweis +++
Der geplante digitale Impfnachweis in Deutschland kann künftig auch in der offiziellen Corona-Warn-App des Robert-Koch-Instituts angezeigt werden. Die Macher der Tracing-App veröffentlichten die aktuelle Version 2.3.2 in den App-Stores von Apple und Google. Es kann jedoch einige Stunden dauern, bis das Update für alle Anwenderinnen und Anwender sichtbar ist. Die Ausgabe der digitalen Impfnachweise in Deutschland soll noch im Juni starten.

+++ 10:27 Virologe Streeck: "Werden eher zu viele Impfstoffe als zu wenig haben" +++


+++ 09:58 Insider: Kabinett verlängert Kurzarbeitregeln +++
Die Bundesregierung verlängert Sonderregeln für Kurzarbeit in der Corona-Pandemie um drei Monate bis Ende September. Das Kabinett gibt grünes Licht für eine entsprechende Verordnung von Arbeitsminister Hubertus Heil, wie Reuters von einem Regierungsvertreter erfuhr. Damit bekommen Arbeitgeber weiterhin die Sozialbeiträge bei Kurzarbeit in voller Höhe von der Bundesagentur für Arbeit (BA) erstattet. Zudem bleiben die Hürden für die Inanspruchnahme von Kurzarbeit abgesenkt. So müssen nur mindestens zehn Prozent der Beschäftigten im Betrieb vom Arbeitsausfall betroffen sein, wenn Kurzarbeit angemeldet wird. Die Mehrkosten für die BA werden laut der Reuters vorliegenden Verordnung auf etwa 2,6 Milliarden Euro geschätzt, davon rund 1,4 Milliarden für die Erstattung der Sozialbeiträge. Seit Jahresanfang hat die BA bereits über 13 Milliarden Euro für Kurzarbeit ausgegeben. Bis Anfang Juni wurden 7,9 Milliarden Euro für Kurzarbeitergeld ausgezahlt, während 5,3 Milliarden an Unternehmen flossen für die Erstattung der Sozialbeiträge. Im März wurde nach vorläufigen Daten der BA für 2,61 Millionen Beschäftigte konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt.

+++ 09:33 Haltbarkeit läuft ab - USA könnten auf Millionen J&J-Dosen sitzen bleiben +++
Die Vollgas-Impfkampagne in den USA könnte Ende Juni einen herben Dämpfer erleiden. Krankenhäuser, Gesundheitsämter und die US-Regierung selbst hadern mit der Entscheidung, wie Millionen von Johnson & Johnsons Covid-19-Impfstoffdosen, die diesen Monat auslaufen, noch aufgebraucht werden könnten. Das berichten "Wall Street Journal" und "New York Times". Es gebe demnach wenige praktische Lösungen, um sie in den USA schnell zu verabreichen oder rechtzeitig ins Ausland zu verteilen. Laut Daten der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) wurden etwas mehr als die Hälfte der ausgelieferten 21,4 Millionen J&J-Dosen verabreicht, verglichen mit 83 Prozent bei Moderna sowie Biontech. Eine Umverteilung innerhalb des Landes habe wenig Aussicht auf Erfolg, da viele Bundesstaaten einen J&J-Überschuss hätten. Den Impfstoff rechtzeitig an Entwicklungsländer auszuliefern, sei den Berichten zufolge eine große logistische Hürde. Laut dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen wären Entwicklungsländer bei der Verwendung von Impfstoffen nach Ablaufdatum vorsichtig und könnten sie gar nicht schnell genug verabreichen. Die US-Regierung will nun prüfen, ob das J&J-Vakzin länger eingefroren bleiben könnte.

+++ 09:14 Bremen schafft Maskenpflicht im Freien ab +++
Vom kommenden Montag (14. Juni) an müssen Menschen in Bremen im Freien keine Maske mehr tragen. Darauf verständigt sich der Senat der Hansestadt. Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Die Linke) begründet den Schritt mit der deutlich gesunkenen Inzidenz. Es gehe darum, dass die Corona-Maßnahmen akzeptiert werden und nachvollziehbar bleiben. Auch andere Städte hatten bereits die Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen draußen abgeschafft. In Innenräumen, im Nahverkehr und an Haltestellen muss weiterhin ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

+++ 08:40 Heil: Gesundheitsministerium wollte Standards bei Masken senken +++
Im Streit um die Verteilung von angeblich weniger geprüften Corona-Schutzmasken zwischen Union und SPD verteidigt Bundesarbeitsminister Hubertus Heil sein Handeln und fordert Aufklärung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. "Es gab den Versuch des Gesundheitsministeriums, die Standards zu senken, anzupassen an die Beschaffung. Das haben meine Fachleute abgelehnt, und ich habe mich auch durchgesetzt", sagt Heil im ARD-"Morgenmagazin". Er betont: "Ich habe das Gefühl, dass wir sauber gehandelt haben." Nun gebe es Fragen an Spahn, die dieser beantworten müsse. Hintergrund der Debatte, die die schwarz-rote Koalition belastet, ist ein "Spiegel"-Bericht über den Umgang mit angeblich minderwertigen, in China bestellten Corona-Masken. Demnach sollten nach Plänen des Gesundheitsministeriums Masken, die nicht nach hohen Standards getestet worden seien, an Einrichtungen für Menschen mit Behinderung oder für Obdachlose gehen. Nach einer Intervention des Arbeitsministeriums sei davon Abstand genommen worden. Spahn hatte die Vorwürfe zurückgewiesen und eine Entschuldigung des Koalitionspartners gefordert, von der SPD-Spitze kamen Rücktrittsforderungen.

+++ 08:18 Überbrückungshilfe wird wohl bis September verlängert +++
Die Bundesregierung will Reuters zufolge die Wirtschaftshilfen für Unternehmen bis Ende September verlängern. Die Nachrichtenagentur beruft sich auf Informationen aus Regierungskreisen. Bislang war die sogenannte Überbrückungshilfe III bis Ende Juni angelegt. Damit können Unternehmen, die einen Umsatzeinbruch wegen der Corona-Pandemie nachweisen können, nun weiterhin große Teile ihrer Fixkosten ersetzt bekommen. Wirtschaftsminister Peter Altmaier hatte sich zuletzt sogar für eine Verlängerung bis Ende des Jahres ausgesprochen, um das Thema aus dem Bundestagswahlkampf herauszuhalten. Er konnte sich damit aber nicht in der Großen Koalition durchsetzen. Das Wirtschaftsministerium spricht nun von der Überbrückungshilfe III Plus, die bis zum 30. September läuft.

+++ 08:09 Malaysia klagt über überlastete Intensivstationen +++
Die Intensivbetten für Covid-Patienten in Malaysia haben ihre volle Kapazität erreicht, sagt der Generaldirektor des Landes. Die Pandemie sei auf einem kritischen Niveau geblieben. Malaysia wurde am 1. Juni fast vollständig abgeriegelt, nachdem die Zahl der täglichen Fälle im letzten Monat auf mehr als 9000 gestiegen war. Die Zunahme der Fälle wird auf die infektiöseren Varianten des Virus sowie auf Versammlungen im Rahmen des Fastenbrechens zurückgeführt.

+++ 07:41 US-Apotheker verdirbt Impfstoff und bekommt Haftstrafe +++
Ein US-Apotheker wird zu drei Jahren Haft verurteilt, nachdem er sich schuldig bekannt hat, Hunderte Dosen des Moderna-Impfstoffs absichtlich verdorben zu haben. Das US-Justizministerium teilt mit, der 46-jährige Mann sei auch aufgefordert worden, 83.800 US-Dollar Entschädigung an das Krankenhaus zu zahlen, in dem er arbeitete. Nach Angaben des Justizministeriums entfernte der Mann im Dezember 2020 in zwei aufeinanderfolgenden Nachtschichten absichtlich eine Kiste mit Impfstofffläschchen aus einem Krankenhauskühlschrank. Der Impfstoff von Moderna muss gefroren gelagert und versendet werden, kann aber 30 Tage in Kühlschränken mit Standardtemperatur gelagert werden. In der Erklärung heißt es, der Mann sei im Allgemeinen skeptisch gegenüber Impfstoffen und insbesondere dem Moderna-Impfstoff.

+++ 07:10 Olympische Spiele in Tokio womöglich vor Publikum +++
Die Olympischen Spiele in Tokio könnten einem Medienbericht zufolge nun doch vor Zuschauern stattfinden. Die Regierung in Japan und die Organisatoren der Spiele würden wegen sinkender Fallzahlen in Erwägung ziehen, einheimisches Publikum zuzulassen, berichtet die Zeitung Asahi. Wegen der Corona-Pandemie und ihrer Risiken sind ausländische Zuschauer bereits ausgeschlossen.

+++ 07:00 Drosten befürchtet nachlassende Impfbereitschaft +++
Die Inzidenzen sind gesunken, der Alltag normalisiert sich: Werden sich über den Sommer dennoch große Teile der erwachsenen Bevölkerung impfen lassen? Virologe Christian Drosten hofft es zwar, hat aber Zweifel. Deshalb warnt vor Rückschlägen für die Corona-Impfkampagne über den Sommer in Deutschland. Man müsse aufpassen, dass die Menschen künftig nicht nachlässig würden und sich zum Beispiel die Zweitimpfung nicht mehr abholten, weil sie keine Lust mehr hätten oder es zu kompliziert sei, sagt der Leiter der Virologie der Berliner Charité im Podcast "Coronavirus-Update" (NDR-Info).

+++ 06:25 US-Pfleger protestieren gegen Impfpflicht +++
In Texas wehren sich rund hundert Angestellte eines der größten Krankenhäuser des US-Bundesstaates gegen eine faktische Impfpflicht an ihrem Arbeitsplatz. Die Mitarbeiter des Houston Methodist Hospital in der texanischen Hauptstadt organisieren eine Protestveranstaltung an einem der Standorte des Krankenhauses. Angestellten der Einrichtung droht eine Kündigung, sollten sie nicht bis Montag eine erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten haben. "Wir sind nicht gegen den Impfstoff", sagt eine der Initiatoren des Protestes, die Pflegerin Jennifer Bridges, der Lokalzeitung "Houston Chronicle". "Wir wollen uns einfach wohler damit fühlen und gründlich recherchieren, bevor wir ihn nehmen." Sie und rund hundert Kollegen reichen deshalb Klage gegen ihren Arbeitgeber ein. Nach Angaben der Krankenhausverwaltung sind fast 100 Prozent der 26.000 Mitarbeiter "der Aufforderung (sich impfen zu lassen) nachgekommen".

+++ 06:00 Indien meldet 92.596 neue Fälle +++
In Indien verzeichnen die Gesundheitsbehörden 92.596 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Insgesamt wurden bislang 29,1 Millionen Ansteckungsfälle nachgewiesen, weltweit ist das der zweithöchste Wert nach den USA. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus steigt in Indien um 2219 auf 353.528. Experten zufolge dürften die Dunkelziffern allerdings weitaus höher sein.

+++ 05:44 Dutzende Bergführer rund um den Mount Everest infiziert +++
In Dörfern rund um den Mount Everest werden während der heftigen zweiten Welle 167 Corona-Fälle gemeldet. Dort leben hauptsächlich Menschen des Sherpa-Volksstamms. Viele von ihnen führen ausländische Bergsteiger auf den Everest oder andere Berge, tragen deren Gepäck oder kochen für sie während der Expedition. Seit die ersten von ihnen im April vom Everest-Basislager zurückgekehrt seien, habe es eine stetige Zunahme an Infektionen in Pasang Lhamu gegeben, sagte die Chefin der zuständigen Gesundheitsbehörde, Aarti Maya Tamang, der Deutschen Presse-Agentur. Die Kommune um den höchsten Berg der Welt zählt rund 9000 Einwohner. Das Gebiet sei nur teils mit Autos erreichbar.

+++ 05:17 Corona betraf EU-weit 400 Nerzfarmen +++
Auf mehr als 400 Nerzfarmen in Ländern der Europäischen Union sind nach Angaben von Tierschützern Corona-Ausbrüche bekannt geworden. Nach Angaben des Deutschen Tierschutzbundes in Bonn waren dabei bis Mitte Mai in zehn EU-Staaten Millionen von Tieren betroffen. Laut einer Aufstellung der Organisation wurde Sars-CoV-2 in Dänemark auf 290 Nerzfarmen nachgewiesen, in den Niederlanden waren es 69 und in Schweden 13. In Griechenland habe es in 22 von 91 Nerzfarmen positive Testungen gegeben. Weitere Nachweise gab es laut Tierschutzbund in Italien, Litauen, Polen, Spanien, Frankreich und Lettland. Die Tierschutz-Organisation forderte ein Verbot der Zucht und Haltung von Pelztieren. In Deutschland gibt es laut Tierschutzbund derzeit keine Nerzfarmen. Sie seien zwar nicht verboten, aber wegen der Haltungsvorgaben kein lukratives Geschäft, hieß es.

+++ 04:33 Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 20,8 +++
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen ist weiter leicht gesunken und liegt nun bei 20,8 Fällen pro 100.000 Einwohner. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter meldete, wurden innerhalb eines Tages 3254 Neuinfektionen sowie 107 Todesfälle in Verbindung mit dem Virus registriert. Am vergangenen Mittwoch waren noch mehr als 4900 Neuinfektionen gezählt worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag vor einer Woche bei 36,8. Der Wert ist ein wesentlicher Maßstab für die Verschärfung oder Lockerung von Corona-Auflagen. Sie gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an.

Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Fälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie liegt nach Angaben des RKI mittlerweile bei 3.705.942. Die Zahl der insgesamt registrierten Todesfälle stieg auf 89.491. Die Zahl der von einer Covid-19-Erkrankung Genesenen bezifferte das RKI auf rund 3.557.600.

+++ 03:47 Verband der Freien Berufe: Hilfen bei Bedarf weiter verlängern +++
Der Bundesverband der Freien Berufe hat die vom Bund geplante Verlängerung von Corona-Wirtschaftshilfen begrüßt - mahnt aber, es müsse bei Bedarf weiter nachgelegt werden. Präsident Wolfgang Ewer sagte unter Verweis auf eine neue Konjunkturumfrage, jeder dritte betroffene Freiberufler gebe an, dass er das Jahr 2020 ohne Hilfsgelder nicht überstanden hätte. "Daraus folgt auch, dass die Hilfsinstrumente, wo es noch nötig ist, verlängert und optimiert werden müssen." Ewer begrüßte die von der Bundesregierung avisierte Verlängerung und Verbesserung von Überbrückungshilfe und Neustarthilfe. Dies habe der Verband wiederholt gefordert. Die Bundesregierung hat sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur auf eine Verlängerung von Wirtschaftshilfen für besonders belastete Unternehmen in der Corona-Krise geeinigt. Die Überbrückungshilfe III solle als "Überbrückungshilfe III Plus" bis Ende September 2021 verlängert werden, hieß es in Regierungskreisen.

+++ 03:01 Ärzteschaft fordert mehr Impfstoff +++
Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, drängt die Bundesregierung, für mehr Impfstoff gegen das Coronavirus zu sorgen. "Der Bedarf übersteigt die zur Verfügung stehenden Kapazitäten deutlich. Wenn wir Termine verschieben müssen, weil Lieferungen ausbleiben, führt das zu Frust bei den Patienten. Und diesen Frust bekommt als Erstes das Praxispersonal zu spüren. Daran muss sich schnell etwas ändern", sagt Reinhardt der "Rheinischen Post". Er habe Verständnis dafür, dass die Menschen schnell geimpft werden wollen. Der Bund müsse daher sicherstellen, dass so schnell wie möglich ausreichend Impfstoffe für die Praxen, Impfzentren und Betriebsärzte zur Verfügung stehen.

+++ 01:59 Kubicki für Aufhebung von Beschränkungen für Public Viewing +++
FDP-Vize Wolfgang Kubicki fordert zum Start der Fußball-Europameisterschaft am Freitag die Aufhebung von Beschränkungen für Public Viewing. "Das wäre die rechtliche Konsequenz. Denn nach dem Infektionsschutzgesetz sind die Beschränkungen aufzuheben, wenn die Sieben-Tage-Inzidenzzahl im jeweiligen Kreis unter 35 pro 100.000 Einwohner fällt. Dementsprechend gibt es keine rechtliche Handhabe für pauschale Verbote von Public Viewing", sagt er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

+++ 00:30 Schülervertreter warnen vor "Prüfungscamps" vor Ferien +++
Die Bundesschülerkonferenz warnt davor, die letzten Schulwochen vor der Sommerpause mit Tests und Prüfungen zu überfrachten. "Ich sehe eine große Gefahr, dass die oberste Priorität in den Schulen jetzt ist, Leistung abzuprüfen", sagt der Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz, Dario Schramm, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Klassenarbeiten, Tests, Klausuren und Prüfungen seien lange Zeit nicht möglich gewesen. Die Lehrer stünden unter Druck, Zensuren zu vergeben. Dennoch müssten sich Kultusministerien, Schulen und Lehrer fragen, welche Prüfungen wirklich nötig seien. "Ich appelliere an alle Beteiligten, aus den verbleibenden Schulwochen keine Pauk- und Prüfungscamps zu machen", mahnt Schramm.

+++ 23:25 USA lockern Reisewarnung für Deutschland +++
Die USA lockern ihre Corona-bedingten Reisewarnungen für zahlreiche Länder - unter anderem für Deutschland gilt die höchste Warnstufe nicht mehr, wie aus einer Auflistung des US-Außenministeriums hervorgeht. Auch die Reiseempfehlungen für Frankreich, Griechenland, Mexiko, Kanada und das Olympia-Gastgeberland Japan werden angepasst. Das US-Außenministerium ruft die US-Bürger dazu auf, Reisen nach Deutschland und in die anderen Länder zu überdenken. Bisher hatte das Ministerium vor Reisen in diese Länder ausdrücklich gewarnt. Die Lockerungen seien auf der Grundlage neuer Empfehlungen der Gesundheitsbehörde CDC erfolgt, erklärt das Außenministerium. Die Behörde hatte US-Reisende dazu aufgerufen, sich vor Reisen ins Ausland vollständig impfen zu lassen. Nicht-Geimpften empfahl sie, von Reisen abzusehen. Weiterhin gültig ist der in der Corona-Pandemie verhängte US-Einreisestopp für Europäer.

+++ 22:24 Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld bis Ende September verlängert +++
Die Bundesregierung verlängert den erleichterten Zugang zum Kurzarbeitergeld und die vollständige Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge an die Arbeitgeber um weitere drei Monate bis Ende September. Das geht aus dem "Entwurf der dritten Verordnung zur Änderung der Kurzarbeitergeldverordnung" hervor, die an diesem Mittwoch vom Kabinett verabschiedet werden soll und der Düsseldorfer "Rheinischen Post" vorliegt. "Mit Kurzarbeit sichern wir Millionen Arbeitsplätze durch die Krise und erhalten der deutschen Wirtschaft wichtige Fachkräfte für ein schnelles Durchstarten jetzt im Sommer", sagt Bundesarbeitsminister Hubertus Heil der Zeitung.

+++ 21:58 Vietnams Regierung bittet Bürger um Spenden für Impfstoffe +++
Im Kampf gegen eine neue Corona-Ansteckungswelle hat die vietnamesische Regierung die Bevölkerung zu Spenden für die Beschaffung von Impfstoffen aufgerufen. Seit vergangener Woche erhielten Handy-Nutzer bis zu drei SMS mit der Aufforderung, in einen neuen Impfstoff-Fonds einzuzahlen. Beamte wurden aufgefordert, einen Tageslohn zu spenden. Das südostasiatische Land galt lange Zeit als vorbildlich bei der Bekämpfung des Coronavirus. Doch seit Anfang April breitet sich das Virus wieder deutlich aus. Wegen der strikten Maßnahmen zur Eindämmung des Ausbruchs haben bereits zehntausende Menschen ihre Arbeit verloren. Die kommunistische Führung setzt nun auf Impfungen, um die Corona-Krise in den Griff zu bekommen. Noch in diesem Jahr sollen 70 Prozent der Bevölkerung Immunschutz erhalten - bisher sind nur etwa ein Prozent der fast 100 Millionen Einwohner geimpft. Die Kosten der Impfkampagne liegen bei 1,1 Milliarden Dollar (rund 900 Millionen Euro). Im Budget vorgesehen sind aber nur 630 Millionen Dollar.

+++ 21:02 Deutsche Unternehmensbilanzen sind trotz Pandemie robust +++
Bei der großen Mehrheit deutscher Unternehmen ist einer Zeitung zufolge trotz der Pandemie weder das Eigenkapital bedroht noch die Liquidität gefährdet. Die Eigenkapitalquote sank branchenübergreifend 2020 gegenüber dem Vorjahr nur um gut einen Prozentpunkt auf durchschnittlich 34,8 Prozent, berichtet das "Handelsblatt" vorab unter Berufung auf anonymisiert vorliegende Berechnungen des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV). Die Finanzkraft sei erhalten geblieben, weil die Firmen weniger investierten und ihre Barvorräte erhöht hätten. Allerdings seien viele Reisevermittler, Hotels und Gastronomen akut bedroht.

+++ 20:11 US-Außenministerium bereitet Lockerungen bei Reisen vor +++
Das US-Außenministerium bereitet eine Lockerung seiner Reise-Warnungen vor. Diese würden die entsprechenden jüngsten Schritte der Seuchenbehörde CDC widerspiegeln, sagt ein Ministeriumsvertreter. Die CDC lockerte am Montag für 61 Staaten ihre Empfehlungen. Deutschland, Österreich und die Schweiz fallen nunmehr unter die dritte von vier Warnstufen: Reisende sollen für einen kompletten Impfschutz sorgen, wer diesen nicht hat, soll auf nicht dringend notwendige Reisen verzichten.

+++ 19:48 Länder melden 1858 neue Fälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.703.966 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 1858 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 121 auf 89.418. Als aktuell infiziert gelten rund 64.119 Personen. Im Wochenvergleich liegt der aktuelle Tageszuwachs bei den Neuinfektionen 905 Fälle unter dem Niveau von Dienstag vergangener Woche (1. Juni: 2763 Neuinfektionen). Das entspricht einem Rückgang um 32,8 Prozent. Auch die Zahl der heute gemeldeten Todesfälle liegt unter der des letzten Dienstags (168 neu registrierte Tote).

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,69 angegeben (Vortag: 0,79). Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,71 (Vortag: 0,76). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 1700 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 1097 davon werden beatmet. Rund 4431 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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Quelle: ntv.de, mba/mli/jpe/joh/dpa/AFP/rts

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