Panorama

Flugzeugabsturz im Himalaya Alle 22 Insassen in Nepal tot geborgen

Auf dem Weg zum Bergsteiger-Ziel Jomsom verunglückt am Sonntag eine zweimotorige Maschine der Fluggesellschaft Tara Air. Nachdem schlechtes Wetter den Rettungseinsatz lange erschwert, sind inzwischen alle Insassen geborgen. Überlebt hat den Absturz niemand.

Nach dem Absturz eines Flugzeugs in Nepal mit zwei Deutschen und 20 weiteren Menschen an Bord haben die Suchmannschaften die Leichen aller Insassen geborgen. "Alle Leichen wurden jetzt gefunden", sagte der Sprecher der nepalesischen Zivilluftfahrtbehörde, Deo Chandra Lal Karn. Nun könne die Identifizierung der Toten beginnen.

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Die zweimotorige Maschine der Fluggesellschaft Tara Air war am Sonntag auf dem Weg zum Bergsteiger-Ziel Jomsom verunglückt.

(Foto: picture alliance/dpa/Fishtail Air/AP)

Die zweimotorige Maschine der Fluggesellschaft Tara Air war am Sonntag auf dem Weg zum Bergsteiger-Ziel Jomsom verunglückt. Schlechtes Wetter erschwerte den Bergungseinsatz. Die meisten Helfer mussten die Absturzstelle in 4420 Metern Höhe in den Bergen zu Fuß erklimmen. An Bord der Maschine vom Typ Twin Otter waren drei Besatzungsmitglieder und 19 Passagiere, unter ihnen zwei Deutsche und vier Inder. Die restlichen Passagiere waren Nepalesen. Der Funkkontakt zu dem Flugzeug war am Sonntag kurz nach dem Start in der Stadt Pokhara im Westen Nepals abgebrochen.

Die Unglücksursache ist noch unklar. Laut der Website der Flugsicherheitsbehörde war das Flugzeug von dem kanadischen Hersteller De Havilland gebaut worden und hatte seinen Jungfernflug bereits 1979 absolviert. Am Montagmorgen wurde das Wrack des Flugzeugs in den Bergen entdeckt. Auf Fotos von der Absturzstelle sind auf einem Berghang verstreute Trümmerteile zu sehen. Auch die Registriernummer des Flugzeugs 9N-AET ist darauf deutlich zu erkennen.

Verwirrung um TUI-Empfehlung

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Auf der gleichen Route war 2016 eine Propellermaschine der gleichen Airline abgestürzt. Das ausgebrannte Wrack war später an einem Berg entdeckt worden. Alle 23 Menschen an Bord waren tot. Die Fluggesellschaft gibt auf ihrer Internetseite an, dass sie auf einer Liste anerkannter Fluggesellschaften der deutschen TUI Group stehe und dass alle zwei Jahre Sicherheitsanalysen durchgeführt würden.

Von TUI hieß es, dass diese Angaben falsch seien und man weder Geschäftsbeziehungen mit der Airline habe noch Audits durchführe. "Im Gegenteil: es wird von der Nutzung der Airline abgeraten." Das Ministerium für Zivilluftfahrt kündigte am Montag an, dass es eine Untersuchung zu dem Absturz geben werde.

Quelle: ntv.de, jki/AFP

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