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Ab 2,25 Millionen Dosen Ärzte sollen spätestens Mitte April in Praxen impfen

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Spätestens Mitte April sollen auch niedergelassene Ärzte impfen.

(Foto: picture alliance/dpa/AFP-POOL)

Viele Menschen warten drauf - und müssen wohl noch länger ausharren: Erst wenn wöchentlich mehr als 2,25 Millionen Dosen zur Verfügung stehen, sollen auch niedergelassene Ärzte Teil der Impfkampagne werden.

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern peilen den Start von Corona-Impfungen in den Arztpraxen spätestens für Mitte April an. Ziel sei frühestmöglich, jedoch spätestens in der Woche vom 19. April damit zu starten, beschlossen die Minister bei Beratungen. Dafür brauche es aber auch eine gewisse wöchentliche Mindestmenge an Impfstoff, hieß es im Bundesgesundheitsministerium. Der Chef der Ressortleiterrunde, Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek, gab diese mit 2,25 Millionen pro Woche an. "Der übrige Impfstoff steht den Arztpraxen zur Verfügung." Regierungssprecher Steffen Seibert hatte zuvor erklärt, dass im "April die wöchentlich zur Verfügung stehenden Dosen von drei auf fast fünf Millionen aufwachsen".

Um dem Wunsch der Länder entsprechen zu können, ihre Impfzentren wie bisher auszulasten, könnten die Praxen wohl erst Mitte April starten. Die Empfehlung der Fachminister soll nun Basis für Entscheidungen von Kanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder sein, wie Regierungssprecher Steffen Seibert angekündigt hatte. Dies solle "zeitnah" noch vor der nächsten Bund-Länder-Runde zum weiteren Corona-Vorgehen am 22. März geschehen. Die Gesundheitsminister hatten die Einbeziehung der Praxen zunächst für Anfang April angedacht.

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"Künftig steht unsere Impfstrategie auf zwei Säulen: Wir binden ab April die Hausärzte ein, und wir halten an der bewährten Struktur der Impfzentren fest", sagte Holetschek. "Damit haben wir ein starkes Impfgerüst." Ziel sei es, möglichst vielen Menschen den Impfstoff möglichst leicht zugänglich zu machen. Die vorgegebene Impfreihenfolge bleibe bestehen. Während die Impfzentren weiter wie bisher versorgt würden, sollen die Ärzte sollen im Regelbetrieb über die Apotheken beliefert werden.

Laut Holetschek hat der Bund für die kommenden Monate deutlich steigende Liefermengen angekündigt. "Gerade in der Anfangsphase im April wird noch nicht genügend Impfstoff zur Verfügung stehen, damit die Ärzte im ganzen Land voll durchstarten können", sagte er. Zudem habe der Bund die Finanzierung der Impfzentren bis mindestens 30 September zugesichert.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa

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