Panorama

Rettungskräfte suchen Mann Bergsteiger streamt eigenen Absturz vom Fuji

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Mit 3776 Metern ist der Fuji Japans höchster Berg.

(Foto: picture alliance / -/kyodo/dpa)

Eigentlich ist die Bergsaison am Fuji für dieses Jahr bereits beendet. Ein Mann wagt den Aufstieg auf den schneebedeckten Gipfel trotzdem und streamt diesen live. Dabei rutscht er offenbar aber aus, die Übertragung endet abrupt. Nun suchen Rettungskräfte nach dem Mann.

Japanische Behörden suchen nach einem Mann, der offenbar kurz unterhalb des Gipfels von Japans höchstem Berg, dem Fuji, abgestürzt ist. Mehrere Menschen alarmierten laut CNN die Behörden, nachdem sie den Absturz auf einem Livestream des Bergsteigers in Echtzeit miterlebt hatten.

Der bislang unbekannte Bergsteiger filmte seinen Aufstieg auf den Fuji demnach vermutlich mit einer Helmkamera. Die Zuschauer sehen auf dem Video aus der Perspektive des Mannes die unter ihm liegende Wolkendecke und den schneebedeckten Pfad unweit des Gipfels - der, so sagt es der Mann selbst, an dieser Stelle äußerst rutschig und gefährlich ist. "Bin ich auf dem richtigen Weg?", fragt er seine Zuschauer, während er weiter in Richtung Gipfel stapft. "So viel von der Route ist mit Schnee bedeckt." Dieser wird dem Bergsteiger offenbar auch zum Verhängnis. "Ich rutsche aus", hört man den Mann kurz darauf schreien, bevor seine Füße in der Luft zu sehen sind und die Verbindung abrupt abbricht.

Seit Dienstagmorgen suchen die alarmierten Rettungskräfte aus den benachbarten Präfekturen Shizuoka und Yamanashi nun nach dem verunglückten Bergsteiger. Dabei stießen sie auf etwa 3000 Meter Höhe auf eine Leiche. Ob es sich dabei um den Gesuchten handelt, ist allerdings noch völlig unklar, sagte ein Sprecher der örtlichen Polizei. Zunächst waren die Behörden anhand des Bildmaterials davon ausgegangen, dass sich der Absturz kurz unterhalb des Gipfels des 3776 Meter hohen Bergs ereignet haben musste.

Der Fuji, bei dem es sich genau genommen um einen Vulkan handelt, gehört seit 2013 zum Weltkulturerbe. Die diesjährige Wandersaison endete bereits im September, seither ist der Aufstieg auf den höchsten Berg des Landes eigentlich verboten. Die lokale Polizei warnt die Menschen ausdrücklich davor, ihn dennoch zu besteigen - schneebedeckt sei der Berg besonders gefährlich. 

Quelle: ntv.de, ftü