Panorama

Anwohner verunsichert Damm in Erftstadt-Blessem überspült

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(Foto: picture alliance/dpa)

Im Juli reißt ein Erdrutsch in Erftstadt-Blessem mehrere Häuser mit. Andauernde Regenfälle sorgen nun erneut für Anspannung bei der Bevölkerung: Der Flusspegel steigt, ein Damm ist überspült. Die Stadt gibt jedoch Entwarnung.

Mitte Juli führte die Hochwasserkatastrophe in Erftstadt-Blessem bei Köln zu einem gewaltigen Erdrutsch - jetzt sind Bürgerinnen und Bürger erneut beunruhigt: Die anhaltenden Regenfälle der vergangenen Tage ließen nach Informationen der Stadt den Pegel des Flusses Erft erneut ansteigen. Dadurch wurde ein Vordamm in Höhe der Kiesgrube Blessem überspült. Mittlerweile sei der Damm allerdings wieder dicht, sagte eine Sprecherin von Bürgermeisterin Carolin Weitzel. "Der Damm ist zu." Es sei die ganze Nacht gearbeitet worden.

Am Sonntagabend war die Bevölkerung durch Lautsprecherdurchsagen der Feuerwehr über die Lage informiert worden. Dies führte teils zu Verunsicherung. Ein Blessemer Bürger sagte dem "Kölner Stadt-Anzeiger": "Wer jetzt noch keinen Herzinfarkt bekommen hat..." Die Stadt betonte jedoch, dass trotz der anhaltenden Regenfälle der vergangenen Tage und der dadurch verursachten Überspülung des Vordamms keine Gefahr bestanden habe. Die Abbruchkante der Kiesgrube sei in den vergangenen Wochen gut abgesichert worden.

In der Nähe der Kiesgrube hatte sich in der Nacht zum 16. Juli ein Erdrutsch ereignet. Mehrere Häuser wurden mitgerissen, es entstand ein riesiger Krater. Viele Anwohner vermuten, dass der Erdrutsch mit der Kiesgrube in Zusammenhang steht. Bürgermeisterin Weitzel hat angekündigt, dass unabhängige Gutachter des Geologischen Dienstes Nordrhein-Westfalen die Ursache der Erosion untersuchen. Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt wegen des Verdachts der Baugefährdung.

In Erftstadt-Blessem war die Lage nach dem Erdrutsch im Juli besonders angespannt gewesen. Erste Umweltfolgen waren wenig später bereits spürbar. Das Wasser, durch das man auf den Straßen von Blessem watete, roch beißend nach Benzin und hatte einen öligen Schleier. Für das Landesumweltamt hatte die Trinkwasserversorgung oberste Priorität, wie eine Sprecherin damals mitteilte.

Quelle: ntv.de, chf/dpa

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