Panorama

Razzia bei 26 Verdächtigen Darknetserver mit Kinderpornos abgeschaltet

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Vereinzelt sollen sich die Nutzer auch zum sexuellen Missbrauch von Kindern verabredet haben.

(Foto: picture alliance / Arne Dedert/d)

Von Baden-Württemberg aus betreibt ein 43-Jähriger eine Plattform für Kinderpornografie im Darknet - mit Nutzern in vielen Bundesländern. Die Polizei schaltet den Server ab und durchsucht viele Wohnungen.

Im Zuge eines neuen Schlags gegen die Verbreitung von Kinderpornografie haben Ermittler eine Plattform im sogenannten Darknet abgeschaltet. Außerdem seien bei einer Razzia in sieben Bundesländern am 13. November insgesamt 26 Objekte durchsucht und viele Beweismittel beschlagnahmt worden, teilten die federführende Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das Polizeipräsidium Münster mit.

Den Angaben zufolge soll ein 43-jähriger Baden-Württemberger aus dem Landkreis Schwäbisch Hall die Plattform betrieben haben. Gegen ihn bestehe Tatverdacht, zudem gegen 25 mutmaßliche Nutzer der Plattform. Acht dieser Nutzer galt eine von den Frankfurter Ermittlern geleitete Razzia. Darüber hinaus gibt es 17 mutmaßliche Nutzer in Bayern und Nordrhein-Westfalen, wo gesonderte Durchsuchungen stattfanden.

Da derzeit noch kein dringender Tatverdacht bestehe, habe es keine Festnahme gegeben, sagte eine Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft. Die Nutzer sollen auf der Plattform ihre Kontaktdaten hinterlegt haben, verbunden mit ihren sexuellen Präferenzen. Die Kontaktanbahnung der Nutzer soll auf den Austausch kinder- und jugendpornografischer Schriften und vereinzelt auch auf die Verabredung zum sexuellen Missbrauch von Kindern abgezielt haben. Der mutmaßliche Plattformbetreiber soll außerdem im Darknet das Angebot gemacht haben, gegen Geld Monatsabonnements für den Bezug kinder -und jugendpornografischer Schriften abzuschließen.

Neben den Durchsuchungen in Deutschland wurden auch drei Objekte in der Schweiz durchsucht. Wie die Staatsanwaltschaft in Köln mitteilte, sollen die Verdächtigen aus NRW auch mutmaßliche Nutzer der Darknetplattform gewesen sein. Einen Zusammenhang mit dem Kindesmissbrauchsfall von Bergisch Gladbach gebe es nicht, hieß es.

Quelle: ntv.de, ftü/AFP