Panorama

Die Wetterwoche im Schnellcheck Der November geht, der Winter kommt

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Im Schwarzwald und - wie hier - im Harz liegt bereits Schnee: In den kommenden Tagen muss in ganz Deutschland mit frostigen Temperaturen gerechnet werden.

(Foto: picture alliance / Swen Pförtner)

Der November zeigt in seinen letzten Tagen, was er kann: Zum Einstieg in die Adventszeit dürfte weite Teile Deutschlands unter einer geschlossenen Schneedecke versinken. Der Überblick über die Wetterwoche von ntv-Meteorologe Björn Alexander.

Die 48. Kalenderwoche bringt uns eine schrittweise Einwinterung. Besonders im Bereich der Mittelgebirge fällt immer wieder Schnee, so dass dort am Ende der Woche verbreitet eine geschlossene und teilweise auch recht mächtige Schneedecke entstehen wird. Und auch in den tieferen Lagen im Süden und Osten dürfte das erste Adventswochenende schon mal gerne mit Schnee aufwarten.

Der n-tv Wetterexperte Björn Alexander

Björn Alexander

Weniger wahrscheinlich ist die flächige Schneeauflage in den tieferen Lagen im Westen und Norden. Ganz auszuschließen ist sie aber auch hier nicht. Denn kalt genug wird es. Nachts zunehmend mit Frost und auch tagsüber klettern die Quecksilbersäulen in der zweiten Wochenhälfte kaum noch auf 5 Grad. Hier die Details.

Nacht zum Montag

In den Lagen oberhalb von 300 Metern ziehen immer mal wieder Schneeschauer durch. Und vor allem dort müssen Sie bei Werten um den Gefrierpunkt auch mit Glätte rechnen. Weiter nordwärts liegen die Temperaturen meistens noch bei über 0 Grad und nur vereinzelt gibt es Richtung Lüneburger Heide leichten Bodenfrost. Besonders an der Küste und im Oberharz sind Sturmböen drin.

Montag

Der mildeste Tag der Wetterwoche. Denn Tief "Torsten" wandert mit seiner Warmfront über uns hinweg. Konkret heißt das: mal abgesehen vom äußersten Süden ziehen Regenwolken durch, und die Schneefallgrenze steigt vorübergehend auf 800 Meter an. Zudem legt der Wind wieder zu und bringt auch im Flachland starke, teils stürmische Böen aus Südwest. An der See und auf den Bergen drohen weiterhin satte Sturmböen. Die Temperaturen sind zwar alles andere als berauschend. Aber mehr wird es in dieser Woche eben auch nicht mehr geben. 2 bis 4 Grad mit leichtem Tauwetter werden es auf den Bergen. Ansonsten sind es Spitzenwerte zwischen 5 und 8 Grad. Am kältesten bleibt es in Vorpommern. Die mildesten Werte bekommen Sie zwischen dem Rheinland und der Nordsee zu spüren.

Dienstag und Mittwoch

Wechselhaft und nasskalt bis frühwinterlich. Denn die kühlere Luft kommt zurück, so dass die Schneefallgrenze am Dienstag auf 500, am Mittwoch auf 300 Meter sinkt. Dabei ziehen neben (leider eher wenigen) freundlichen Phasen immer wieder Schauer durch. Tagsüber bringt der Dienstag häufig nicht mehr als 3 bis 7 Grad. Am Mittwoch sind es gar nur 0 bis 6 Grad.

Donnerstag

Der Tag beginnt verbreitet mit leichtem Frost oder Bodenfrost und entsprechender Glättegefahr. Zudem erreicht uns der nächste Schwall kühlerer Luft und die Tageshöchstwerte klettern noch maximal auf minus 1 bis plus 5 Grad. Wettertechnisch bleibt es unbeständig, nur dass die Schauer jetzt auch im Flachland immer öfter in Schneeregen oder Schnee übergehen.

Freitag und am ersten Adventswochenende

In den tieferen Lagen nistet sich bei meistens nur noch 0 bis 4 Grad und weiteren Schneeregen- oder Schneeschauern der Frühwinter ein. Auf den Bergen oberhalb von etwa 300 bis 400 Metern bleibt es dauerfrostig. Und nachts dominiert fast überall der Frost mit der Gefahr von Glätte.

Vorsicht also: Wer noch auf Sommerreifen unterwegs ist - spätestens jetzt sollten die Pneus gewechselt werden. Und wer damit sowie mit den kälteren Temperaturen keinen Stress hat, der kann dann hoffentlich ein schönes erstes Adventswochenende mit glühweintauglichen Temperaturen und ein paar Flocken genießen.

Quelle: ntv.de