Panorama

Mit Handy gefilmt Drei Männer sollen Frau vergewaltigt haben

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Bereits Mitte Juli hatten mehrere Vergewaltigungsfälle das Berliner Umland erschüttert.

(Foto: imago images/Die Videomanufaktur)

In der Nacht zum Samstag wird eine junge Frau auf dem Weg nach Hause wohl von drei Unbekannten ins Gebüsch gezerrt und vergewaltigt. Die Polizei fahndet nach den Männern und bittet mit ersten Täterbeschreibungen nach Hinweisen aus der Bevölkerung.

Eine 23-Jährige Potsdamerin ist nach Angaben der Polizei von drei Männern überfallen und vergewaltigt worden. Die junge Frau sei in der Nacht zum Samstag zum Einkauf in einer Tankstelle gewesen und sei nach eigenen Angaben auf dem Heimweg von drei Männern in einer ihr unbekannten Sprache von hinten angesprochen worden, berichtete die Polizeidirektion West. Nachdem sie nicht reagiert habe, sei sie von hinten gepackt und in ein nahes Waldstück gezerrt worden.

Dort habe sich einer der Unbekannten an der 23-Jährigen vergangen, während einer der Täter die Frau festgehalten und der dritte mutmaßlich mit einem Handy fotografiert und gefilmt habe, berichtete die Polizei, die nach Zeugen sucht. Nach der Tat flohen die Männer. Die Frau wurde dabei verletzt und am Samstag in einem Krankenhaus behandelt. Am selben Tag zeigte die Mutter der 23-Jährigen die Tat an, so die Polizei. Laut einer ersten Befragung der jungen Frau sollen die mutmaßlichen Täter mutmaßlich "südländischer" Herkunft und 25 bis 35 Jahre alt sein und jeweils 1,85 m, 1,70 m und 1,70 m groß sein. Die Polizei bittet in diesem Zusammenhang um Hinweise aus der Bevölkerung.

Ebenfalls in der Nacht zum Samstag war eine 22-Jährige nicht weit entfernt Opfer einer versuchten Vergewaltigung geworden. Nach Angaben der Polizei sind nach den ersten Ermittlungen keine direkten Zusammenhänge zwischen den beiden Taten bekannt geworden.

Mitte Juli hatte die Polizei einen 29 Jahre alten mutmaßlichen Serientäter gefasst, der in Berlin und Brandenburg mehrere Frauen vergewaltigt haben soll. Der Täter habe die Opfer zunächst ganz freundlich angesprochen, immer zu Tageszeiten, an denen es im Grünen belebt ist. Danach habe er sie mit Gewalt gepackt und gewürgt und schließlich vom Weg und in entlegenere Gebiete gezerrt. Nach der Vergewaltigung habe er eine andere Seite gezeigt und sich um sein Opfer kümmern wollen. In drei Fällen ging der Täter besonders heftig vor: Er habe die Frauen dabei mit gefährlichen Werkzeugen eingeschüchtert, führt Staatsanwältin Katrin Frauenkron aus. Bei einer Verurteilung droht ihr zufolge eine Höchststrafe von fünf Jahren pro Tat allein für diese Vergehen.

Quelle: ntv.de, jru/dpa