Panorama

RKI: BA.2 bei 72 Prozent Erstmals mehr als 1,5 Millionen Fälle in einer Woche

280146661.jpg

Auch in der vergangenen Woche suchten mehr Menschen den Weg ins Testzentrum.

(Foto: picture alliance/dpa)

In Deutschland erreichen die Neuinfektionszahlen immer neue Höchstwerte. Während die Omikron-Variante 99 Prozent aller Infektionen ausmacht, breitet sich auch die Sublinie BA.2 weiter aus. Zudem erreicht die aktuelle Corona-Welle zunehmend die Älteren.

In der vergangenen Kalenderwoche sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) erstmals mehr als 1,5 Millionen Corona-Fälle in Deutschland gemeldet worden. Das schreibt das RKI in seinem Wochenbericht. Zwar seien die Inzidenzen bei den Menschen von 5 bis 44 Jahren vorige Woche besonders hoch gewesen, den stärksten Zuwachs aber habe man bei Seniorinnen und Senioren von 75 bis 79 Jahren beobachtet, hieß es.

Insbesondere Risikogruppen und Menschen ab 70 Jahren rief das RKI auf, sich gemäß Empfehlung der Ständigen Impfkommission - diese war bereits Anfang Februar ausgesprochen worden - mit einer zweiten Auffrischimpfung vor einer schweren Erkrankung zu schützen. Bisher haben davon laut Bericht rund 1,67 Millionen Menschen Gebrauch gemacht. "Die Impfung hat aufgrund ihrer hohen Wirksamkeit gegenüber einem schweren Verlauf auch bei Erkrankungen durch die Omikron-Variante nicht an Bedeutung verloren", betonte das RKI.

Zudem ist der Anteil der besonders ansteckenden Omikron-Subvariante BA.2 in Deutschland weiter gestiegen. Etwa 72 Prozent aller Corona-Infektionen hierzulande gingen auf die Sublinie BA.2 zurück, hieß es in dem Wochenbericht. In der Woche zuvor lag der Anteil noch bei 62,3 Prozent. Insgesamt sei die Omikron-Variante in Deutschland die vorherrschende Variante, schreibt das RKI. "Der Anteil aller anderen Varianten inklusive Delta liegt unter 1 Prozent."

Einen weiteren Anstieg gab es bei den Testzahlen. Von den 2,46 Millionen durchgeführten PCR-Tests seien in der vergangenen Kalenderwoche rund 1,37 Millionen positiv gewesen, schrieb das RKI. Demnach liege die Positivenquote bei fast 56 Prozent. In der vorherigen Woche lag der Wert noch bei knapp 53 Prozent. Trotz des deutlichen Anstiegs bei den durchgeführten Laboruntersuchungen, seien weitere Testkapazitäten noch vorhanden, hieß es in dem Bericht.

Insgesamt sei die Zunahme der schweren Krankheitsverläufe in der aktuellen Omikron-Welle geringer als in den vorherigen Wellen, schrieb das RKI. Die Todesfälle im Zusammenhang mit einer Omikron-Infektion blieben im Verhältnis zu den hohen Infektionszahlen auf niedrigem Niveau, seien jedoch in absoluten Zahlen weiterhin hoch, hieß es. Ursächlich dafür seien der zunehmende Aufbau einer gegen schwere Erkrankungen schützenden Immunität in der Bevölkerung sowie die sehr gut wirksamen Impfungen in Kombination mit dem grundsätzlich geringeren Anteil der schweren Verläufe bei der Omikron-Variante.

Quelle: ntv.de, ses/dpa

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen