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Manns sorgen für vier Monate vor Familie hortet wegen Brexit riesige Vorräte

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Baked Beans sind für die Manns ideal für einen langfristigen Lebensmittel-Vorrat. Wer weiß schon, was nach dem Brexit passiert.

imago/Manfred Segerer

Viele Briten spüren, dass der Brexit einiges in ihrem Leben verändern wird. Eine Familie aus Cornwall ist allerdings so unsicher, dass sie für alle Eventualitäten gewappnet sein will. Was ist, wenn die Lebensmittel knapp werden? Die Manns haben dafür einen Plan.

Familie Mann lebt in Illogan im Westen von Cornwall. Das Ehepaar Nevine und Richard hat drei Kinder im Alter von 5 bis 18 Jahren. Eigentlich sind sie eine ganz normale Familie, doch eines macht die Manns besonders: Sie horten Berge von Lebensmittelkonserven. Und das tun sie aus einem bestimmten Grund. Sie sind unsicher, wie es mit Großbritannien nach dem Austritt aus der Europäischen Union weitergehen wird und wollen deshalb vorbreitet sein.

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"Die Folgen eines harten Brexit wären für unsere Versorgung zumindest kurzfristig katastrophal", sagt die 36-jährige Nevine dem britischen Online-Magazin "Metro.co.uk". Und so kauft die Familie schon seit Wochen und Monaten immer mehr Lebensmittel in Dosen, um für den Fall der Fälle gewappnet zu sein. Die Manns haben schon über 50 Dosen Bohnen, 16 Packungen Thunfisch und mehr als 1000 Liter Wasser in ihrem Vorrat. Dazu kommen viele Packungen Nudeln, Reis, Tee, Kaffee und noch mehr.

Doch die Familie beschränkt sich nicht nur auf das Horten von Lebensmitteln: Sie sind auch auf einen möglichen Strom-Engpass eingestellt und haben für ihre Versorgung sogar ein eigenes Solarpanel an ihrem Haus angebracht. Mutter Nevine hat zudem Medikamente gesammelt.

Ein bisschen wie "Prepper"

Nach ihren eigenen Angaben könnte die fünfköpfige Familie ganze vier Monate lang nur von ihren bisher angesammelten Vorräten leben. Für sie ist es eine "Frage des Überlebens", falls es nach dem Brexit zu Verwerfungen kommen würde. "Es geht uns nicht darum, komfortabel zu leben, sondern zu überleben", erklärt die Mutter. Mit diesen Ängsten sind die Manns nicht alleine.

In den USA und auch anderswo gibt es die sogenannte Prepper-Bewegung. Deren Anhänger glauben, dass sie sich für einen künftigen Atomkrieg oder andere Katastrophen vorbereiten müssen. Das führt sogar soweit, dass sich manche einen eigenen voll ausgestatteten Bunker bauen, in dem sie monatelang überleben könnten. Auch die "Prepper" horten deshalb Lebensmittelvorräte und Energie.

Quelle: n-tv.de, sgu

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