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Verbrechen in Berlin Frau starb offenbar bei Folter-Sex

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Polizeiwagen in Berlin an der Fehmarner Straße. Dort hatte eine Passantin vor einem Haus ein ihr verdächtiges Textilbündel gefunden und die Polizei gerufen.

(Foto: dpa)

Warum musste eine 55-Jährige in Berlin sterben? Stück für Stück kommt die Polizei mit ihren Ermittlungen voran. Inzwischen hat sie wohl das Motiv für die Tat kurz vor Weihnachten gefunden.

Einen Tag vor Weihnachten wird im Berliner Stadtteil Wedding die Leiche einer Frau entdeckt. Sie ist nur in eine Decke eingewickelt neben einem Müllcontainer abgelegt worden. Die Obduktion ergibt, dass die Frau durch massive Gewalteinwirkung starb.

Noch vor Silvester werden zwei mutmaßliche Tatverdächtige festgenommen. Es handelt sich um ein Paar, das der Polizei bereits bekannt ist. Taifun S. war bereits wegen Drogenhandels, gefährlicher Körperverletzung, Verstoßes gegen das Waffengesetz, Hehlerei und Diebstahls aufgefallen, seine Komplizin unter anderem wegen Bedrohungen, Beleidigungen, Widerstandshandlungen und Diebstählen. Zielfahnder können den Mann und die Frau am Flughafen Schönefeld schnappen, von wo aus sich die beiden offenbar ins Ausland absetzen wollten.

Seitdem sitzen beide in Untersuchungshaft, ihnen wird gemeinschaftlicher Mord vorgeworfen. Inzwischen hat die Polizei auch das Motiv für die Tat gefunden. Taifun S. und Jasmin P. sollen ihr Opfer bei einem Sexspiel aus Mordlust zu Tode gefoltert haben. Das berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf einen Ermittler.

Demnach hatte das Paar sein späteres Opfer in einem Internetforum kennengelernt, in dem sich Menschen mit speziellen Vorlieben zu Sex verabreden. Eigens dafür hätten der 36-Jährige und seine 27-jährige Partnerin eine Wohnung in der Föhrer Straße angemietet. Dort sollen sie Marianne M. "über einen langen Zeitraum hinweg zu Tode gequält haben", zitiert das Blatt den Ermittler.

Anschließend wickelten sie den Leichnam in eine Decke und schafften ihn aus der Wohnung im vierten Stock bis auf die Straße. Eine Passantin hatte die 55-Jährige aus Reinickendorf schließlich entdeckt und sofort die Polizei gerufen.

Quelle: n-tv.de, sba

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