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"Das war ein ganz feiner Mensch" Fritz von Weizsäcker findet seine letzte Ruhe

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Fritz von Weizsäcker wurde neben seinem Vater, dem früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, beerdigt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Am 19. November wird Fritz von Weizsäcker bei einem Vortrag urplötzlich attackiert. Für den Sohn des früheren Bundespräsidenten kommt jede Hilft zu spät. Er erliegt seinen schweren Verletzungen. Bei seiner Beerdigung nehmen nun Hunderte Trauergäste Abschied vom Berliner Chefarzt.

Er mochte Schach und Primzahlen, liebte seine große Familie, spielte Klavier und war Patienten zugewandt - nun ist der erstochene Berliner Arzt Fritz von Weizsäcker in Berlin unter großer Anteilnahme neben seinem Vater, dem früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, beigesetzt worden. Still begleiteten zahlreiche Trauergäste den Toten im schlichten, blumengeschmückten Eichensarg zu seiner letzten Ruhestätte auf dem Waldfriedhof im Ortsteil Dahlem und erwiesen ihm die letzte Ehre.

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Hunderte Familienangehörige und Freunde erwiesen dem getöteten Mediziner die letzte Ehre.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Mutter des Getöteten, Marianne von Weizsäcker, stand gefasst am Grab ihres jüngsten Sohnes. Sein Bruder Andreas starb im Jahr 2008, der einstige Bundespräsident 2015. Beistand leistete der einstigen First Lady mit schwarzem Hut auch Wolfgang Huber, früherer Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland.

Der Chefarzt der Berliner Schlosspark-Klinik war am Abend des 19. November bei einem Vortrag getötet worden. Ein Zuhörer war plötzlich mit einem Messer auf den 59-Jährigen losgegangen. Für den renommierten Mediziner kam jede Hilfe zu spät. Ein privat anwesender Polizist hatte noch versucht, sich dazwischen zu werfen. Der Beamte wurde schwer verletzt.

"Wir müssen ertragen, was wir nicht begreifen können", sagte Pfarrerin Cornelia Kulawik zuvor bei der Trauerfeier in der vollen Jesus-Christus-Kirche vor etwa 600 Trauergästen. Darunter waren auch der FDP-Vorsitzende Christian Lindner sowie der Anwalt und Kunstförderer Peter Raue.

"Was für ein sinnloser Tod"

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Von Weizsäckers Tod hatte deutschlandweit Erschütterung ausgelöst.

(Foto: picture alliance/dpa)

Kränze und Gestecke mit Rosen, Gerbera in Rot, Rosa, Pastell und Gelb sahen frisch und fast nach Frühling aus. Viele Gäste hatten sich aber wohl an die Bitte der Familie gehalten, statt überbordender Blumen für die Kirchengemeinde zu spenden.

In seiner Predigt zeichnete Wolfgang Huber das Bild eines Humanisten mit ständiger Einsatzbereitschaft, Klugheit und Herzensgüte. Fritz von Weizsäcker sei seinen Patienten mit Würde entgegen gekommen und habe sich für Familie und Beruf gleichermaßen interessiert. In den Kirchenbänken war viel weißes oder graues Haar zu sehen, zwischen Orgelklängen meldete sich ein Baby.

Der Tod des Mediziners hatte deutschlandweit Erschütterung ausgelöst. Auch CDU-Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte ihr Beileid bekundet und von einem "entsetzlichen Schlag für die Familie" gesprochen. Der Angreifer soll die Tat geplant haben, er kaufte sich laut Staatsanwaltschaft ein Messer in Rheinland-Pfalz und fuhr mit der Bahn nach Berlin zu dem Vortrag. Der 57-Jährige wurde inzwischen in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.

Der Täter soll "wahnbedingt" eine Abneigung gegen die Familie haben. Wahnkranke leben nach Experteneinschätzung in einer eigenen Realität mit falschen Überzeugungen. Gegen den Mann werde derzeit wegen Mordes und versuchten Mordes ermittelt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. "Was für ein sinnloser Tod", meinte ein Taxifahrer auf dem Weg zum Waldfriedhof. Er habe den Professor öfter in seinem Wagen gehabt und ein bisschen gekannt. "Das war ein ganz feiner Mensch."

Quelle: n-tv.de, Jutta Schütz und Gisela Gross, dpa

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