Panorama

Die Wetterwoche im Schnellcheck Frühsommer heizt Eisheiligen ein

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Mittwoch wird nicht nur der wärmste Tag der Woche, sondern auch des Jahres 2022 bisher.

(Foto: imago images/Emmanuele Contini)

Die nächste Woche hat es in sich: Während der Montag mit Bodenfrost noch einen Kaltstart hinlegt, bricht der Mittwoch schon den ersten Wärmerekord des Jahres. Von Eisheiligen keine Spur. Auch das Wochenende bleibt freundlich bei bis zu 25 Grad, verrät Wetterexperte Björn Alexander.

In der neuen Wetterwoche nimmt der Frühsommer so richtig Anlauf und bereitet uns am Mittwoch - dem Namenstag des ersten Eisheiligen Mamertus - den bislang wärmsten Tag des Jahres. Selbst die Hitzemarke von 30 Grad Celsius wackelt gewaltig. Und auch wenn es anschließend mit den Temperaturen wieder runtergeht, bibbern müssen wir weiterhin nicht.

Derweil ächzt der indische Subkontinent unter einer brutalen Hitzewelle, die jetzt nochmals an Fahrt aufnimmt. Insbesondere ab Dienstag könnte im Bereich Indien und Pakistan sogar die 50-Grad-Marke geknackt werden. Nachts kühlt es sich zum Teil nicht auf unter 30 Grad ab. Selbst die Megastadt Delhi mit über 30 Millionen Einwohnern dürfte erneut auf Spitzen von um die 45 Grad kommen. Und das direkt im Anschluss an einen bereits von Rekordhitze geprägten April. Ein Trend zu einer immer intensiveren Frühjahrshitze, die erst in Richtung Juni von der Monsunzeit ausgebremst werden wird.

Nicht vergleichbar, aber dennoch durchaus erwähnenswert ist, dass es auch in Europa die erste Hitzewelle des Jahres gibt. In Spanien und Portugal nämlich, wo die ganze Woche Spitzenwerte zwischen 28 und 35 Grad möglich sind. Grund ist heiße Saharaluft, deren Vorderseite auch kurz mal bis zu uns nach Deutschland schwappt. Hier die Details.

Nacht zum Montag: Bodenfrost klopft an

In der Nacht klingen die letzten Schauer rasch ab und es wird verbreitet klar. Später können sich vereinzelt Nebelfelder ausbreiten. Dazu kühlt es oft auf 10 bis 5, im Norden teilweise auf 5 bis 2 Grad ab. Hier müssen Sie mitunter mit Bodenfrost rechnen.

Montag: Sonne satt und nur lokale Gewitter

Hoch "Wolf" liegt über der Ostsee und sorgt nahezu landesweit für Sonnenschein, dünne Schleierwolken sowie kleine Quellwolken über dem Bergland stören kaum. Einzig an den Alpen sind die Wolken dicker und nachmittags sind stellenweise Schauer und Gewitter nicht auzuschließen. Das Ganze bei zumeist sehr angenehmen 20 bis 26 Grad. Lediglich an der See sowie im Alpenvorland ist es etwas frischer mit Werten um 18 Grad.

Dienstag: Etwas Regen im Norden

In der Nordhälfte ziehen Wolkenfelder durch und verdecken zeitweise die Sonne. Dabei kann es besonders an der Küste etwas regnen. In der Südhälfte bleibt es dagegen trocken und es scheint mehrheitlich die Sonne. Die Temperaturen erreichen auf den Nordseeinseln windige Werte um die 18 Grad. Ansonsten werden es vielfach frühsommerlich warme 23 bis 28 Grad.

Mittwoch (Mamertus): 30-Grad-Marke kommt in Reichweite

Björn Alexander

Der ntv-Wetterexperte Björn Alexander.

Der Mittwoch wird nicht nur der wärmste Tag der Woche, sondern auch des Jahres 2022 bisher. Verbreitet werden es sommerliche 24 bis 28 Grad, am Oberrhein könnte es sogar bis nahe 30 Grad gehen. Und natürlich passt das Wetter mit meist reichlich Sonne ebenfalls. Nur im Norden und Osten ziehen zeitweise mehr Wolken durch - es bleibt aber trocken. Unterdessen kündigt der lebhafte Westwind im Norden bei 16 bis 22 Grad allerdings schon das Ende des Frühsommerintermezzos an.

Donnerstag (Pankratius): Kaltfront grätscht dem Sommer dazwischen

Es gibt noch einige Unsicherheiten bei den Details. Aber aus heutiger Sicht ist das Auflodern der frühsommerlichen Flamme schon wieder erloschen. Wie stark die Kaltfront tatsächlich ist und wie schnell sie über Deutschland zieht, wird von den Wettercomputern aber noch sehr unterschiedlich bewertet. Bei einem Mix aus Sonne und Wolken bilden sich jedenfalls im Tagesverlauf im Süden Schauer und Gewitter. Je nach Wettermodell sind auch Unwetter nicht auszuschließen, die sich ebenso in der Mitte und im Norden austoben könnten. Mit einem kräftigem Wind kühlt es spürbar ab. Im Norden sind 16 bis 22, an der Nordsee gar nur 14 oder 15 Grad zu erwarten. In der Mitte und im Süden werden es 22 bis 25 Grad.

Freitag (Servatius): Leicht wechselhaft und nochmals frischer

Die Unsicherheiten bei den Prognosen der Computermodelle bleiben. Nach Stand jetzt erwartet uns aber ein leicht durchwachsener Tag mit zeitweiligem Sonnenschein, bevor nachmittags teilweise Schauer sowie Blitz und Donner aufkommen können. Die Höchstwerte bringen es auf 14 Grad an der Nordsee und 22 Grad am Oberrhein. In der Nordhälfte weht nach wie vor ein strammer Wind.

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Samstag und Sonntag (Bonifatius und Sophie): Sonne kommt wieder in Fahrt

Am Wochenende steigen die Chancen auf ein neues Hoch. Damit hat der Samstag noch einige Schauer am Start, bevor es am Sonntag wieder oft freundlich bis sonnig und trocken weitergeht. Dazu am Samstag 14 bis 24 und am Sonntag 15 bis 25 Grad. Damit bringen uns die Eisheiligen im Verlauf unterm Strich zwar eine Abkühlung, die in der Nacht zum Sonntag unterm klaren Himmel vielleicht sogar mit örtlichem Bodenfrost einhergehen kann. Aber insgesamt ist das Temperaturniveau im Anschluss an den leicht überhitzten Mittwoch für Mitte Mai ziemlich normal.

Quelle: ntv.de

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