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RKI-Bericht belegt Wirksamkeit Impfung schützt vor Symptomen und Krankenhaus

Über mehrere Wochen hinweg kann mit dem Bericht nachgewiesen werden, dass Geimpfte seltener ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Über mehrere Wochen hinweg kann mit dem Bericht nachgewiesen werden, dass Geimpfte seltener ins Krankenhaus eingeliefert werden.

(Foto: picture alliance/dpa/TASS)

Egal in welcher Altersgruppe - eine Impfung kann das Risiko schwerer Krankheitsverläufe und Hospitalisierungen deutlich reduzieren. Das belegen Statistiken des RKI-Wochenberichts. Zwei Unterschiede gibt es jedoch zwischen den unter und über 60-Jährigen.

Auch Menschen, die bereits vollständig gegen Corona geimpft sind, können sich mit dem Virus anstecken. Allerdings unterscheiden sie sich von der Gruppe der Ungeimpften, wenn es um die Folgen einer Infektion geht. Das geht aus dem aktuellen Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Demnach leiden immunisierte Infizierte wesentlich seltener an Symptomen und können sich zudem öfter einen Aufenthalt im Krankenhaus ersparen – das gilt sowohl für die Altersgruppe der 18- bis 59-Jährigen als auch für diejenigen der über 60-Jährigen.

Quelle: RKI Wochenbericht vom 28.10.2021

Quelle: RKI Wochenbericht vom 28.10.2021

Zwischen Juli und Oktober dieses Jahres kamen bei den jüngeren Ungeimpften bis zu 130 symptomatische Erkrankungen auf 100.000 Menschen, bei denjenigen mit Impfschutz blieb dieser Wert im gleichen Zeitraum stets unter 20 (siehe Grafik). Bei Älteren ist der Unterschied etwas weniger deutlich: Auf 100.000 über 60-jährige Ungeimpfte kamen in den letzten Wochen zwischen 30 und 50 symptomatisch Erkrankte. Unter Geimpften traf eine erkennbare Erkrankung im gleichen Zeitraum nur rund 10 Menschen von 100.000.

Die folgenden Unterschiede zeichnen ein noch deutlicheres Bild: In ein Krankenhaus mussten wegen einer Covid-Infektion im betrachteten Zeitraum bis zu 10 von 100.000 der ungeimpften Jüngeren eingeliefert werden. Bei Geimpften lag dieser Wert konstant unter 1. Die über 60-Jährigen ohne Impfschutz traf es mit zwischenzeitlich 15 Einweisungen pro 100.000 Menschen ebenfalls deutlich öfter als die Geimpften, bei denen es nie mehr als 2 waren.

Zwei Unterschiede zwischen den Altersklassen sind zu erkennen: Bei den Jüngeren ist die Rate der symptomatischen Erkrankungen um ein vielfaches höher als bei den Älteren, umgekehrt werden die Senioren im Verhältnis häufiger ins Krankenhaus eingeliefert als die unter 60-Jährigen. Eine Erklärung für den ersten Befund könnte laut RKI ein hohes Expositionsrisiko der Jüngeren, etwa aufgrund vieler sozialer Kontakte sein. Auch muss diese Gruppe sich womöglich öfter testen. Beides dürfte die Zahl der erkannten symptomatischen Erkrankungen in der Statistik in die Höhe treiben.

Die häufigere Hospitalisierung der Älteren ist darauf zurückzuführen, dass ein hohes Alter die Gefahr eines schweren oder sogar lebensgefährlichen Verlaufs erhöht. Die Betroffenen landen deshalb nach einer Covid-Erkrankung häufiger im Krankenhaus.

Die wichtigste Schlussfolgerung aus den Statistiken gilt jedoch für Jung und Alt: Über mehrere Wochen hinweg zeigt der Bericht des RKI, dass Geimpfte seltener ins Krankenhaus eingeliefert werden und nicht so schlimme Symptome aufweisen. Die Wirksamkeit der Vakzine ist somit – trotz mancher Impfdurchbrüche – zum wiederholten Mal belegt.

Quelle: ntv.de, lve

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