Panorama

Drogen-Razzien in Bayern LKA geht gegen Münchener Polizisten vor

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Der Drogen-Skandal im Münchener Polizeipräsidium weitet sich aus.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Sie sollen ihren Job nicht ganz so genau genommen haben und mitunter selbst Teil eines Drogenrings sein: Mehr als 20 Polizisten stehen derzeit im Fokus weitreichender Ermittlungen. Bei einer Großrazzia wurden nun etliche Dienststellen durchsucht.

Die Münchner Polizei wird von einem Drogenskandal erschüttert. Die Staatsanwaltschaft München I ermittelt gegen 21 Polizisten sowie 17 weitere Beschuldigte, wie die Behörde sowie das bayerische Landeskriminalamt (LKA) mitteilten. Hintergrund ist der Verdacht auf Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz und gegen das Anti-Dopinggesetz. Gegen einzelne Beamte werde auch wegen des Verdachts der Verfolgung Unschuldiger oder Strafvereitelung im Amt ermittelt.

Am Vormittag durchsuchten die Ermittler 24 Wohnungen und Dienststellen in München und den Landkreisen München, Dachau, Wolfratshausen, Ebersberg und Fürstenfeldbruck. An der Aktion waren 18 Staatsanwälte und mehr als 90 LKA-Ermittler beteiligt.

20 der unter Verdacht stehenden Polizisten gehören zum Polizeipräsidium München. Ein weiterer Verdächtiger war dort früher im Einsatz und zählt inzwischen zur bayerischen Bereitschaftspolizei.

Die Ermittlungen waren 2018 ins Rollen gekommen, nachdem ein mutmaßlicher Drogenhändler vor Gericht angegeben hatte, mit Polizisten zusammen gearbeitet zu haben. Im Februar waren Ermittlungen gegen zwei Polizisten wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz bekannt geworden. Diese führten zu dem Verdacht gegen weitere Polizisten.

Quelle: ntv.de, cri/AFP/dpa