Lebenslänglich für SchwiegersohnMörder von Monaco-Milliardärin bleibt in Haft

Eine monegassische Milliardärin will 2014 ihren Sohn im Krankenhaus besuchen, als sie niedergeschossen wird. Der Schwiegersohn gesteht der Polizei den Auftragsmord zuerst, zieht seine Aussage später jedoch zurück. Nun steht das Urteil fest: Er bleibt lebenslang in Haft. Doch er ist nicht der Einzige.
Über sieben Jahre nach dem Mord an der monegassischen Milliardärin Hélène Pastor hat ein französisches Berufungsgericht die lebenslange Haftstrafe für den Schwiegersohn bestätigt. Auch der Auftragsmörder und sein Komplize bleiben lebenslang in Haft, entschied das Gericht in Bouches-du-Rhône. Der Anwalt des polnischen Schwiegersohns kündigte eine Berufung vor dem Obersten Gerichtshof an.
Wojciech Janowski war im Oktober 2018 in erster Instanz schuldig gesprochen worden, die Tötung der 77-Jährigen und ihres Fahrers in Auftrag gegeben zu haben. Der polnische Honorarkonsul wurde wenige Wochen nach Pastors Tod festgenommen und legte zunächst ein Geständnis ab - nahm es aber kurz darauf wieder zurück.
"Ich bin unschuldig", beteuerte Janowski in der örtlichen Zeitung. Im Hinblick auf sein anfängliches Geständnis führte er aus, er habe gelogen, um seiner Frau eine angeblich angedrohte Untersuchungshaft zu ersparen. Zudem berief er sich auf ein Sprachproblem - nämlich dass er das entscheidende Wort ("beauftragt") nicht verstanden habe.
Im Auto niedergeschossen
Hélène Pastor war im Mai 2014 in ihrem Auto niedergeschossen worden und später ihren schweren Verletzungen erlegen. Auch ihr Fahrer wurde getötet. Zu der skrupellosen Bluttat, die in Monaco und über die Grenzen des Fürstentums hinaus für Entsetzen sorgte, kam es vor einer Klinik.
Dort lauerten die zwei Täter der Milliardärin auf, die ihren Sohn Gildo Pallanca-Pastor besucht hatte, der in dem Krankenhaus wegen eines Schlaganfalls behandelt wurde. Der Schütze war mit einem Gewehr bewaffnet. Die Ermittler identifizierten die beiden Tatverdächtigen mit Aufnahmen aus Überwachungskameras, Mobiltelefon-Daten und DNA-Spuren auf Duschgel in einem Hotelzimmer. Die Familie Pastor hatte mit Immobiliengeschäften in Monaco, wo Wohnraum sehr teuer ist, ein riesiges Vermögen angehäuft.