Panorama

Mehrere Festnahmen in Berlin Mutmaßlicher Millionenbetrug mit Corona-Tests

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Mit Corona-Testzentren haben einige Kriminelle offenbar viel Geld verdient.

(Foto: picture alliance / photothek)

Sie sollen Corona-Tests abgerechnet haben, die nie durchgeführt wurden. In Berlin nimmt die Polizei den Kopf einer Betrügerbande und dessen Schwester fest - sie sollen in 18 Testzentren insgesamt mehr als neun Millionen Euro illegal abgerechnet haben. Auch in anderen Regionen schlagen die Ermittler zu.

In Berlin sind zwei Menschen festgenommen worden, die bei der Abrechnung von Corona-Tests in großem Stil betrogen haben sollen. Zudem gab es zahlreiche Durchsuchungen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Der festgenommene 46-Jährige soll Kopf einer Bande gewesen sein, die insgesamt 18 Testzentren in Berlin betrieb.

Der Mann, seine ebenfalls festgenommene Schwester und weitere Beschuldigte sollen zwischen Mai 2021 und Februar 2022 Tests für mehr als neun Millionen Euro gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung betrügerisch abgerechnet haben. Mehr als sechs Millionen Euro des ausgezahlten Gelds seien auf das Konto eines mutmaßlichen Mittäters in die Türkei überwiesen worden. Der Mann werde gesondert verfolgt.

Gestern waren Staatsanwaltschaft und Polizei in Niedersachsen zu einer großangelegten Razzia wegen mutmaßlichen Abrechnungsbetrugs mit Corona-Tests ausgerückt. Wie die Polizei in Osnabrück mitteilte, wurden dabei zwölf Objekte in Hannover, Oldenburg und Aurich durchsucht. Das Verfahren richtet sich demnach gegen eine 31-jährige Betreiberin von Testzentren, die zu Unrecht zahlreiche Corona-Tests abgerechnet haben soll, die nie stattfanden. Der Schaden für die Kassenärztliche Vereinigung liege bei mehr als einer Million Euro.

Die Ermittlungen gegen die Beschuldigte aus Aurich waren im Februar durch eine Geldwäscheverdachtsanzeige einer Bank angestoßen worden, wie die Beamten mitteilten. Es folgten weitere Nachforschungen, die in der Durchsuchungsaktion endeten. Die Ermittler fanden dabei Abrechnungen, digitale Speichermedien und andere Beweismittel. Der mutmaßlich zu Unrecht eingenommene Millionenbetrag wurde demnach bereits durch die Staatsanwaltschaft gesichert und beschlagnahmt.

Quelle: ntv.de, jhe/AFP

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