Panorama

Türkische Städte unter Wasser Nach Waldbränden nun Überschwemmungen

Wälder in Flammen, Rauchschwaden über Hotels. Damit hat der Süden der Türkei zu kämpfen. Im Norden des Landes ereignet sich nun parallel eine ganz andere Naturkatastrophe: ein verheerendes Hochwasser in mehreren Provinzen am Schwarzen Meer.

Nach den verheerenden Waldbränden im Südwesten der Türkei wird nun auch noch die Schwarzmeerregion im Norden des Landes von heftigen Regenfällen und Überschwemmungen geplagt. In mehreren Dörfern der Provinz Bartin fiel der Strom aus und eine Brücke stürzte ein, wie der Katastrophenschutz mitteilte. Ein Mensch starb Medienberichten zufolge an einem Herzinfarkt, mehrere weitere Menschen wurden verletzt.

Weiter östlich in der Provinz Sinop stürzte ein Haus ein und Autos steckten in Wassermassen fest. Ein Krankenhaus musste evakuiert werden, mehrere Straßen waren gesperrt. Die Behörden warnten vor weiteren schweren Regenfällen. Auf Twitter wurden unterdessen von zahlreichen Profilen, darunter dem des Journalisten Ertan Süzgün, Videos geteilt, die eine vollkommen überschwemmte Kreishauptstadt Bozkurt in der zwischen Bartin und Sinop gelegenen Provinz Kastamonu zeigen. Auf der Onlineplattform des Senders "CNN Türk" wird die Lage dramatisch beschrieben: "Brücken stürzten ein, Fahrzeuge wurden weggerissen, viele Gestrandete wurden gerettet."

Im Norden der Türkei kommt es im Sommer häufig zu schweren Regenfällen, die Sturzfluten auslösen. Vergangenes Jahr starben in der Region mindestens fünf Menschen bei Überschwemmungen. Im Südwesten der Türkei tobten in den vergangenen zwei Wochen derweil die größten Wald- und Buschfeuer in der Geschichte des Landes. Zehntausende Hektar Wald entlang der Küste brannten nieder.

Auch andere Länder im Mittelmeerraum kämpfen mit schweren Bränden, wie etwa Griechenland. Dort versuchte die Feuerwehr den neunten Tag an mehreren Orten, den Flammen Herr zu werden. Unter anderem brach auf der Halbinsel Peloponnes ein Feuer in der Nähe der antiken olympischen Stätten aus. Experten schließen einen Zusammenhang mit dem Klimawandel nicht aus. Aus mehreren Mittelmeer-Gegenden wurden Rekordtemperaturen gemeldet, etwa aus Tunesiens Hauptstadt Tunis, wo aktuell nach offiziellen Angaben 49 Grad gemessen wurden.

Quelle: ntv.de, mpe/rts

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.