Panorama

Erklärung zu Impfstoff Pharmakonzerne wehren sich gegen Druck

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Bei den Impfstoffen werde es keine Abstriche an der Sicherheit geben, versichern die Konzerne in einer gemeinsamen Erklärung.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im November wird in den USA ein neuer Präsident gewählt. Amtsinhaber Trump hofft, dass es dann bereits einen Corona-Impfstoff geben wird und hat beschleunigte Verfahren in Aussicht gestellt. Nun schließen sich mehrere Unternehmen zusammen und erklären, Sicherheit gehe vor Tempo.

Mehrere Pharmafirmen bereiten einem Zeitungsbericht zufolge eine gemeinsame öffentliche Verpflichtung zu hohen Sicherheitsstandards bei Corona-Impfstoffen vor. Für die Impfstoffkandidaten soll erst eine Zulassung beantragt werden, wenn sie sicher und wirkungsvoll seien, berichtete das "Wall Street Journal". Bei den klinischen Studien und der Herstellung sollten hohe wissenschaftliche und ethische Standards zugrunde liegen, zitierte die Zeitung aus einem Entwurf für die Erklärung. Die Konzerne, darunter Pfizer, Johnson & Johnson sowie Moderna, könnten ihr Versprechen bereits in der kommenden Woche veröffentlichen.

Im Rennen um einen Impfstoff gegen das Coronavirus waren zuletzt vermehrt Befürchtungen aufgekommen, dass der politische Druck vor der Präsidentschaftswahl in den USA am 3. November steigen könnte und dies zu Lasten der Sicherheit gehen könnte. So hatte die US-Regierung erst jüngst die Bundesstaaten aufgefordert, die Verteilung eines möglichen Corona-Impfstoffes noch vor der Präsidentschaftswahl vorzubereiten.

Der Chef der Gesundheitsbehörde CDC, Robert Redfield, forderte die Gouverneure in einem Schreiben auf, die Zulassung zum Aufbau von Impfstoff-Verteilzentren bis zum 1. November sicherzustellen. Der Brief zeigt den Willen der Regierung von Trump, noch vor der Wahl einen Impfstoff zu genehmigen und mit der Ausgabe erster Dosen zu beginnen. Trump hat wiederholt die Hoffnung geäußert, dass ein Impfstoff zur Eindämmung der Pandemie bald zur Verfügung stehen könnte.

In dem CDC-Schreiben an die Bundesstaaten heißt es, ein Impfstoff könne entweder mit einer normalen Zulassung oder einer Notfall-Verordnung genehmigt werden. Die US-Regierung werde den Impfstoff kaufen und kostenlos an die Verteilzentren ausgeben.

Zu den am weitesten entwickelten Impfstoffkandidaten gehören die von AstraZeneca, Pfizer und Moderna. Mit entscheidenden Ergebnissen ist Experten zufolge aber nicht vor Ende des Jahres zu rechnen. Einige gehen davon aus, dass es bis Mitte 2021 dauern könnte, bis genügend Daten vorliegen, um die Sicherheit eines Impfstoffs belegen zu können.

Quelle: ntv.de, jwu/rts/AFP

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