Panorama

Inzidenz viel höher als 2020 Regierung sieht keinen entspannten Sommer

Die dritte Welle ist gebrochen, die ersten Länder machen wieder auf. Alles gut also? Nein, teilt Regierungssprecher Seibert mit. Er verweist darauf, dass die Infektionszahlen letztes Jahr um diese Zeit deutlich niedriger waren und mahnt: "Dieser Kampf ist noch nicht ganz vorbei."

Die Bundesregierung sieht trotz der Entspannung der Corona-Lage noch keinen Anlass zur Entwarnung auch für den Sommer. Die täglich fallenden Neuinfektionszahlen und die mit großem Schwung laufende Impfkampagne könnten zuversichtlich machen, aber nicht voreilig, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. "Wir haben noch nicht die Voraussetzungen dafür erreicht, einen genauso entspannten Sommer wie letztes Jahr zu genießen."

Ziel müsse bleiben, die Zahl der Ansteckungen deutlich weiter zu senken. Vor einem Jahr habe die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz um diese Zeit bei fünf gelegen, erläuterte Seibert. Aktuell sind es laut Robert Koch-Institut (RKI) 83,1 gemeldete neue Fälle pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Seibert verwies für das Ziel, die Zahlen weiter zu senken, auf Länder wie Schleswig-Holstein, das mit einem Wert von nun 35 das bundesweit geringste Niveau hat. "Freuen wir uns, dass wir gemeinsam die dritte Welle brechen konnten. Genießen wir, was dadurch in den nächsten Tagen und Wochen wieder möglich wird", sagte Seibert. Masken, Abstand, Testen und die Corona-Warnapp blieben aber Verbündete im Kampf gegen die Pandemie. "Und dieser Kampf ist noch nicht ganz vorbei."

Länder machen auf

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Aufgrund des geringen Infektionsgeschehens öffnet sich Schleswig-Holstein wenige Tage vor Pfingsten unter Auflagen wieder für Touristen. Auch in weiteren Bereichen wird das öffentliche Leben wieder hochgefahren. Lokale im Norden dürfen ihre Innenbereiche öffnen, Ausflugsschiffe Gäste an Bord nehmen. Bisher waren touristische Übernachtungen nur in vier Modellregionen von Schleswig-Holstein möglich.

Auch weitere Bundesländer haben Lockerungen vor Pfingsten in Aussicht gestellt. In mehreren Regionen Baden-Württembergs sind schon seit Samstag wieder Gastronomie und Beherbergungsbetriebe offen.

Quelle: ntv.de, chr/dpa

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