Panorama

Nach zwei Überfällen in Berlin SEK stellt Bankräuber in dessen Wohnung

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Der Mann wurde bei seiner Tat von einer Überwachungskamera gefilmt.

(Foto: Polizei Berlin)

Er kommt in Flipflops und flüchtet mit dem Fahrrad: Ein 39 Jahre alter Mann überfällt am Dienstag zwei Banken mitten in Berlin. Doch keine 24 Stunden später wird er bereits von der Polizei gestellt. In der Hauptstadt mehren sich seit Monaten wieder die Überfälle auf Banken.

Einen Tag nach zwei Banküberfällen in den Berliner Bezirken Schöneberg und Charlottenburg hat die Polizei den mutmaßlichen Täter gefasst. Beamte eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) nahmen den 39-Jährigen am Mittwochmorgen gegen 8 Uhr in seiner Wohnung im Stadtteil Schöneberg fest. Nach "B.Z."-Informationen soll es sich bei dem Mann um einen Italo-Brasilianer handeln. Laut Mitteilung der Polizei hatten Hinweise aus der Bevölkerung bei der Suche entscheidend geholfen. Zuvor war ein Foto des gesuchten Mannes aus der Überwachungskamera einer der beiden Banken veröffentlicht worden.

Am Dienstagvormittag hatten die Überfälle innerhalb kurzer Zeit für Aufsehen gesorgt. Der Täter bedrohte Angestellte jeweils mit einem Messer und machte in einem Fall auch Beute. Bemerkenswert war, dass er die Banken mit Corona-Maske und in Flipflops betrat und mit einem Fahrrad flüchtete. Die betroffenen Filialen sind nicht allzu weit vom Wohnort des Mannes entfernt.

In Berlin hatten sich zuletzt die Überfälle auf Banken gehäuft. Anfang August hatten mehrere Männer versucht, eine Filiale im Bezirk Wilmersdorf zu überfallen. Mit einem Auto wollten sie in die Räume gelangen. Es fielen mehrere Schüsse, als zwei Sicherheitsleute einschritten. Mitte Juni war es an fast identischer Stelle zu einem Überfall auf einen Transporter gekommen. Wie die "B.Z." und die "Bild"-Zeitung damals berichteten, sollen die Täter dabei eine halbe Million Euro erbeutet haben.

Und Ende Juli gab es schließlich noch einen versuchten Raubüberfall in Neukölln. Vier Menschen hatten eine Bank gestürmt, versprühten Reizgas und verletzten zwölf Menschen, flohen jedoch ohne Beute.

Quelle: ntv.de, tno/dpa