Panorama

Höchstwert bei Corona-Toten Schanghai riegelt Häuser Infizierter ab

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Eingänge zu Wohnhäusern und Geschäften sind mit Zäunen abgesperrt.

(Foto: REUTERS)

Seit mehr als drei Wochen ist die chinesische Metropole im Lockdown. Vielen Menschen fehlen Berichten zufolge Lebensmittel und Medikamente. Die Behörden sperren nun Eingänge von Häusern ab, in denen Corona-Infizierte leben. Die Zahl der Corona-Toten steigt weiter an.

In Chinas größter Stadt Schanghai sind wegen Corona-Infektionen Maschendrahtzäune um einige Wohngebäude errichtet worden. Bilder von Arbeitern in weißen Schutzanzügen, die Eingänge von Wohnblöcken versiegeln und ganze Straßenzüge mit hohen grünen Zäunen absperren, verbreiteten sich am Samstag in den sozialen Medien und lösten Fragen und Beschwerden von Anwohnern aus. Die Nachrichtenagentur Reuters war nicht in der Lage, die Authentizität aller Fotos und Videos zu überprüfen. Derweil meldeten die Behörden in Schanghai mit 39 Corona-Toten innerhalb von 24 Stunden einen neuen Höchststand. Dieser übertrifft den bisherigen Höchstwert von zwölf Toten am Vortag bei weitem.

Die chinesische Metropole ist seit Anfang April weitgehend abgeriegelt, die meisten der rund 25 Millionen Einwohner dürfen ihre Wohnungen so gut wie nicht verlassen. Dabei gelingt es den Behörden kaum, die Konsequenzen für die Eingeschlossenen abzufedern: Die Stadt hat Mühe, ihre Bewohner mit frischen Lebensmitteln zu versorgen oder ärztlich betreuen zu lassen, weil das Gesundheitswesen in erster Linie für Corona-Tests und -Behandlungen gebraucht wird.

Ähnliches könnte auch der Hauptstadt Peking blühen. Dort wurden an diesem Sonntag 22 neue Ansteckungen verzeichnet. Erste Beobachtungen deuten darauf hin, dass sich das Virus seit einer Woche "unsichtbar" in der Hauptstadt ausgebreitet hat und "Schulen, Reisegruppen und viele Familien" betroffen sind, wie der Behördenvertreter Pang Xinghuo sagte. "Das Risiko einer fortgesetzten und versteckten Übertragung ist hoch, und die Situation ist düster", sagte Tian Wei vom städtischen Parteikomitee auf einer Pressekonferenz. "Die gesamte Stadt Peking muss sofort handeln."

Quelle: ntv.de, hul/rts/AFP

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