Panorama

Spektakuläres Wetterphänomen Schneewolke verschlingt Manhattan

Gespenstische Bilder aus New York: Aus den Fenstern des "One World Trade Center" hält eine Kamera einen ungewöhnlich heftigen Wetterumschwung fest. Die Zeitrafferaufnahmen zeigen, wie sich eine Kaltfront binnen Minuten durch die Straßenschluchten wälzt.

Wenige Tage vor Weihnachten hat der Winter die größte Stadt der USA erreicht. Aus Westen zog am Mittwochnachmittag eine dichte und klar abgrenzte Wolkenfront heran, die New York innerhalb kurzer Zeit in dichtes Schneetreiben hüllte.

Aus dem Innern des "One World Trade Center", dem derzeit höchsten Gebäude New Yorks an der Südspitze Manhattans, hielt eine Kamera den Wetterwechsel in spektakulären Bildern fest. In den Zeitrafferaufnahmen ist zu erkennen, wie sich die Stimmung in der Stadt schlagartig verdüstert.

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Ungläubig verfolgten tausende New Yorker aus ihren Büros und Wohnungen mit, wie sich eine dichte Wand aus Schneeflocken über den Hudson River heranwälzte und die Metropole unter sich begrub. "New York City wird gerade bei lebendigem Leib verschlungen", twitterte ein Einwohner. Das Schneegestöber war zeitweise so dicht, dass die Sichtweite nur noch wenige Meter betrug. Selbst riesige Wolkenkratzer waren von der gegenüberliegenden Straßenseite nicht mehr zu erkennen.

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Mit dem ersten Schnee kam zugleich auch eisiger Wind mit arktischen Temperaturen. Das zuvor sonnige Wetter mit einem vergleichsweise milden Klima gehört für die Einwohner der Ostküstenstadt vorerst der Vergangenheit an.

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Am Abend und in der Nacht fiel das Thermometer weit unter Null. Während die Außentemperaturen in den küstennahen Bereichen am Atlantik derzeit etwa 8 Grad unter dem Gefrierpunkt liegen, müssen Pendler aus den weiter im Inland gelegenen Vororten mit zweistelligen Minusgraden rechnen.

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Solange der Wind aus Westnordwest anhält, ist für New York City keine Erleichterung in Sicht. An den großen Seen und der Grenze zu Kanada, die nur wenige Hundert Kilometer landeinwärts liegt, werden derzeit Temperaturen von minus 28 Grad und darunter gemessen. In Deutschland dagegen ziehen zum vierten Advent im Vergleich dazu fast frühlingshafte Witterungsbedingungen auf.

Nasse Vorboten aus Westen

Von Frankreich und Benelux schieben sich Regenwolken über Europa. "Dabei ist es nochmals sehr mild bei bis zu 17 Grad mit Föhn am Alpenrand", wie n-tv Meteorologe Björn Alexander schreibt. Zum vierten Adventswochenende bestehen für Deutschland demnach Aussichten auf ein wechselhaftes und kühleres Wetter bei meist nicht mehr als 5 bis 10 Grad. "Vor allem am Sonntag weht im Südwesten zudem ein teils stürmischer Wind", warnt der Wetterexperte. "Und auch die nächste Woche zeigt sich eher unbeständig."

Ergiebige Schneefälle wie in New York sind demnach nicht zu erwarten. "Dabei bestehen durchaus Chancen, dass sich zu Weihnachten deutlich kühlere Luft bei uns einfindet", erklärt Björn Alexander. "Zumindest für das Bergland könnte es somit noch für eine weiße Weihnacht reichen, während Schnee zum Fest in tieferen Lagen nach wie vor ziemlich unwahrscheinlich ist."

Quelle: ntv.de