Panorama

Streiks an Frankfurter Schulen Schüler fordern striktere Corona-Regeln

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Masken alleine bieten den Schülern zu wenig Schutz.

(Foto: imago images/Patrick Scheiber)

Sowohl die schwer einzuhaltenden Abstandsregeln in der Corona-Pandemie als auch die überfüllten öffentlichen Verkehrsmittel werden von vielen Schülern als Gesundheitsrisiko gesehen. In Frankfurt am Main wollen daher mehrere weiterführende Schulen in den Streik treten.

Die steigenden Corona-Zahlen in Hessen vergrößern die Sorge vieler Schüler in Frankfurt am Main. In einem Rundschreiben fordert der "StadtschülerInnenrat Frankfurt am Main" deshalb eine Verschärfung der Hygieneregeln an Schulen und ruft zum Streik auf. Der Mindestabstand sei zurzeit an den meisten Schulen nicht einhaltbar, heißt es in dem Schreiben. Von Masken alleine würden sich die Schüler nicht genug geschützt fühlen. Der geplante Streik am Montag, den 30. November, soll in einer Demo vor dem Frankfurter Gesundheitsamt gipfeln. Bislang haben sich sechs weiterführende Schulen an dem Schreiben beteiligt.

Hessen meldete innerhalb der letzten 24 Stunden weitere 1363 Neuinfektionen. Die Zahl der bekannten Infektionen stieg damit im Land seit Beginn der Pandemie auf 79.260, wie aus Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Bislang starben 1111 Menschen an oder mit dem Virus, das waren 40 mehr als am Vortag.

"Trotz des neuen Lockdowns sind die Infektionszahlen nicht deutlich gesunken, und das besorgt uns, denn die Schule stellt für viele Schüler*innen das größte Sicherheitsrisiko dar", schreiben die Schüler. "Wir fühlen uns mit den jetzt getroffenen Maßnahmen in den Schulen nicht mehr geschützt. Sollten Sie unsere Forderungen nicht erhören und die momentane Situation verbessern, werden wir als Schülerschaft für unsere Rechte einstehen und streiken."

Selbst der Schulweg löse bei vielen Schülern Besorgnis aus und sei neben der Schule das "größte Sicherheitsrisiko". Der Grund dafür liege bei den öffentlichen Verkehrsmitteln. Diese seien zu Stoßzeiten überfüllt.

*Datenschutz

Um den Unterricht dennoch zu gewährleisten, schlägt der StadtschülerInnenrat Frankfurt am Main vor, auf das Konzept vom digitalunterstützten Distanzunterricht im Wechsel mit Präsenzunterricht zurückzugreifen. "Die Ausstattung mit digitalen Endgeräten erfolgt bereits an einigen Schulen, sodass Schülerinnen und Schüler keine grobe Benachteiligung durch den digital unterstützten Distanzunterricht erfahren müssen."

Quelle: ntv.de, mba