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Nach Anschlag in Ägypten Suche nach Gizeh-Attentätern läuft

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Es war der erste Terroranschlag auf ein touristisches Ziel seit 2017.

dpa

Drei Touristen aus Vietnam und ihr ägyptischer Reiseführer sterben bei einer Explosion unweit der Pyramiden von Gizeh. Ministerpräsident Madbuli versucht, Reisende zu beruhigen. Gerade erst hatte sich die angeschlagene Tourismusbranche in dem Land leicht erholt.

Nach dem tödlichen Anschlag auf einen Touristenbus in der Nähe der Pyramiden von Gizeh in Ägypten beginnt die Suche nach dem Motiv und den Tätern. Der ägyptische Generalstaatsanwalt Nabil Sadek ordnete in der Nacht zu Samstag eine Untersuchung der Explosion an, durch die am Freitagabend vier Menschen ums Leben gekommen und elf weitere verletzt worden waren.

Bei den Opfern, die mit einem Bus unterwegs waren, handelte es sich demnach um drei vietnamesische Touristen und ihren ägyptischen Reiseführer. Elf weitere Menschen seien durch den selbstgebauten Sprengsatz verletzt worden, neben dem ägyptischen Busfahrer auch weitere Urlauber.

Wie das ägyptische Innenministerium mitgeteilt hatte, war die Bombe kurz nach 18 Uhr (Ortszeit) am Rand einer vielbefahrenen Straße unweit der bei Touristen beliebten Pyramiden in Gizeh explodiert. Der Ort des Zwischenfalls wurde von den Sicherheitskräften abgesperrt. Anwohner berichteten in den sozialen Netzwerken von einer lauten Explosion. Bilder von der Unglücksstelle zeigten, dass auf einer Seite des Busses alle Fenster zersplittert waren. Zudem war eine Seite des Busses mit Kratzern und dunklen Staubspuren übersät.

"Kein Grund zur Sorge"

Ministerpräsident Mustafa Madbuli betonte nach einem Besuch bei den Überlebenden im Krankenhaus, dass es weltweit Terrorismus gebe. Es gebe keinen Grund, besorgt zu sein. Der Bus sei von seiner geplanten, gesicherten Route abgewichen, ohne die Sicherheitskräfte zu benachrichtigen, bevor er von dem Sprengstoff getroffen worden sei. Ein Sprecher des Außenministeriums verurteilte die Tat als "feigen terroristischen Akt".

Im Urlaubsland Ägypten kommt es immer wieder zu Angriffen auf Touristen und zu Terroranschlägen. Die Reisebranche des Landes leidet darunter sehr. Die Touristenzahlen waren nach den Umbrüchen des sogenannten Arabischen Frühlings 2011 stark gesunken, hatten sich zuletzt aber leicht erholt. Das Auswärtige Amt warnt dennoch vor einem erhöhten Risiko terroristischer Anschläge. Vor allem auf der Sinai-Halbinsel kommt es immer wieder zu Zwischenfällen. Aber auch in der Hauptstadt Kairo oder in anderen Teilen des Landes ereignen sich immer wieder Anschläge. Zuletzt starben bei einem Anschlag auf koptische Pilger Anfang November sieben Menschen.

Quelle: n-tv.de, ino/dpa

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