Panorama

Er tötete 77 Menschen Terrorist Breivik will früher aus Gefängnis

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Rechtsterrorist Anders Breivik nennt sich mittlerweile Fjotolf Hansen.

(Foto: picture alliance / Heiko Junge /)

2012 wird Anders Breivik wegen Terrorismus und vorsätzlichen Mordes zu 21 Jahren Haft verurteilt. Nun stellt er den Antrag, nach nicht einmal der Hälfte der Zeit auf Bewährung frei zu kommen. Nach norwegischem Recht ist das sogar möglich.

Der verurteilte norwegische Massenmörder Anders Behring Breivik will vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen werden. Er habe einen Antrag zur Freilassung auf Bewährung gestellt, sagte sein Anwalt Øystein Storrvik der norwegischen Zeitung "Verdens Gang". Es bestehe Anspruch auf gerichtliche Prüfung eines solchen Antrags auf Entlassung nach der Mindestdauer in Verwahrung - diese beträgt in Breiviks Fall zehn Jahre.

Zudem plant Breivik nach Angaben des Anwalts aufgrund seiner Haftbedingungen eine erneute Klage wegen Verstoßes gegen seine Menschenrechte gegen den norwegischen Staat. Mit einem ähnlichen Vorgehen war er bereits vor Jahren vor mehreren Instanzen gescheitert. Der Rechtsterrorist, der sich mittlerweile Fjotolf Hansen nennt, hatte am 22. Juli 2011 bei Anschlägen im Osloer Regierungsviertel und auf der Insel Utøya insgesamt 77 Menschen getötet.

Er war im August 2012 zu 21 Jahren Sicherheitsverwahrung mit einer Mindestdauer von zehn Jahren verurteilt worden - zum Zeitpunkt des Urteils war das die höchstmögliche Strafe in Norwegen. Seit das Gesetz 2015 verschärft wurde, können Richter eine Mindestdauer von bis zu zwei Dritteln der Verwahrungsstrafe festsetzen. Eine lebenslange Freiheitsstrafe kennt Norwegen nicht.

Quelle: ntv.de, spl/dpa