Panorama

Seit 1971 auf der Flucht US-Mörder nach fast 50 Jahren gefasst

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49 Jahre lang konnte sich Leonard Moses unter falschem Namen vor der Polizei verstecken.

(Foto: FBI)

Leonard Moses wird 1968 wegen Ausschreitungen nach Martin Luther Kings Ermordung zu lebenslanger Haft verurteilt. Drei Jahre später kann er fliehen und lebt seither unter anderem Namen. Nun kommt der Polizei der Zufall zur Hilfe.

Fast 50 Jahre nach seiner Flucht ist ein Straftäter in den USA der Bundespolizei FBI ins Netz gegangen. Leonard Moses, der wegen der Ausschreitungen nach der Ermordung des Bürgerrechtlers Martin Luther King 1968 verurteilt worden war, wurde in seinem Haus in Grand Blanc im Bundesstaat Michigan festgenommen, wie das FBI mitteilte.

Moses war zu lebenslanger Haft verurteilt worden, weil er bei den Unruhen 1968 zusammen mit anderen Demonstranten in Pittsburgh Brandsätze geworfen hatte. Einer der Molotow-Cocktails setzte das Haus einer 72-jährigen Frau in Brand, die dabei schwer verletzt wurde und später ihren Brandwunden erlag.

1971 nutzte Moses einen Freigang zur Flucht: Während der Beerdigung seiner Großmutter entkam er der Polizei. Er änderte seinen Namen in Paul Dickson und arbeitete als Apotheker in Michigan. 2016 nahm das FBI die Ermittlungen in dem Fall wieder auf und setzte eine Belohnung auf Hinweise zur Ergreifung Moses' aus. Die Bemühungen blieben aber ohne Erfolg.

Anfang des Jahres wurde er nach Angaben des FBI wegen eines anderen Falls befragt. Dabei stellte sich heraus, dass die Fingerabdrücke des Verdächtigen Paul Dickson mit denen von Leonard Moses übereinstimmen. Moses ließ sich am Donnerstag schließlich ohne Widerstand in seinem Haus festnehmen.

Quelle: ntv.de, nan/AFP