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Nach Übergriff auf Rabbiner Verdächtige bestreitet antisemitische Attacke

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Noch immer wissen die Ermittler nicht, wer die zweite Person ist, die den Rabbiner beleidigt hat.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein Rabbiner und seine beiden Söhne werden in München auf offener Straße wegen ihres Glaubens beschimpft und bespuckt. Nun meldet sich eine Frau, die den Vorfall anders darstellt. Die Polizei muss jetzt prüfen, wer die Wahrheit sagt.

Nach der antisemitischen Attacke auf einen Rabbiner und seine zwei Söhne in München hat sich eine Tatverdächtige gestellt. Die 40 Jahre alte Frau habe wechselseitige Beleidigungen eingeräumt, sie habe aber sowohl antisemitische Beleidigungen als auch das Bespucken des 19-jährigen Sohns des Rabbiners bestritten, teilte die Münchner Polizei mit.

Die Frau ging demnach aufgrund der medialen Berichterstattung über den Vorfall vom vergangenen Samstag selbst zur Polizei und machte dort eine Aussage. Nach den Worten eines Polizeisprechers machte sie dabei sowohl Angaben dazu, warum sie sich überhaupt in den bereits laufenden Konflikt einschaltete, als auch zu der Art der Äußerungen. Details wollten die Ermittler nicht veröffentlichen, weil der Wahrheitsgehalt der Aussage der Frau nun durch weitere Zeugenbefragungen geprüft werden soll.

Nach wie vor keinen Erfolg gab es bei der Ermittlung des zweiten Verdächtigen. Dieser soll den 53-jährigen Rabbi und seine beiden Söhne am Samstag nach dem Verlassen einer Synagoge als "Scheiß Juden" beleidigt haben. Die Frau soll sich nach Angaben des 19-jährigen Sohns danach aus ihrem Auto heraus ebenso antisemitisch geäußert und ihm durch das Fenster in das Gesicht gespuckt haben. Die Polizei ermittelt in der Sache wegen des Verdachts der Volksverhetzung.

Quelle: n-tv.de, joh/AFP

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