Panorama

Warnung vor verheerenden Feuern Waldbrandgefahr vielerorts auf höchster Alarmstufe

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Aufgrund der aktuellen Hitze sind Waldböden vielerorts mit vertrockneten, leicht entzündlichen Blättern, Zweigen und Nadeln bedeckt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Hitzewelle in Deutschland hat auch massive Folgen für die Wälder: Die Gefahr von Feuern steigt, in einigen Teilen Deutschlands weist der Gefahrenindex die höchste Stufe aus. Angesichts der Häufung von Waldbränden erwägt die EU nun Konsequenzen.

Wegen der ausgetrockneten Böden besteht in Teilen Deutschlands höchste Waldbrandgefahr. Der fünfstufige Gefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes weist in Bayern, Baden-Württemberg, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Berlin, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen teilweise die höchste Stufe aus. Bayerns Forstministerin Michaela Kaniber appellierte an alle Waldbesucher, besonders vorsichtig zu sein.

"Die aktuelle Hitzewelle und die herrschende Trockenheit sorgen dafür, dass die Waldböden vielerorts mit vertrockneten, leicht entzündlichen Blättern, Zweigen und Nadeln bedeckt sind. Schon eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe reicht aus, um einen folgenschweren Waldbrand auszulösen", sagte sie.

EU will Löschflugzeuge kaufen

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Angesichts der Häufung von Waldbränden will die Europäische Union Löschflugzeuge kaufen. Es würden Gespräche mit mehreren Herstellern geführt, sagte der EU-Kommissar für Krisenschutz, Janez Lenarcic. "Die Flugzeuge werden von den Mitgliedstaaten beschafft, aber zu 100 Prozent von der Europäischen Union finanziert." Welche Hersteller beauftragt werden, sagte Lenarcic nicht, da die Verträge noch nicht unterschrieben sind.

Im vergangenen Jahr sind wegen Bränden mehr als eine halbe Million Hektar Wald verloren gegangen. Derzeit wüten vor allem im Westen Frankreichs und auf der iberischen Halbinsel verheerende Waldbrände. Eine Rekordhitze und starker Wind macht die Bekämpfung der Feuersbrunst besonders schwer. Tausende Menschen müssten ihre Häuser verlassen.

Quelle: ntv.de, mst/dpa/rts

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