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AfD-Parteitag in VW-Halle Betriebsrat will Volkswagen-Namen verhüllen

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Die Halle gehört zwar der Stadt Braunschweig und nicht Volkswagen, aber bei diesem Schriftzug dürfte der Autokonzern dennoch unweigerlich mit der AfD in Verbindung gebracht werden.

(Foto: dpa)

Der AfD-Bundesparteitag Ende November in Braunschweig löst Abwehrreaktionen in der VW-Belegschaft aus. Denn die Versammlung soll in einer nach dem Autohersteller benannten Halle stattfinden. Jetzt reagiert der Betriebsrat.

Die AfD ist bei vielen Volkswagen-Mitarbeitern in Braunschweig offenbar nicht willkommen. Wenn die Rechtspopulisten Ende November ihren Bundesparteitag in der dortigen Volkswagen-Halle ausrichten, soll der Namenszug von Volkswagen verdeckt werden. Das sei Wille des Betriebsrates, berichtet die "Braunschweiger Zeitung".

Das Blatt zitiert einen VW-Sprecher mit den Worten, er wolle den Betreiber der Halle auffordern, die Kennzeichnung der Halle während der Veranstaltung unkenntlich zu machen. "Wir verurteilen die völkisch-nationalistischen Positionen der sogenannten Alternative für Deutschland", zitierte die Zeitung einen Sprecher des Betriebsrats. Die Partei stelle sich gegen Werte von Volkswagen wie Respekt, Vielfalt, Toleranz und partnerschaftliches Miteinander.

In einer internen Diskussion kam dem Bericht zufolge der Vorschlag auf, die Halle während des Parteitags zum Beispiel "Open-Minded-Halle" zu nennen. Der englische Ausdruck open minded bedeutet so viel wie "aufgeschlossen" oder "offen für Neues".

Auch die Gewerkschaft Verdi hatte die Vermietung der VW-Halle an die AfD kritisiert. Die Außenwirkung für die Volkswagen AG, die nicht Eigentümerin der Halle ist, sei verheerend. Für die Verwaltung des Veranstaltungsortes ist dem Bericht zufolge die Stadthallen-Betriebsgesellschaft zuständig, an der VW nicht beteiligt ist.

Als öffentlich-rechtliches Unternehmen sei sie verpflichtet, allen rechtsstaatlichen, nicht verbotenen Parteien Räumlichkeiten zu vermieten, teilte die Betriebsgesellschaft mit. Bei VW in Braunschweig arbeiten rund 7000 Beschäftigte. Sie stellen unter anderem Batterien und Lenkungssysteme her.

Quelle: n-tv.de, vpe/AFP

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