Politik

"Es ist mehr als Symbolik" EKD steigt in Flüchtlingsrettung ein

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In den kommenden Monaten will die EKD mit einem eigenen Schiff Flüchtlinge im Mittelmeer retten.

(Foto: imago/Rene Traut)

Die Evangelische Kirche will mit einem eigenen Schiff Flüchtlinge im Mittelmeer retten. Es gehe um konkretes Handeln, heißt es. Bis zum Auslaufen werden aber noch Monate vergehen.

Die Evangelische Kirche in Deutschland will selbst ein Schiff zur Seenotrettung von Flüchtlingen ins Mittelmeer schicken. Nach gründlicher Prüfung habe der Rat der EKD beschlossen, eine entsprechende Resolution des jüngsten Kirchentages umzusetzen, sagte der Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm. "Es ist mehr als Symbolik, es geht um exemplarisches Handeln. Es werden ganz konkret Menschen gerettet." Die Entscheidung sei in der Kirchenkonferenz und im Rat der EKD "in großer Einmütigkeit getroffen" worden.

Die Kirche trete gleichzeitig für eine politische Lösung des Umgangs mit geretteten Flüchtlingen ein. "Wir müssen einen Verteilmechanismus in Europa zustande kriegen, der verhindert, dass bei jedem einzelnen Schiff wieder von Neuem darum geschachert wird, ob Menschen an Land dürfen und wohin sie gehen dürfen." Bedford-Strohm wies zudem darauf hin, dass die Kirchen seit Jahrzehnten in Afrika Entwicklungsprojekte förderten, um Menschen in ihren Ländern Perspektiven zu geben.

Bedford-Strohm zufolge wird die EKD das Rettungsschiff nicht selbst kaufen und betreiben. Dies solle über einen Trägerverein "in einem breiten gesellschaftlichen Bündnis" geschehen. Es werde Monate dauern, bis das Schiff gekauft und umgebaut ist. Die EKD werde auch bei der katholischen Kirche darum werben, sich zu engagieren. Zugleich forderte der EKD-Ratsvorsitzende, die Kriminalisierung von Seenotrettern zu beenden. Er verlangte zudem, dass die staatliche Seenotrettung im Mittelmeer wieder aufgenommen wird.

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Quelle: n-tv.de, jwu/dpa

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