Politik

Ermittlungen zum Kapitol-Sturm Freundin von Trump Jr. erhält Vorladung

AP_20273673069585.jpg

Kimberly Guilfoyle und Donald Trump Jr. sollen seit 2018 ein Paar sein.

(Foto: AP)

Ein Untersuchungsausschuss will die Hintergründe der Erstürmung des US-Kapitols in Washington aufarbeiten. Aussagen soll auch die Freundin von Trumps ältestem Sohn. Da Kimberly Guilfoyle nicht freiwillig für ein Interview erscheint, erhält sie nun eine Vorladung.

Der Untersuchungsausschuss zur Erstürmung des US-Kapitols hat die Freundin des Sohnes von Ex-Präsident Donald Trump, Kimberly Guilfoyle, vorgeladen. Dem Ausschuss lägen Beweise vor, wonach Guilfoyle in direktem Kontakt mit Schlüsselpersonen gestanden habe und Gelder für die Kundgebung unmittelbar vor der Erstürmung des Kapitols gesammelt habe, so das Gremium am Donnerstag. Daher habe man von der 52-Jährigen Unterlagen angefordert und sie zu einer Aussage vorgeladen.

Da sie ihre ursprüngliche Zusage für ein freiwilliges Interview nicht eingehalten habe, werde sie nun vorgeladen, so der Sonderausschuss des Repräsentantenhauses. "Wir erwarten von ihr, dass sie sich an das Gesetz hält und kooperiert", hieß es. Der Ausschuss hat bereits mit Dutzenden Zeugen gesprochen - einige Vorgeladene verweigern aber jegliche Zusammenarbeit. Trumps einstiger Chefstratege Steve Bannon muss sich deshalb nun vor Gericht verantworten. Das Gleiche droht Trumps ehemaligem Stabschef Mark Meadows.

Guilfoyle ist mit Donald Trump Jr. liiert. Beide sollen seit 2018 ein Paar sein. Trump Jr. hat mit seiner Ex-Frau Vanessa fünf Kinder. Das Paar hatte 2005 geheiratet, die Trennung wurde im März 2018 bekannt. Guilfoyle war von 2006 bis 2009 mit dem Geschäftsmann Eric Villency verheiratet, mit dem sie einen Sohn hat. Ihre erste Ehe mit Gavin Newsom, dem ehemaligen Bürgermeister von San Francisco und heutigen Gouverneur von Kalifornien, hielt bis 2005.

Trump-Anhänger hatten Anfang Januar 2021 gewaltsam das Kapitol gestürmt, während der Kongress dort zusammengekommen war, um den Ausgang der Präsidentschaftswahl zu zertifizieren. Trump hatte seine Unterstützer kurz zuvor bei einer Kundgebung damit aufgewiegelt, dass ihm der Wahlsieg gestohlen worden sei. Im Zuge der Ausschreitungen kamen fünf Menschen ums Leben, darunter ein Polizist.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen