Politik

Vorwurf des Völkermords Israelischer Minister fordert Tötung Assads

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Ein zerstörtes Bild des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad.

(Foto: REUTERS)

Die USA beschuldigen die syrische Regierung, Tausende Gefangene getötet und verbrannt zu haben. Israel schließt sich den Vorwürfen an. Laut Bauminister Galant begeht der syrische Präsident Assad Völkermord - und fordert eine drastische Maßnahme.

Nach Berichten über den Einsatz eines Gefängniskrematoriums in Syrien hat ein israelischer Minister die Tötung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad gefordert. "Es ist an der Zeit, Assad zu liquidieren", sagte Bauminister Joav Galant bei einer Sicherheitskonferenz in Latrun.

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Joav Galant ist ehemaliger General.

(Foto: picture alliance / dpa)

"In Syrien werden Leute hingerichtet, gezielt mit Chemiewaffen angegriffen, und jetzt werden auch noch ihre Leichen verbrannt - etwas, was wir seit 70 Jahren nicht mehr erlebt haben." Aus seiner Sicht habe Assad eine rote Linie überschritten. "Wenn wir mit dem Schwanz der Schlange fertig sind, können wir auch zu ihrem Kopf gelangen, der in Teheran sitzt."

Die USA hatten die syrische Regierung beschuldigt, Tausende Gefangene getötet und in einem Krematorium verbrannt zu haben. Diese Vorwürfe erhob das US-Außenministerium in Washington. Es soll sich um das berüchtigte Gefängnis Saidnaja unweit von Damaskus handeln. Das Krematorium befinde sich auf dem Gelände des Gefängnisses.

Syriens Regierung wies den Vorwurf zurück. Es handele sich bei der Beschuldigung um einen "Hollywoodroman", der "frei von jeder Wahrheit" sei, teilte das Außenministerium in Damaskus laut staatlicher syrischer Nachrichtenagentur Sana mit.

Galant ist ehemaliger General und Sohn einer Holocaust-Überlebenden. Das Mitglied der Mitte-Rechts-Partei Kulanu und des israelischen Sicherheitskabinetts sagte dem Armeesender, Assads Herrschaft sei die schlimmste seit dem Ende von Nazi-Deutschland.

"Was in Syrien passiert, ist Völkermord", sagte er nach Angaben des Senders. "Wir wollen eindeutig Assads Sturz und dass die Alawiten-Herrscher durch eine gemäßigte, sunnitsche Führung abgelöst werden."

Quelle: n-tv.de, vck/dpa

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