Politik

"Hat richtig gehandelt" Juncker lobt Merkels Flüchtlingspolitik

imago86082887h.jpg

In entscheidenden Momenten habe Merkel laut Juncker "Dinge und Menschen zusammengebracht".

(Foto: imago/Reporters)

Die Flüchtlingskrise von 2015 wird sich laut EU-Kommissionschef Juncker nicht wiederholen. Mittlerweile würde das der gemeinsame EU-Grenzschutz verhindern. Mit ihrer Entscheidung, die Grenze zu öffnen, habe Angel Merkel damals sogar zwei anderen Ländern entscheidend geholfen.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat Bundeskanzlerin Angela Merkel für ihre Rolle während der Flüchtlingskrise 2015 gelobt. Zu Merkels Entscheidung, die deutschen Grenzen auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise nicht zu schließen, sagte Juncker der "Bild"-Zeitung, die Kanzlerin habe damals "richtig gehandelt, die Geschichte wird ihr Recht geben". Hätte Deutschland damals die Grenzen geschlossen, "wären Österreich und Ungarn unter der Last der Flüchtlinge zusammengebrochen".

Eine Spitze gegen die Bundesregierung konnte sich Juncker aber nicht verkneifen. Vor der Flüchtlingskrise hatte der Kommissionschef lange gewarnt. "In Deutschland wollte man bis 2015 nichts sehen", sagte Juncker der Zeitung. Auf die Frage, ob sich eine massive Flüchtlingsbewegung wie 2015 wiederholen könne, antwortete Juncker mit einem klaren "Nein". "Und das wäre nicht gut für die EU."

Durch einen gemeinsamen Grenzschutz der EU hätten viele Probleme der Krise diplomatischer abgewickelt werden können. Das hätten die Mitgliedstaaten "seit 2002 unter Geheul und Gebrüll verhindert, meint Juncker: "2015 dann schlug meine Kommission einen europäischen Grenzschutz vor, der in Rekordzeit angenommen wurde."

Auf die Frage, ob Merkel die Europäische Union geführt oder gespalten habe, sagte Juncker, eine einzelne Person könne die EU weder führen noch spalten. Man brauche in Europa "immer dauerhaft verlässliche Verbündete und viele Freunde, wenn man etwas erreichen will". In entscheidenden Momenten habe Merkel mit anderen "klugen Köpfen die Dinge und Menschen zusammengebracht".

*Datenschutz

Quelle: n-tv.de, mba/dpa

Mehr zum Thema