Politik

"Nicht in allen Fächern" Lehrerverband fordert freiwilliges Zusatzjahr

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Der Lehrerverband will seinen Vorschlag in den nächsten Tagen präsentieren.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Deutsche Lehrerverband schlägt ein freiwilliges Zusatzjahr vor, in dem die Schülerinnen und Schüler ihre Lernrückstände aufholen können. Dafür sollen unter anderem pensionierte Lehrerinnen und Lehrer zurück an die Schulen geholt werden.

Wegen der erwarteten Lernrückstände der Schülerinnen und Schüler hat der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, ein freiwilliges Zusatzjahr vorgeschlagen. Viele Schüler könnten den Anschluss nicht mehr schaffen, wenn - wie im vergangenen Jahr in den meisten Bundesländern - sämtliche Schüler versetzt würden, sagte Meidinger der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Deshalb plädiere er für ein freiwilliges Zusatzjahr. "Aber nicht komplett in allen Fächern, sondern in eigenen Lerngruppen, in denen der Stoff wiederholt wird, in dem es Defizite gibt", so Meidinger. Damit würden die Schülerinnen und Schüler nur die Fächer wiederholen, in denen sie Rückstände haben.

Es solle kein verpflichtendes Jahr für alle sein, sondern speziell für Kinder, bei denen Ferienkurse und Nachhilfe nicht mehr weiterhelfen, sagte Meidinger der FAS. Allerdings solle es möglich sein, freiwillig an einem solchen Jahr teilzunehmen, etwa um die Noten zu verbessern. Um das Personal dafür zu gewinnen, schlägt der Lehrerverbandspräsident vor, Ruheständler zu reaktivieren, Teilzeitkräfte zu ermutigen, ihre Unterrichtsstunden aufzustocken, sowie ehrenamtliche Mentoren zu gewinnen.

Quelle: ntv.de, hvo

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