Politik

Kanadischer Minister schwärmt "Merkel ist eine Heldin"

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(Foto: imago/Stefan Zeitz)

In Europa ist die Flüchtlingspolitik von Angela Merkel umstritten. Doch die Kanzlerin erfährt auch Zuspruch - unter anderem von der Regierung eines klassischen Einwanderungslandes.

Die Bundeskanzlerin musste viel einstecken in den vergangenen Monaten. Vor allem in Europa wird ihre Einwanderungspolitik teilweise heftig kritisiert. Doch Angela Merkel erhält auch Lob - zum Beispiel vom kanadischen Einwanderungsminister John McCallum.

Wie der kanadische Premierminister habe die Kanzlerin ihrer Bevölkerung in der Sprache der Humanität "zu vermitteln versucht, dass es vor allem moralisch richtig ist, für Flüchtlinge offen zu sein", sagte McCallum der "FAZ" während seiner Deutschlandreise. "Ich denke, Angela Merkel ist eine Heldin, weil sie bei dieser Haltung bleibt, auch nachdem mehr als eine Million Leute ins Land gekommen sind."

Merkels Verhalten sei erstaunlich und von einer unvergleichlichen Großzügigkeit und Menschlichkeit, sagte McCallum. "Dafür bewundere ich sie. Ich wünsche ihr alles Gute bei der Bewältigung dieser Herausforderung, die Ausmaße hat, die wir uns in Nordamerika kaum vorstellen können."

Kanada hat seit Ende der 1980er-Jahre jährlich mindestens 150.000 Einwanderer nach Kanada einreisen lassen. Zuletzt nahm die kanadische Regierung auch mehr als 25.000 syrische Flüchtlinge auf. In dieser Woche gab McCallum bekannt, dass das Land bis Anfang 2017 weitere 10.000 Syrer unterbringen werde.

Quelle: ntv.de, cro