Politik

Bachmann sagt Sachsen ade Pegida-Chef zieht nach Teneriffa

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Auf Teneriffa wird er die Sonnenbrille brauchen: Lutz Bachmann.

dpa

Lutz Bachmann wandert demnächst auf die Kanaren aus. Pegida-Anhänger hatten sich schon gewundert, warum ihr Chef so selten zu Kundgebungen kommt. Nun lüftet ausgerechnet seine Erzfeindin das Geheimnis.

Der Mitgründer des fremdenfeindlichen Dresdner Pegida-Bündnisses, Lutz Bachmann, will seinen Lebensmittelpunkt offenkundig nach Teneriffa verlegen. Er bestätigte indirekt entsprechende Angaben der inzwischen mit ihm verfeindeten früheren Pegida-Frontfrau Tatjana Festerling. Sie hatte bei Facebook geschrieben, Bachmann sei dabei, auf die spanische Kanareninsel zu ziehen und nur noch alle zwei Wochen zu den Kundgebungen nach Dresden zu kommen.

"Wen interessiert es, wo man arbeitet und seinen Lebensunterhalt verdient, solange man mit Rückgrat hinter der Sache steht?", schrieb Bachmann daraufhin ebenfalls bei Facebook. "Monatelang war es bekannt und trotzdem uninteressant!" Der Pegida-Mitgründer war in den vergangenen Wochen immer seltener bei den Kundgebungen in Dresden zu sehen gewesen. Ein Grund für sein Fernbleiben wurde den 2200 bis 2600 Teilnehmern auch am vergangenen Montag nicht genannt.

Zwischen Festerling und Bachmann schwelt seit Monaten ein Streit. Im Juni hatte sich Pegida von seiner einstigen Frontfrau Festerling getrennt. Sie heuerte daraufhin bei dem Leipziger Ableger der islam- und fremdenfeindlichen Bewegung, Legida, an. Zuvor hatte es immer wieder Auseinandersetzungen an der Pegida-Spitze gegeben.

Bachmann hatte Festerling unter anderem kritisiert, weil sie ihre Reden nicht vorab zur Kontrolle vorgelegt hatte. Außerdem waren sich die beiden uneins darüber, wie die künftige Linie der Bewegung aussehen soll. Festerling war, anders als Bachmann, offenbar nicht begeistert von der angestrebten Allianz mit der Alternative für Deutschland (AfD).

Quelle: n-tv.de, kpi/dpa

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