Politik

Rechter AfD-Flügel im Blick Poggenburg will neue Gruppierung gründen

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"Ja, mein Name wird genannt." Poggenburg kokettiert offen mit einer möglichen Abspaltung von der AfD.

(Foto: picture alliance/dpa)

In der AfD ist der frühere Landeschef von Sachsen-Anhalt kaltgestellt. Nun plant Poggenburg offenbar, eine eigene Gruppierung ins Leben zu rufen. Dabei will er einem Bericht zufolge jene ansprechen, die dem rechten Flügel der Partei angehören.

Sachsen-Anhalts geschasster AfD-Landeschef André Poggenburg will einem Bericht zufolge mit einer neuen, rechtskonservativen Gruppierung auf die politische Bühne zurückkehren. Mit der Gruppe "Die Nationalkonservativen" will er unzufriedene AfD-Mitglieder vom rechten Flügel vereinen, wie die in Halle erscheinende "Mitteldeutsche Zeitung" berichtete. Am Wochenende sei in Thüringen ein Vernetzungstreffen geplant.

In der AfD gibt es demnach die Vermutung, dass Poggenburg eine möglichst starke Hausmacht aufbauen, diese aus der AfD führen und mit der fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung vereinigen will. Poggenburg kokettiert dem Bericht zufolge offen mit der Möglichkeit einer Abspaltung: "Ja, mein Name wird genannt als einer, der dem vorangehen könnte." Zwischen Pegida und Teilen der AfD gibt es seit längerem Verbindungen.

Die AfD-Bundesspitze will demnach allerdings verhindern, dass die Gruppierung Symbole und Infrastruktur der AfD nutzt und drohte Sanktionen an.

Die AfD steht seit längerem im Fokus der Sicherheitsbehörden. Geprüft wird derzeit auch eine mögliche Beobachtung der Partei durch den Verfassungsschutz. In einigen Bundesländern wird die umstrittene Junge Alternative (JA), die Nachwuchsorganisation der AfD, vom Verfassungsschutz bereits beobachtet.

Poggenburg war im vergangenen März von seinen Ämtern als AfD-Landes- und Fraktionschef von Sachsen-Anhalt zurückgetreten. Zuvor hatte er in einer Aschermittwochsrede Mitglieder der Türkischen Gemeinde in Deutschland als "Kümmelhändler" und "Kameltreiber" diffamiert.

Quelle: n-tv.de, jwu/AFP

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