Politik
Die Gespräche zwischen Angela Merkel und Wladimir Putin sind stets schwierig.
Die Gespräche zwischen Angela Merkel und Wladimir Putin sind stets schwierig.(Foto: imago/ZUMA Press)
Montag, 13. August 2018

Breite Themenpalette: Putin trifft Merkel in Meseberg

Die große Weltpolitik ist Gegenstand einer Unterredung in der brandenburgischen Provinz: Russlands Staatschef Putin gibt sich am Samstag die Ehre auf Schloss Meseberg. Er wird mit Kanzlerin Merkel auch das Thema Nord Stream 2 erörtern.

Der russische Präsident Wladimir Putin wird kommenden Samstag zu Gesprächen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Deutschland erwartet. Im Mittelpunkt des für den Abend geplanten "ausführlichen Gesprächs" im Gästehaus der Regierung in Meseberg stünden deutsch-russische Fragen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Dazu gehörten der Syrien-Konflikt, die Lage in der Ostukraine sowie energiewirtschaftliche Fragen.

Mit Blick auf das umstrittene deutsch-russische Gas-Pipeline-Projekt Nord Stream 2 wiederholte Seibert die Position der Bundesregierung: Deutschland sei es wichtig, dass die Ukraine weiterhin ihre Rolle beim Gastransit behalte.

Die Pipeline ist die Erweiterung einer bestehenden Verbindung. Sie soll Russland und Deutschland durch die Ostsee direkt verbinden und könnte so den Weg durch Länder wie die Ukraine ersetzen. In das Projekt eingebunden ist neben dem russischen Betreiber Gazprom unter anderem auch die BASF-Tochter Wintershall.

Der Bau der Nord Stream 2 ist durch die Umgehung der Ukraine ein Politikum. Denn bislang gehen etwa 50 Prozent des russischen Gases für Westeuropa durch die Ukraine, das Land kassiert dafür umgerechnet rund zwei Milliarden Euro jährlich an Gebühren. Das Geld macht einen erheblichen Anteil des Staatsanteils aus.

Die Bundesregierung hat der Ukraine auch aus Sorge um die Stabilität im Land deshalb versprochen, dass zumindest ein Teil der Einnahmen erhalten bleibt. Die Ukraine müsse als Transitland weiterhin eine Rolle spielen, erklärte Merkel bereits. US-Präsident Donald Trump hatte Deutschland gedrängt, auf die Pipeline zu verzichten und stattdessen amerikanisches Flüssiggas zu beziehen.

Quelle: n-tv.de