Politik

Verdacht auf Militärsatelliten Russland schießt geheime Fracht ins All

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Eine russische Sojus-Rakete hat eine geheime Nutzlast ins Weltall gebracht. (Archivbild).

(Foto: picture alliance/dpa/Roscosmos Space Agency Press Service/AP)

"Im Interesse des Verteidigungsministeriums" schickt Russland eine Sojus-Rakete in den Weltraum. Über die Fracht an Bord halten sich die Behörden bedeckt. Experten vermuten, dass Moskau sein Raketenwarnsystem im All ausbauen will.

Russland hat einen geheimen Militärsatelliten in die Umlaufbahn der Erde gebracht. Wie das Verteidigungsministerium in Moskau mitteilte, war eine Sojus-Rakete mit einer geheimen Nutzlast in den frühen Morgenstunden von einem Weltraumbahnhof im Norden Russlands gestartet. Bei der Fracht handelte es sich demnach um einen "Weltraumapparat im Interesse des Verteidigungsministeriums".

Nach Angaben der Website Spaceflightnow, die über Weltraumstarts berichtet, könnte es sich bei dem Start um einen Tundra-Satelliten handeln. Russland hat laut der Nachrichtenagentur Interfax bereits 2015, 2017 und 2019 Tundra-Satelliten gestartet. Die Website Russian Space Web berichtete, dass die sichtbaren Anzeichen des Starts "mit früheren Missionen übereinstimmen", bei denen Satelliten für das russische Raketenwarnsystem Kupol (Kuppel) ins All gebracht wurden.

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Kupol wurde der Öffentlichkeit 2019 vorgestellt und soll den Start von ballistischen Raketen aufspüren und deren Flugbahn verfolgen. Die genaue Funktionsweise des Systems ist allerdings nicht bekannt. Die USA verdächtigen Russland, Weltraumwaffen zu entwickeln.

Vergangene Woche sah sich Russland zudem mit internationaler Kritik konfrontiert, als das Militär einen Satelliten zerstörte, der eine Trümmerwolke im Weltraum hinterließ. Die Besatzung der Internationalen Raumstation ISS musste deshalb Schutz suchen.

Quelle: ntv.de, mdi/AFP

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