Politik

Rassistische Attacke in Brandenburg Schläger gehören wohl Trinkerszene an

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Der Haupttäter soll nach Angaben der Polizei 3,7 Promille Alkohol im Blut gehabt haben.

(Foto: picture alliance / dpa)

Vier Männer, die an einer Haltestelle in Frankfurt an der Oder lungerten, haben brutal Flüchtlinge angegriffen. Nun klärt die Polizei, welchem Milieu sie entstammen. Ermittelt wird nicht nur gegen die Täter selbst.

Die Männer, die in Frankfurt  an der Oder vier Asylbewerber attackiert haben, kommen womöglich aus dem Trinkermilieu - ebenso wie die Passanten, die sie angefeuert haben sollen. Darauf deuteten erste Erkenntnisse hin, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Frankfurt.

Die Flüchtlinge waren am Montag an einer Straßenbahnhaltestelle rassistisch beleidigt, beim Wegrennen verfolgt und dann an einem Einkaufsmarkt erneut angegriffen worden. Eine Gruppe von bis zu acht Zuschauern soll die Angreifer unter anderem mit "Sieg Heil"-Rufen angefeuert haben. Andere Passanten riefen die Polizei.

Ein 32-Jähriger, der als Haupttäter der vierköpfigen Angreifer-Gruppe gilt, kam mit 3,7 Promille in Gewahrsam. Bevor er vernommen werden konnte, musste er erst einmal ausnüchtern, wie die Polizei mitteilte. Zu seinen Aussagen wurden keine Angaben gemacht.

Fünf Zeugen meldeten sich bei der Polizei. Sie identifizierten nach Angaben der Ermittler alle den 32-Jährigen als möglichen Haupttäter. Noch seien nicht alle Fakten aufgeklärt, hieß es. Gegen die Angreifer werde wegen gefährlicher Körperverletzung und Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt. Auch gegen die Zuschauer werde wegen ihrer rassistischen Kommentare ermittelt.

Quelle: n-tv.de, ahe/dpa

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